Beiträge mit dem Schlagwort: afrikanische Kultur

Geschichte Mal gezwitschert


Oftmals bleibt Afrika außen vor, wenn es darum geht, die Geschichte unseres Erdballs darzustellen. In früheren Zeiten waren Forscher sogar der Ansicht, der Kontinent habe gar keine. Das ist selbstverständlich alles dummes Zeug. Und deshalb freut es mich, dass ich vor kurzem auf den Twitteracount African History gestoßen bin. Dessen Anliegen ist auch meines – und deshalb tue ich es auch sofort kund:

Die Macher des Angebots bringen historisch relevante Informationen an den Mann, die mit Afrika, mit den Afrikanern und mit Menschen zu tun haben, die afrikanische Wurzeln haben. Es ist jetzt wohl kein großes Geheimnis, dass ich sofort ein Follower dieses Services geworden bin, als ich ihn gefunden habe. Klare Sache – so etwas suche ich ja. Ich hoffe, ihr überlegt auch nicht lange und seid auch gleich dabei.

Der Twitteraccount erinnert vor allem an wichtige und interessante Details der Geschichte. Zum Beispiel, das der frühere Präsident von Burkina Faso Thomas Sankara sich für Frauen in der Gesellschaft eingesetzt hat. Thema sind aber auch große Aspekte der Geschichte. Ein Beispiel ist hier das Jahr 1964, als Martin Luther King den Nobelpreis erhielt. Oft ist es ein Jahrestag, der das Thema des Tweets hergibt.

Skurril ist wohl eher der Hinweis, dass der Erfinder der Gasmaske ein Forscher mit afrikanischen Wurzeln war: Garrett T. Morgan. Absolut ernst gemeint ist aber mein Hinweis, dass jeder, der sich etwas länger auf dieser Twitterseite aufhält, bemerkt, dass es in der Tat etliche afrikanische Forscher gab. Und Filmstars und Sportler selbstverständlich auch. Außerdem gibt es Reetweets mit Inhalten afrikanischer Kultur. Sicherlich ist das nicht alles, ich kann hier nur einen kleinen Einblick des Infoangebotes geben. Wer mehr will, muss schon selber nachschauen.

Was Euch auch immer interessiert. Ich kann Euch nur empfehlen, auf der Seite einmal vorbeizuschauen.

 

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Afrika ist wieder zurück


Wolfgangsafrika ist wieder zurück. Die Sommerpause ist zu Ende. Sie hat zugegebenermaßen etwas länger gedauert als gedacht. Manches Mal kommt es eben anders als man denkt. Die Familie muss zu ihrem Recht kommen. Außerdem gibt es eben hin und wieder berufliche Veränderungen. Jetzt bin ich aber wieder hier. Und werde Euch wieder regelmäßig über Veranstaltungen informieren und interessante Tipps für Euch bereithalten.

Und damit geht es los: Am 29. September gibt es im Museum Fünf Kontinente in München wieder einen ethnologischen Salon. Diesmal ist das Thema „Afro-Bavaria. Bayerns afrikanische Vergangenheit“. Wer da jetzt nicht neugierig wird, der ist wahrlich selber schuld. Deshalb soll auch gar nicht mehr verraten werden. Moderieren werden den Abend Karin Sommer und Stefan Eisenhofer. Beides sind durchaus Kenner der Materie. Das Museum veranstaltet den Salon gemeinsam mit dem Förderkreis Staatliches Museum für Völkerkunde München. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt für Vereinsmitglieder deren drei. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite des Museums.

Eine interessante Veranstaltung findet vom 6. bis 8. Oktober im Schloss Aspenstein in Kochel am See statt. Unter den wenigen Kolonien, die Deutschland sich in der Zeit des Imperialismus aneignete, hatte Südwestafrika eine herausragende Bedeutung. Sowohl als Sehnsuchts- und Hoffnungsort deutscher Auswanderer, als auch in den Ausmaßen der wirtschaftlichen Ausbeutung und der Brutalität der kolonialen Unterdrückung. Mehr als 25 Jahre nach der Unabhängigkeit präsentiert sich Namibia als relativ sicheres und prosperierendes Land im südlichen Afrika, das immer mehr Touristen, gerade auch aus Deutschland, anlockt. Die Deutschen haben also Glück. Denn oftmals sieht es in früheren Kolonien ja anders aus. Das Wochenendseminar gibt einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart Namibias. Es setzt sich kritisch mit der deutschen Rolle darin auseinander. Veranstalter ist die Georg-von-Vollmar-Akademie. Dabei handelt es sich um einen eingetragenen Verein.

Noch bis zum 13. Oktober läuft in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg eine Ausstellung des Künstlers Melain Nzindou Brazzaville im Kongo. Er lebt und arbeitet mittlerweile in Angoulême in Frankreich. Er interessiert sich vor allem für Dinge und Gegenstände des Alltags. Seine bevorzugten Leinwände sind daher recycelte Materialien. Seine Motive sind meist Szenen des Alltagslebens in den Städten und Dörfern sowie Porträts der dort lebenden Menschen. Mit seiner Kunst möchte er einen afrikanischen Blick auf seinen Kontinent werfen. Veranstalter ist der Verein akume e.V. Auf dessen Internetseite gibt es weitere Infos.

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Ein wenig Kultur kann nicht schaden


Wieder einmal möchte ich Euch auf einige Ausstellungen hinweisen, die sich mit der Kunst und Kultur Afrikas auseinandersetzen. Ein Besuch ist auf alle Fälle zu empfehlen:

Frauen – Flechten – Formen. Kunsthandwerk aus Ruanda: Das Landesmuseum Koblenz zeigt vom 3. bis zum 29. Juni die Vielfalt und den Reichtum des zeitgenössischen ruandischen Kunsthandwerks. Die Besucher können sich dabei informieren, wie die Flechtkunst der Frauen  as Ruanda entstanden ist. Die Ausstellung lädt die Besucher überdies ein, auf diesem Weg das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda kennenzulernen. Im Mittelpunkt stehen Flechtkunst und Imigongo – eine Reliefkunst aus Kuhdung. Das Kunsthandwerk ermöglicht verwitweten Frauen, den Lebensunterhalt zu verdienen.

www.landesmuseum-koblenz.de

 Die wilde und wundersame Geschichte des kenianischen Comics: Eine besondere Ausstellung bietet noch bis zum 1. April die Stadtbibliothek Hildesheim: Schon bevor die erste Zeitung 1902 in Kenia herausgegeben wurde, waren Comics ein fester Bestandteil von Zeitungen in Europa und Nordamerika. Kein Wunder also, dass die Comicstreifen in diesen ersten Ausgaben kenianischer und ostafrikanischer Zeitungen von den Zeitungskonsortien importiert und lokal gedruckt wurden. In den 1950er Jahren war es dann soweit: Der erste einheimische Comicstreifen – Juha Kalulu – wurde von Edward G. Gitau geschaffen. Erhatte eine längere Laufzeit, als alle anderen Comicstreifen in Ost- und Zentralafrika. Mehr als 50 Jahre später sind viele lokale Karikaturisten dem Beispiel von Edward Gitau gefolgt. Die Szene ist mittlerweile dynamisch und lebendig. Die Ausstellung zollt den Vorreiterinnen Achtung und feiert die junge Generation, die nicht nur begeistert, sondern auch die Grenzen des Genres sprengt. Die Werke von Karikaturisten wie Maddo und Gado, wie auch von jungen Zeichnern wie zum Beispiel Joe Basara oder Chief Nyamweya werden nebeneinander ausgestellt. Die Ausstellung ist von Dienstag bis Freitag von 10.30 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr zu besichtigen.
www.kulturbuero-bremen.de

 KUISEBNamibia. Fotoausstellung von Xenia Ivanoff-Erb: Sie ist im Afrika-Haus in Berlin zu bewundern. Seit ihrer Gründung vor fast vierzig Jahren fördert die Deutsch-Namibische Gesellschaft immer wieder Kunstausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern aus Namibia in Deutschland. Veranstalter ist hier der Verein Moabiter Filmkultur. Die Ausstellung ist ab heute bis zum 9. Juli zu besichtigen.

www.afrikaaus-berlin.de

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Kultur aus dem Senegal



Oft genug bleibt das bunte, farbenfrohe Afrika außen vor. Dabei gibt es so viele schöne Beispiele davon. Eines ist die Dakar Bienale. Jüngst erst haben mich meine Mitstreiter vom Magazin Fresh -Black Austrian Livestile wieder einmal daran erinnert.
Dieses Kulturfest existiert seit 1980. Es ist eines der größten Kulturfeste ganz Afrikas. Es gilt als Festival der Kreativität Afrikas. Ziel der Initiatoren war, abwechselnd literarische und künstlerische Werke darzustellen. Dieses ursprüngliche Leitbild änderte sich jedoch im Laufe der Zeit. Heute dürfen sich die Einheimischen alle zwei Jahre freuen, wenn das Kunstforum „Dak’Art“ wieder ins Leben gerufen wird . Der Name weist einmal auf die Hauptstadt des Senegal hin – Dakar. Der verbunden wird mit dem englischen Begriff für Kunst. Art also.

Es wurde in dieser Form 2002 ins leben gerufen. Um unabhängige Künstler zu präsentieren, die sich außerhalb der Bienale bewegen. Dort sind Namen wie Kader Attia, Andrew Esiebo, Zanelle Muholi, Amanda Kerdahi M. und Jim Chuchu aktiv. Sie wollen nicht zuletzt das konservative Bild des westafrikanischen Landes ändern.

Die Biennale bietet eine Reihe diverser Kunstausstellungen, an denen sowohl einheimische Künstler als auch internationale Künstler partizipieren können. Das ist mittlerweile auch so manchem Kunstmäzen aufgefallen. Und so treffen sich auch die bei dem Kulturfest im Senegal. Sie hoffen, einzigartige Stücke zu finden.

Bei der „Dak’Art“ erwarten einen allerdings nicht nur Bilder und Gemälde – das Programm weitet sich bis hin zu verschiedenen Veranstaltungen in der Millionenhauptstadt aus. Dabei können Zuschauer den Rednern bei Meetings und Vorträgen zuhören, die thematisch rund um die afrikanische Diaspora angesiedelt sind.

Wer jetzt Lust bekommen hat, ein kleines Stück Senegal hautnah zu erleben, hat Glück. Er muss sich nicht auf eine lange Reise nach Westafrika machen. Wobei ich jedem nur raten kann, genau das zu tun. Nein, er kann sich auf einen Auftritt der Sonderklasse freuen und trotzdem in Europa bleiben: Youssou N’Dour, eines der prägendsten Aushängeschilder dieses Landes, besucht uns am 25. März im Wiener Konzerthaus.

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Noch mehr Afrika im Museum


Heute will ich Euch wieder einige interessante Museen vorstellen, die Euch die Kultur Afrikas näherbringen.

Ur- und frühgeschichtrliche Sammlung Erlangen: Die Sammlung umfaßt heute rund 200 000 Objekte von mehr als 800 Fundorten aus Europa, Asien, Afrika, Amerika, Australien und Ozeanien. 

www.uf.uni-erlangen.de/sammlung

 

Stadtmuseum Schwabach: Genau genommen geht es uns hier um die Sammlung Mühlhäuser im Stadtmuseum. Sie umfasst völkerkundliche Objekte aus dem ehemaligen Deutsch-Ostafrika. Leider ist sie nicht so ohne weiteres öffentlich zugänglich. Wer sie besuchen will, muss sich vorher anmelden. Der Aufwand lohnt sich jedoch. Aber es gibt auch noch eine andere Möglichkeit: Es gibt die Broschüre: „Die Sammlung Mühlhäuser. Völkerkundliche Exemplare aus dem ehemaligen Deutsch-Ostafrika.“ Herausgeber ist die Sparkasse Schwabach. Sie kostet2,60 Euro. Das Haus ist von Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

www.schwabach.de/stadtmuseum/ 

 

Schwarzafrika Museum Schweiklberg: Seit 1990 ist im Kloster der Missionsbenediktiner die umfangreiche Sammlung Schwarz zu besichtigen. Sie umfasst Kultgegenstände, Schmuck und Prunkwaffen aus Afrika. Gibt also einen Einblick in die Welt der Bewohner des Kontinents. Sie wurde seit 1960 zusammengetragen. Einlass mit Führung ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 und 14 – 17 uhr. Samstag ist es von 9 bis – 12 möglich. Außerdem nach Vereinbarung. Besucher melden sich beim Pförtner an.

www.schweiklberg.de

 

 Museum der Marianhiller Missionare: Die Sammlung der Missionare besteht seit 1882. Donner Wetter! Zu sehen sind Masken, Holzschnitzereien, Hausrat und Musikinstrumente sowie Präparate von verschiedener afrikanischer Tiere. Die Ausstellung ist eingerichtet im Turm der Herz-Jesu-Kirche des Pius-Seminars der Mariannhiller Missionare. Sie ist Sonntag und Feiertag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet – und nach Vereinbarung. Das beste ist: Der Eintritt ist frei! 

www.mariannhill.de

 

Staatliches Museum Braunschweig: Das erste Obergeschoss beherbergt die Abteilung Völkerkunde. Dort sind Gegenständen aus dem traditionellen Leben der Menschen der Südsee, Indonesiens, Westafrikas sowie der Indianer Nordamerikas zu finden. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr und Donnerstag von 10 bis 20 Uhr.

www.naturhistorisches-museum.de

 

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Indego Africa – eine tolle Kunstinitiative


Kann Europa alle Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen? Kann Europa alle Afrikaner aufnehmen? Selbstverständlich kann es das nicht. Und das verlangt ja auch keiner. Allerdings dürfen wir uns nicht wundern, wenn viele Afrikaner kommen wollen. Wenn diese in der Heimat keinen sinnvollen Broterwerb finden. Und da dürfen wir um jede Initiative dankbar sein, die sich eben genau darum kümmern.

Indego Africa ist so eine Initiative: Sie kümmert sich um Frauen aus Ruanda. Sie will genau gesagt, Kunsthandwerkerinnen helfen, ihre per Hand hergestellten Kunstwerke weltweit zu vermarkten. Die Initiative gibt es bereits seit 2007. Gleichzeitig geht es darum, den Frauen beizubringen, wie sie für ihr Kunsthandwerk Werbung machen können. Seit 2014 gibt es auch eine Akademie mit Sitz in Kigali, die den Frauen Unterricht in Wirtschaftsdingen geben will. Auf diese Weise werden sie ausgebildet, können in ihrem Land bleiben und müssen ihre Heimat nicht verlassen. Und sind auch nicht auf einen Ehemann angewiesen.

Die Gründer der Initiative waren seinerzeit Matt und Tom Mitro – Vater und Sohn. Die Gefahr der Armut bekämpfen, die Künstlerinnen mit dem globalen Markt verbinden. Das war – kurz gesagt – das Ziel. Alles begann damals nach eigener Aussage mit 30 Frauen aus Kigali. Der Hauptstadt von Ruanda. Sieben Jahre später waren es schon 600 Frauen, die ihre Waren mittels einer Internetseite verkaufen konnten

Die Einrichtung prüft ihre eigene Arbeit und zeigt, dass die Mitglieder auch Erfolg haben. Es gibt eindeutige Zahlen, die das belegen. Das ist so und das sollte uns alle freuen. Da verweise ich noch einmal auf den Einstieg dieses Posts. So wiesen beispielsweise 2013 69 Prozent der teilnehmenden Künstlerinnen immerhin einen Verdienst von mehr als 1,5 Dollar am Tag auf. 2010 waren es noch lediglich drei Prozent. 89 Prozent der Teilnehmer erklärten, die Hilfe von Indigo Africa habe ihnen geholfen, ihr kleines Unternehmen sinnvoll aufzubauen. 54 Prozent von allen haben es geschafft, außerhalb der Kooperative Fuß zu fassen. Und über drei Viertel von ihnen haben es geschafft, ihre Kinder in die Schule gehen zu lassen, 90 Prozent können sich Gesundheitsvorsorge leisten. Um diese Dinge geht es. Also seid alle froh, dass es in Afrika solch Erfolgreiche Initiativen gibt.

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Wieder ein Besuch um Museum


Vor einiger Zeit hatte ich Euch größere Museen vorgestellt, die sich mit Kultur, Geschichte und Kunst aus Afrika auseinandersetzen. Es gibt aber auch kleinere Häuser und private Sammlungen, die sehenswert sind. Also fangen wir einmal an:

Umuzi-Afrika-Haus Freiburg: Arthur Benseler reiste 30 Jahre durch Afrika. Und trug auf diese Weise eine Sammlung zeitgenössischer afrikanischer Kunst zusammen. Sie wurde von der Stadt Freiberg am Neckar durch eine Kollektion afrikanischer Malerei ergänzt. In seinem eigenen Haus ist Ausstellungsraum eingerichtet. Die Sammlung umfaßt circa 150 Gemälde und Skulpturen. Sie ist jeden Sonntag von 16 bis 18 Uhr zu bewundern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Afrika-Haus_Freiberg
Adlhausermuseum Freiburg: Der Themenschwerpunkt liegt bei der Kulturgeschichte außereuropäischer Völker. Ausgestellt sind Objekte aus Schwarzafrika, der Hochkulturen Asiens, von indianischen Völker Südamerikas sowie der Südsee und Australiens. Hin und wieder gibt es auch Sonderausstellungen. Das Haus ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. 
http://www.grafischewerkstatt.de/adelhausermuseum/ 
Privates Maskenmuseum in Diedorf: Das Haus liegt in der Nähe von Augsburg. Es zeigt 5000 Masken aus allen Weltkulturen, darunter schwerpunktmäßig allein 1500 Masken aus Afrika. Die Ausstellung erstreckt sich über vier eng bestückten Geschoße eines alten Bauernhauses. Hin und wieder gibt es darüber hinaus Sonderausstellungen. Der Bestand ist auf einer Foto-CD gegen Gebühr erhältlich. Grundsätzlich kann Sonntag bis Mittwoch von 17 bis 22 Uhr geöffnet sein – allerdings nur nach telefonischer Vereinbarung. Ein Anruf zehn Minuten vorher genüge laut den Organisatoren. In den bayerischen Schulferien ist meist geschlossen.

http://www.maskenmuseum.de

Walther Collection: Hier haben wir es mit einer internationalen Privatsammlung zu tun. Sie konzentriert sich auf zeitgenössische Fotografie und Videokunst. Sie umfasst schwerpunktmäßig Arbeiten von Künstlern aus Afrika und Asien. Zu sehen sind unter anderem Werke von David Goldblatt, Seydou Keïta und Malick Sidibé. Ein Besuch ist möglich von Donnerstag bis Sonntag – aber nur nach Vereinbarung Öffnungszeiten: Do – So und nach Vereinbarung.

http://www.walthercollection.com

Sammlung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg: Es gibt einen Völkerkundesaal mit Teilen der reichen ethnologischen Bestände aus Afrika und der Südsee. Darunter befindet sich eine Dauerausstellung West- und Zentralafrika mit Ausstellungssaal Sahara. Das Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

http://www.naturhistorischesmuseumnuernberg.de

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Viel Afrika zum Jahresbeginn


Es gibt nichts besseres, als das neue Jahr gleich einmal mit Afrika zu beginnen. Und da gibt es in Sachen Sprache, Literatur und Kultur auf so einiges hinzuweisen: Es beginnt schon am kommenden Freitag:

Dave Davis. Blacko Mio!: Der Deutsche mit ugandischer Abstammung und ehemaliger Versicherungskaufmann begann nach einem Studium in „Recording Arts“ damit, Songs zu komponieren und Hörbücher zu produzieren. Im Laufe der Zeit entwickelte er auch komödiantische Talente. Hat unter anderen den deutschen Comedypreis für den besten Newcomer bekommen. Am 13. Januar um 20 Uhr zeigt er im Kulturwerk am See in Norderstedt sein mittlerweile viertes Solo-Programm.

http://dave-davis.de/

 

Kiswahili Stammtsich: Wer sich für die ostafrikanische Sprache Kiswahili interessiert, der ist am 21. Januar ab 19 Uhr im Afrika Center in Berlin bestens aufgehoben. Beim Stammtisch gibt es die Möglichkeit, die Sprache zu trainieren, Kontakte zu knüpfen und neue Freunde zu finden.

http://afrika-center-berlin.com

 

Ehtiopa: Building Resilience for Food Security: Im afro asiatischen Institut in Salzburg in der Wiener Philharmonikergasse 2 gibt es am 19. Januar ab 19 Uhr einen Interessanten Vortrag: Dabei geht es um Äthiopien – das Land mit der zweitgrößten Bevölkerungszahl in Afrika. Dargestellt wird, wie die Menschen, die vielfach von der Landwirtschaft leben, in Zeiten der langanhaltenden Dürren versuchen, ihr Leben zu meistern. Dersehilign Teshome will den Gästen dieses Thema näherbringen. Es gibt Möglichkeit zur Diskussion.

http://www.aai-salzburg.at

 

Tram 83: Lesung mit Fiston Mwanza Mujila: Der Österreicher mit Wurzeln im Kongo stellt seinen Debütroman vor. Er tut das im Unabhängigen Literaturhaus in Krems in der SteinerLandstraße 3 am 7. April um 20 Uhr. Das Werk spielt in einer heruntergekommenen Großstadt irgendwo in Afrika. Der Nachtclub „Tram 83“ wird zum Treffpunkt verschiedenster Figuren. Ex-Kindersoldaten treffen dort auf Studenten und Andere. Erzählt wird die Geschichte vom Schriftsteller Lucien, der dort den Gauner Requiem, bei dem er Schutz vor Erpressung und Zensur findet.

www.literaturhausnö.at

Keine Angst: Es werden nicht die letzten Kulturtipps von wolfgangsafrika gewesen sein. Nur keine Sorge.

 

 

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Sylvester ins Museum


Auch um den Jahreswechsel können Freunde Afrikas Kunst und Geschichtliches in Ausstellungen bewundern:

Rwanda Entgrenzungen. Reliefbilder von Pauline Disonn & Fotografien Hildegard Schürings: Pauline Disonn und Hildegard Schürings stellen vom 4. bis zum 29. Januar in der Galerie Bruno P. in Marburg aus. Disonn ist studierte Malerin. In den 80er Jahren weilte sie zu in Rwanda. Sie schuf Reliefbilder in den Jahren nach dem Genozid aus selbst geschöpftem Papier. Hildegard Schürings, Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet seit 1978 in und zu Rwanda. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen über Geschichte und Gesellschaft Ruandas vorzuweisen. Die Fotografien entstanden im Zeitraum 1978 bis 2011 in Rwanda und seinen Nachbarländern

Wein & Maroni. Fotografien von Monika Nguyen: Die Fotografin Landschaftsaufnahmen, die sie im grönländischen Qaqortoq und während einer Rundreise durch Namibia aufnahm. Ganz bewusst suchte sie abgelegenen Gegenden auf, die in ihrer Einsamkeit, Stille und Weite eine atemberaubende Vielfalt vereinen. Sie hat eine fundierte Ausbildung hinter sich, studierte in Wien, New York und Tokio. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Februar in der Galerie Habari in Wien zu bestaunen.

Graue Riesen. Wie der Elefant den Menschen prägte: Diese Dauerausstellung im Residenzschloss Oettingen zeigt kulturhistorisch bedeutsame Ethnographica aus den Sammlungen des Völkerkundemuseums München in Verbindung mit Bildern und Installationen rund um die faszinierende Welt der Elefanten. Die Ausstellung versteht sich als Hommage an die vermeintlichen „Dickhäuter“, deren sensibles und fürsorgliches Sozialverhalten immer wieder für Erstaunen bei Wissenschaflern sorgt. So sagen es die Ausstellungsmacher. Sie berichten weiter: Als Zeichen für Macht und Würde des Herrschers galt der Elefant in Indien, als Königstier in Afrika. Gleichermaßen als Transport- und Kriegstier wurde er bereits im 16. Jahrhundert v. Chr. in China eingesetzt. Seine Stärke und Klugheit sind sprichwörtlich. Gejagt wurde und wird er leider immer noch wegen seiner Stoßzähne, den Lieferanten für das begehrte Elfenbein. Die Ausstellung plädiert für einen achtsamen Umgang des Menschen mit jenem besonderen Tier, das ihm seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter sei. Zu sehen sind unter anderem eindrucksvolle Bilder der Schutzorganisation „David Sheldrick Wildlife Trust“ und deren Schwesterinitiative „Rettet die Elefanten Afrikas“. Die Ausstellung ist noch das ganze Jahr 2017 über zu besichtigen.

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Platz für das bunte Afrika


Seit geraumer Zeit spreche ich davon, dass in den Medien das wahre, richtige Afrika nicht zum Zuge kommt. Zu oft geht es um Katastrophe, Krisen, Kriege und so weiter. Oftmals werde ich dafür kritisiert im Netz. Blauäugig sei ich, es helfe nicht weiter, nicht die Wahrheit zu sagen. (Wobei es mir ja um die Wahrheit geht). Die hat in der Tat in Afrika manches Mal düstere Farben. Aber eben oft auch bunte. Und die kommen weiterhin zu kurz.

Das sieht auch Sorious Samura so. Er ist ist ein Journalist und Dokumentarfilmer aus Sierra Leone. Internationale Medien sind in seinen Augen viel zu oft auf das Düstere aus. „Die meisten Redakteure und Fernsehstationen sind nicht besonders interessiert an Afrika. Und selbst wenn sie es sind, folgen sie nur der abgedroschenen Erzählung von Afrika als hoffnungslosem Kontinent, auf dem entsetzliche Dinge passieren.“ So sagt er es in einem Beitrag für die Zeitschrift Weltsichten.

In Filmen sei es nicht anders. Hunger und Gewalt würden dominieren. Das ist wohl wahr. Deshalb will Samura die Geschichte Afrikas jetzt anders erzählen. Mich hat er da auf seiner Seite. Auch wenn mich vielleicht wieder der eine oder andere auffordert, die Wahrheit zu sehen. Richtig: Es gibt Hunger in Afrika. Aber nicht nur das.

Samura berichtet, wie ihn selbst der Fernseher geprägt hat. Filme seien wichtig, um Menschen zu informieren. Deshalb wollte er selbst Filmemacher werden. Er hat es geschafft. Es wurde Bestandteil der Gruppe „Insight TWI“. Diese versuchte, Filme mit mehr Tiefe und mehr Zwischentönen zu machen, die näher dran waren an der afrikanischen Wirklichkeit. So ist es von ihm zu erfahren. Er sei stolz auf die Dokufilme, die dabei entstanden. Wobei da das Negative nicht verschwiegen wird. Wie zum Beispiel bei „Cry Freetown“. Dort geht es um Verbrechen, die sowohl Rebellen als auch Friedenstruppen während des Bürgerkriegs in Sierra Leone begangen

Es fiel ihm jedoch auf: Letztendlich bediente er damit wieder alte Stereotypen. Und deshalb sei er von seinem neuen Projekt begeistert: An Artist’s Journey“ ist eine Dokumentation in Spielfilmlänge über einen gefeierten Künstler, der in Sierra Leone eine ganze Generation mit seinen visionären Theaterprojekten inspiriert. Es sei einfach gut, Positives darzustellen. Das ist richtig. Und auch wichtig. Sicher: Es wird immer Bedarf geben an Filmen, die Verbrechen und Ungerechtigkeit entlarven. Die Welt soll nicht schöngefärbt werden. Aber Hoffnung, Mut und Inspiration ans Licht zu bringen, das sei auch wichtig So ist es. Denn: Auch wenn der Tunnel noch so lang ist. An seinem Ende ist das Licht. Und wer das jetzt zu schnulzig findet, dem kann ich auch nicht helfen.

Die Infos zu diesem Post stammen aus der Zeitschrift Welt-Sichten aus der Ausgabe 12/2016.

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