Beiträge mit dem Schlagwort: Berlin

Endlich wieder Kunst und Infos aus Afrika


Da frohlockt der Kulturfreund: Wieder einmal gibt es in Deutschland einige interessante Ausstellungen, die sich mit Afrika beschäftigen. 

INK & PIXELS. Die wilde und wundersame Geschichte des kenianischen Comics: Die Hildesheimer Stadtbibliothek nimmt sich vom 14. Februar an den Comics aus dem ostafrikanischen Land an. In den 1950er Jahren wurde der erste einheimische Comicstreifen – Juha Kalulu – von Edward G. Gitau ins Leben gerufen. Er hatte eine längere Laufzeit, als alle anderen Comicstreifen in Ost- und Zentralafrika. Mittlerweile gibt es über eine interessante Historie des Genres in Kenia zu berichten. Die Ausstellung ist bis in den April hinein zu besichtigen.

Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder:  Das Thema Migration ist zwar jetzt absolut aktuell. Es gab es aber schon immer. Nie war eine Gesellschaft statisch. Das sehen die Macher der Ausstellung so – und haben recht. In Deutschland leben Menschen, deren Wurzeln aus vielen Ländern stammen. Was gut so ist. Die Ausstellung „Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder“ zeigt Menschen, die schon längst Teil dieser Gesellschaft sind, die dazugehören und uns bereichern – mit ihrem Engagement, ihrem Schaffen, ihrer Fähigkeit zum Perspektivwechsel oder einfach dadurch, dass sie es trotz oft enormer Hürden in diesem Land zu etwas gebracht haben. Die Ausstellung finden im Europäischen Integrationszentrum in Berlin statt. Sie ist noch bis zum 14. Februar zu bewundern. Veranstaltet wird sie vom Afrika Medien Zentrum aus Berlin.

 www.amz-berlin.de

Zeichen und Symbols aus dem Regenwald: In der Galerie Dogon in Berlin findet seit dem Wochenende wieder einmal eine interessante Ausstellung statt. Neben Ornamentalem Flechtwerk aus dem asiatischen Borneo gibt es Kunst aus dem Kongo: Einmal sind Malereien auf Baumrinde zu bewundern. Außerdem geht es um geflochtene Clanzeichen. Gleichzeitig ist eine schon länger laufende Schau noch bis zum 4. Februar zu sehen. Entlang des Niger- und Volta-Gebiets entstanden vom 11. bis 16. Jahrhundert bedeutende Kulturen. Aus einer alten deutschen Sammlung gibt es Skulpturen und Sakralgefässe zu sehen. Die Kunstwerke sind zu den üblichen Öffnungszeiten der Galerie zu bewundern.

http://galeriedogon.de/

 

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Die Sonne strahlt über Afrika


Es liegt mir fern, mit Posts Werbung für einzelne Firmen zu machen. Ich denke, das habe ich schon öfters gesagt. Wenn aber jemand etwas sinnvolles unternimmt, wäre es dumm, nicht darüber zu reden. Und deshalb rede ich über das Berliner Unternehmen Mobisol. Denn das will Solarenergie in die Privathaushalte in Indien und Afrika bringen. Vor allem in Afrika, wo es mit dem Anschluss ans öffentliche Stromnetz oftmals nicht so weit her ist, tut das gut. Und das Projekt bietet sogar Möglichkeiten für die Nutzer, selbst Geld zu verdienen. Besser geht es nicht.

Thomas Gottschalk  hat das Unternehmen einst gegründet. Es ist  auf Solarprojekte spezialisiert. Gesucht werden Lösungen, um Strom durch regenerative Energien zu  gewinnen. Afrika ist dabei nach Aussage des Unternehmens absolut im Blickfeld. Was wie gesagt gut und auch logisch ist. Dort gibt es viele potentielle Kunden. Nicht zuletzt in Nigeria, wo das staatliche Stromnetz immer wieder zusammenbricht. 

Derzeit ist die Firma in Tansania, Ruanda, Kenia, Nigeria und Indien aktiv. Das Berliner Unternehmen montiert kleine Photovoltaikmodule auf das Dach ihrer Kunden, inklusive Lampen, Fernseher, Handy-Ladestationen und Bügeleisen. Alle angeschlossenen Geräte werden mit Solarstrom betrieben.

Bezahlt wird der Kaufpreis der eingesetzten Photovoltaikmodule in 36 Monatsraten per Mikrofinanzierung, wobei die Abrechnung über „Smart Money“ per Handy erfolgt. So einfach wie möglich also. Richtig so.

Trotzdem ist es in einem Land wie Nigeria gar nicht so einfach, zusätzlich mehrere Euro pro Monat zusammenzubekommen, um die Raten zu bezahlen. Auch hierfür hat der Unternehmer eine Lösung gefunden. Er handelt also durchaus beispielgebend: Die Kunden müssen die Anlagen in Raten unter 20 Euro bezahlen. Allerdings könne eine Handyladestation über zwei Euro pro Tag bringen. Für mich sieht das Ganze fast zu schön aus, um wahr zu sein. Besser kann Hilfe zur Selbsthilfe nicht organisiert sein.

Es ist schön, dass mehrere Medien auch darüber berichten. Unter anderem das Online-Magazin 3D-Grenzenlos.

 

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Afrika in der Vorweihnachtszeit


Wer etwas Abwechslung vom Vorweihnachtsstress braucht – der ist hier gut aufgehoben:

Das Alte Neue. Nomadische Praxis – Great Rift Valley. Fotografien von Winfried Bullinger: Die Schau zeigt die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas. Zu sehen sind Fotos von Winfried Bullinger von Bauwerken der Beja, der Afar, der Turkana, der Nyangatom, der Hadza und anderer Völker. Die Bilder entstanden in einem Zeitraum von zehn Jahren im Sudan, in Äthiopien, in Kenia, in Uganda und in Tansania aufgenommen. Dafür reist er mehrfach im Jahr nach Ostafrika. Die Ausstellung ist im Architekturmuseum der TU in Berlin zu sehen – noch bis zum 22. Dezember.

Afrika in Berlin: Vier Jahre nach der Eröffnung der international beachteten Ausstellung „Kunst aus Afrika“ zeigt das Ethnologische Museum in Berlin vier neue Ausstellungsbereiche: „Das Königreich Benin“ und „Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland“ geben Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der Afrika-Sammlung. Außerdem zeigt der Raum „Zeitgenössische Kunst aus Afrika“ einige wichtige Neuerwerbungen des Hauses. Und die haben es in sich. Sie haben viel Kunst in sich. Im Zentrum des Themas „Afrika in Berlin“ steht eine ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in Berlin hergestellt wurde. Diese vier neuen Themen der Afrika-Ausstellung stehen auch im Zusammenhang mit den konzeptionellen Überlegungen zur Präsentation Afrikas im Humboldt-Forum. Wer jetzt Feuer gefangen hat, kann in aller Ruhe die Fahrt nach Berlin planen. Denn die Ausstellung ist noch bis Anfang des übernächsten Jahres zu besichtigen.

Köpfe – Sitz der Seele. Kunst aus Afrika und Ozeanien :  Köpfe als Skulpturen, Reliefs und so weiter. Das ist bei der Ausstellung in der Galerie von Miller in Frankfurt am Main zu bewundern. Der Sitz der Seele von lebenden Menschen war der Kopf, der bei Skulpturen deshalb oft proportional zum übrigen Körper überdimensional dargestellt wurde. So sagt es die Kunstgeschichte.  Der Symbolismus und der geistige Gehalt dieser Kunst ist uns Europäern lange verborgen geblieben. Das Sagen die Organisatoren der Ausstellung, die noch bis zum 18. Dezember zu besichtigen ist.

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Mit Kunst aus Afrika in den Herbst


Auch in den kommenden Wochen ist für den Kunstfreund wieder einiges geboten.Es gibt Ausstellungen in Berlin, Köln und Frankfurt. 

Die afrikanische Art des Sitzens. Hocker – Stühle – Sitze – Liegen – Schemel :  Die Ausstellung in der Galerie Dogon in Berlin zeigt Minimalistische Formen, hohe Eleganz, Funktionalität und große Ausstrahlungskraft. So steht es in der Beschreibung. Vorgestellt werden Objekte aus der Zeit aus deutschen Sammlungen. Die Schau ist noch bis zum achten Oktober zu sehen. Und Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 16 Uhr.

Nando Nkrumah. Polymorphosis : Nando Nkrumah, geboren 1979 in Kumasi, Ghana und aufgewachsen im Westerwald, lebt als Künstler und Designer in Köln. Seine Arbeiten sind sowohl zwei- als auch dreidimensional. Sie behandeln die Symbolwelt der Ashanti-Kultur, neueste Computerverfahren stehen Fotos, Mustern und Siebdrucken gegenüber. verfremdeten und fragmentierten Fotos, Texten, Mustern und Siebdrucken. Stücke aus dem 3D-Drucker  gehören zu seinen Werken. Er verbindet traditionale Symbole mit modernem Design. Mittel, den Erfindungsreichtum in der Anwendung noch neuer Techniken aus, die zu In der Ausstellung wird neben seiner Schmuckkollektion eine Fotoserie zum Chale Wote Street Art Festival zu sehen sein, an dem Nkrumah teilgenommen hat. Die Fotoserie dokumentiert unter anderem neuere Entwicklungen der ghanaischen Kunst. Die Ausstellung ist in der Galerie Art of Buna zu sehen. Sie beginnt am 17. September und endest am 22.Oktonber. Die Öffnungszeit ist Samstag von 15 bis 20 Uhr. 

KUISEBNamibia. Fotoausstellung von Xenia Ivanoff-Erb: Sie ist in der Stadtteilbibliothek Frankfurt-Rödelheim zu besichtigen. Die Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren und wuchs in einem von Kunst geprägten Umfeld auf. Seit 2012 lebt sie in Swakopmund / Namibia und hinterlässt im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre Spuren, vor allem in der Fotografie. Sie ist mit ihrer Kunst erstmals in Deutschland. Sie stellt die Nachfahren eines tausende alten Nomandenstammes in den Mittelpunkt. Die Vernissage ist am 6. September um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 29. September. 

Wer mehr über die Ausstellungen und die beteiligten Künstler wissen will, dem sei als erste Anlaufstelle Afroport angeraten.

 

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Afrikanisches Netzwerk für Berlin und Brandenburg


Menschen afrikanischer Herkunft aus Berlin und Brandenburg haben sich im Verein Afrika-Rat  zusammengeschlossen. Er versteht sich als Netzwerk und Interessensgemeinschaft von Organisationen, Vereinen, Initiativen und Menschen der afrikanischen Diaspora. 2005 gründeten ihn 24 Vereinigungen.

Als wichtigste Aufgabe sieht der Afrika-Rat es an, die gemeinsamen Interessen der afrikanischen Diaspora in Berlin und Brandenburg zu bündeln und zu vertreten. Im Sinne der Völkerverständigung fördert der Dachverband die Zusammenarbeit von Organisationen, Projekten, Gruppen und Menschen der afrikanischen Diaspora und setzt sich für ein gleichberechtigtes, solidarisches Zusammenleben mit allen Menschen in Berlin und Brandenburg ein. So steht es auf der Internetseite geschrieben.

Besonders wichtig dabei ist: Der Verein will die Geschichte Afrikas und der afrikanischen Diaspora umfassend aufarbeiten. Es stimmt: Es ist höchste Zeit, sich der afrikanischen Geschichte so zu widmen, wie es die Menschen von dort auch verdient haben. Das gleiche gelte für die realistische Darstellung des heutigen Afrikas und seiner Diaspora in der Aufnahmegesellschaft. Gut so!

Die Menschen mit afrikanischen Wurzeln sollen sich besser vernetzen. Das ist ein weiteres Ziel. Der Verein will ihre Integration in alle Teile der Gesellschaft unterstützen

Darüber hinaus setzt er sich dafür ein:

  • Abbau von Rassismus und Diskriminierung gegen Afrikanern und Menschen afrikanischer Herkunft
  • Stärkung der Selbstorganisation und die Selbst-Vertretung von Afrikanern und Angehörigen der afrikanischen Diaspora und ihrer Vereinigungen.
  • die Verwirklichung aller Menschenrechte.

Der Afrika-Rat will mithelfen, Wissen über afrikanische Kultur zu erhöhen. Angedacht ist eine afrikanische Akademie der Wissenschaft. Gefördert werden soll die Jugend- und Migrationsarbeit. Afrikansiche Geschäftsleute sollen motiviert werden, sich an der deutschen Wirtschaft zu beteiligen.

Der Afrika-Rat vertritt die afrikanische Diaspora in der Öffentlichkeit, leistet eine Lobbyarbeit, sorgt für die Vernetzung mit anderen Organisationen, stellt Kontakte zwischen Fachkräfte und Institutionen, führt Projekten mit Hilfe von Fachkommissionen und Veranstaltungen durch.

Die Mitglieder des in Berlin beheimateten Vereins sind in erster Linie Organisationen, die Menschen mit afrikanischen Wurzeln zusammenführen wollen oder Informationen über Afrika und Afrikaner bieten.

 

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Afrika auf dem Alexanderplatz


Bei unserer Reise durch die Welt der Afrikafeste machen wir heute in Berlin halt. Dort steigt vom 11. Bis zum 14. Juni auf dem Berliner Alexanderplatz das KENAKO-Festival. Auf uns wartet ein großer afrikanischer Markplatz. Auf der Bühne warten afrikanische Künstler. Außerdem dürfen wir uns auf Theateraufführungen, Workshops und Lesungen bekannter afrikanischer Autoren freuen. Im Diskussionszelt bietet sich die Möglichkeit, mit einflussreichen Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Kontakt zu treten. 

Gemeinnützige Migrantenorganisationen stellen sich auf der „Messe der Brückenbauer“ den Besuchern vor. Hier sind engagierte Vereine und Personen jederzeit eingeladen mitzumachen. Einer von ihnen wird den KENAKO-Award gewinnen. Denn eine Jury wird entscheiden, welches der vorgestellten Projekt das nachhaltigste ist. 

Heuer gibt es auch eine Premiere – und zwar am 12. Juni. Dann nämlich findet der erste „Africa Day“ im Rahmen des Festivals statt. Botschaften afrikanischer Länder feiern mit, um an die Gründung der Vorgängerorganisation der heutigen Afrikanischen Union im Jahr 1963 zu erinnern. Ab 14 Uhr ist ein interessantes Bühnenprogramm. Mit Künstlern, die eigens für diesen Tag zum Festival anreisen. Botschafter aller 54 afrikanischen Staaten sind auf dem Alexanderplatz anwesend, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. 

Die Musik kommt bei dem Festival sicherlich nicht zu kurz. Mindestens drei Konzerte sind an jedem der Festivaltage zu hören. Mit der Keiga Dance Company kommt eine der führenden zeitgenössischen Tanzgruppen Ostafrikas. Der aus Norddeutschland stammende Christian Bakotessa hat kongolesische Wurzeln. Deutschlandweit bekannt wurde er durch seinen zweiten Platz bei der Fernsehsendung Das Supertalent. Auch ein Kindermusical ist geboten. Die Gruppe „Global New Generation“ bringt verschiedenste Geschichen auf die Bühne. Es geht da um das Schicksal von Flüchtlingen, Minenarbeiten, um die Geschichte der Kolonialzeit. Die Gruppe besteht aus 15 Kindern und Jugenlichen mit afrikanischen Wurzeln. 

Mitorganisiert wird das Festival von den Machern des Afrika Medien Zentrums in Berlin. Es ist in der Großkopfstraßt 6 zu finden. Dort gibt es jede Menge Informationen über Afrika aus Büchern und anderen Medien. Außerdem werden weitere Veranstaltungen rund um Afrika organisiert.

 

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