Beiträge mit dem Schlagwort: afrikanische Lebensfreude

Endlich wieder Kunst und Infos aus Afrika


Da frohlockt der Kulturfreund: Wieder einmal gibt es in Deutschland einige interessante Ausstellungen, die sich mit Afrika beschäftigen. 

INK & PIXELS. Die wilde und wundersame Geschichte des kenianischen Comics: Die Hildesheimer Stadtbibliothek nimmt sich vom 14. Februar an den Comics aus dem ostafrikanischen Land an. In den 1950er Jahren wurde der erste einheimische Comicstreifen – Juha Kalulu – von Edward G. Gitau ins Leben gerufen. Er hatte eine längere Laufzeit, als alle anderen Comicstreifen in Ost- und Zentralafrika. Mittlerweile gibt es über eine interessante Historie des Genres in Kenia zu berichten. Die Ausstellung ist bis in den April hinein zu besichtigen.

Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder:  Das Thema Migration ist zwar jetzt absolut aktuell. Es gab es aber schon immer. Nie war eine Gesellschaft statisch. Das sehen die Macher der Ausstellung so – und haben recht. In Deutschland leben Menschen, deren Wurzeln aus vielen Ländern stammen. Was gut so ist. Die Ausstellung „Flucht nach vorn – Migrant_innen als Vorbilder“ zeigt Menschen, die schon längst Teil dieser Gesellschaft sind, die dazugehören und uns bereichern – mit ihrem Engagement, ihrem Schaffen, ihrer Fähigkeit zum Perspektivwechsel oder einfach dadurch, dass sie es trotz oft enormer Hürden in diesem Land zu etwas gebracht haben. Die Ausstellung finden im Europäischen Integrationszentrum in Berlin statt. Sie ist noch bis zum 14. Februar zu bewundern. Veranstaltet wird sie vom Afrika Medien Zentrum aus Berlin.

 www.amz-berlin.de

Zeichen und Symbols aus dem Regenwald: In der Galerie Dogon in Berlin findet seit dem Wochenende wieder einmal eine interessante Ausstellung statt. Neben Ornamentalem Flechtwerk aus dem asiatischen Borneo gibt es Kunst aus dem Kongo: Einmal sind Malereien auf Baumrinde zu bewundern. Außerdem geht es um geflochtene Clanzeichen. Gleichzeitig ist eine schon länger laufende Schau noch bis zum 4. Februar zu sehen. Entlang des Niger- und Volta-Gebiets entstanden vom 11. bis 16. Jahrhundert bedeutende Kulturen. Aus einer alten deutschen Sammlung gibt es Skulpturen und Sakralgefässe zu sehen. Die Kunstwerke sind zu den üblichen Öffnungszeiten der Galerie zu bewundern.

http://galeriedogon.de/

 

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Junge Künstler aus Afrika


Kindern und Jugendlichen Kunst und Kultur näherzubringen, ist sicherlich eine gute Sache. Das bei Kindern aus Afrika zu tun, umso mehr. Denn sicher gibt es dort nicht so viele Eltern, die ihren Sprösslingen den Besuch von Kunstakademien bezahlen könnten. Oder gar einen Musik- oder Zeichenlehrer. Dass mit so einer Aktion eine Lebensperspektive gegeben wird und eine Chance mehr da ist, nicht auszuwandern, müssen wir hier nicht groß besprechen.

Hier setzt die Organisation Artists for Africa an. Sie existiert seit 2010. Sie stammt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Fachleute in Sachen Tanz unterrichten Kinder aus armen Regionen Kenias. Natürlich ohne dass diese zahlen müssen. Und sie sind mittlerweile so gut, dass sie jüngst erst im Nationaltheater in Nairobi zu Weihnachten aufgetreten sind. Sie haben also nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Sie machen auch ihren Mitmenschen eine Freude. Und erhalten Bühnenerfahrung, die ihnen später in einem kreativen Beruf helfen kann. Gerade in der jetzigen Zeit ist es gut zu wissen, dass es in den Vereinigten Staaten Menschen gibt, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Das gilt ja derzeit für einige nicht mehr. Jetzt schweife ich aber ab, denn das ist eine andere Geschichte.

Mittlerweile ist auch eine Art Internat eröffnet worden. Dort können Jugendliche wohnen, die in der Hauptstadt Nairobi unterrichtet werden. Die Macher der Initiative betonen, dass damit ein Traum in Erfüllung gegangen ist.

Um das alles bezahlen zu können, lassen sich Künstler in den Vereinigten Staaten immer wieder Aktionen einfallen, um Geld zu sammeln Tänzer, Musiker, Schriftsteller und viele andere Menschen setzen sich hier ein. Und sorgen für Lebensperspektiven junger, kreativer Menschen. Und vielleicht schafft es ja der eine oder andere junge Künstler, in einigen Jahren uns hier in Deutschland auch mit seinem Können zu erfreuen.

 

 

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Platz für das bunte Afrika


Seit geraumer Zeit spreche ich davon, dass in den Medien das wahre, richtige Afrika nicht zum Zuge kommt. Zu oft geht es um Katastrophe, Krisen, Kriege und so weiter. Oftmals werde ich dafür kritisiert im Netz. Blauäugig sei ich, es helfe nicht weiter, nicht die Wahrheit zu sagen. (Wobei es mir ja um die Wahrheit geht). Die hat in der Tat in Afrika manches Mal düstere Farben. Aber eben oft auch bunte. Und die kommen weiterhin zu kurz.

Das sieht auch Sorious Samura so. Er ist ist ein Journalist und Dokumentarfilmer aus Sierra Leone. Internationale Medien sind in seinen Augen viel zu oft auf das Düstere aus. „Die meisten Redakteure und Fernsehstationen sind nicht besonders interessiert an Afrika. Und selbst wenn sie es sind, folgen sie nur der abgedroschenen Erzählung von Afrika als hoffnungslosem Kontinent, auf dem entsetzliche Dinge passieren.“ So sagt er es in einem Beitrag für die Zeitschrift Weltsichten.

In Filmen sei es nicht anders. Hunger und Gewalt würden dominieren. Das ist wohl wahr. Deshalb will Samura die Geschichte Afrikas jetzt anders erzählen. Mich hat er da auf seiner Seite. Auch wenn mich vielleicht wieder der eine oder andere auffordert, die Wahrheit zu sehen. Richtig: Es gibt Hunger in Afrika. Aber nicht nur das.

Samura berichtet, wie ihn selbst der Fernseher geprägt hat. Filme seien wichtig, um Menschen zu informieren. Deshalb wollte er selbst Filmemacher werden. Er hat es geschafft. Es wurde Bestandteil der Gruppe „Insight TWI“. Diese versuchte, Filme mit mehr Tiefe und mehr Zwischentönen zu machen, die näher dran waren an der afrikanischen Wirklichkeit. So ist es von ihm zu erfahren. Er sei stolz auf die Dokufilme, die dabei entstanden. Wobei da das Negative nicht verschwiegen wird. Wie zum Beispiel bei „Cry Freetown“. Dort geht es um Verbrechen, die sowohl Rebellen als auch Friedenstruppen während des Bürgerkriegs in Sierra Leone begangen

Es fiel ihm jedoch auf: Letztendlich bediente er damit wieder alte Stereotypen. Und deshalb sei er von seinem neuen Projekt begeistert: An Artist’s Journey“ ist eine Dokumentation in Spielfilmlänge über einen gefeierten Künstler, der in Sierra Leone eine ganze Generation mit seinen visionären Theaterprojekten inspiriert. Es sei einfach gut, Positives darzustellen. Das ist richtig. Und auch wichtig. Sicher: Es wird immer Bedarf geben an Filmen, die Verbrechen und Ungerechtigkeit entlarven. Die Welt soll nicht schöngefärbt werden. Aber Hoffnung, Mut und Inspiration ans Licht zu bringen, das sei auch wichtig So ist es. Denn: Auch wenn der Tunnel noch so lang ist. An seinem Ende ist das Licht. Und wer das jetzt zu schnulzig findet, dem kann ich auch nicht helfen.

Die Infos zu diesem Post stammen aus der Zeitschrift Welt-Sichten aus der Ausgabe 12/2016.

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Freundschaft und Verständigung


Anders Denken – Anders Reisen. So überschreibt der Sahara Club auf seiner Internetseite den Teil, in dem er sich vorstellt. Und spricht mich auf alle Fälle an. Gefunden haben sich in dem Verein Wüstenfreunde und Weltenbummler. So beschreiben sie sich selbst.

Den Club, der ein eingetragener Verein ist, gibt es seit 1984. Davor bestand ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich für die Sahara interessieren. Die große Wüste in Afrika. Mittlerweile gibt es nach eigener Aussage Mitglieder aus verschiedenen Ländern.

Freundschaft und Verständigung. Das sind weitere Begriffe, die dem Sahara Club wichtig sind. Ziele des Vereins sehen demnach, freundschaftliche Bande mit den Menschen auf diesem Teil der Welt zu knüpften und Verständnis für deren Kultur zu wecken. Da hat mich der Verein voll auf seiner Seite.

Es gibt eine Clubzeitschrift, die vier Mal im Jahr erscheint. Selbstverständlich dient sie einmal dem Meinungsaustausch seiner Mitglieder. Jedoch hat auch ein jeder etwas davon. Denn Es gibt Wissenswertes über die Sahara darin zu lesen. Mitglieder veröffentlichen darin auch ihre Reiseberichte. Einige von denen sind auch auf der Internetseite des Clubs zu finden. Einfach Mal hineinschauen also.

Regelmäßig finden Stammtische statt: in Rüsselsheim (Hessen), Hambach (Pfalz), Kassel (Nord-Hessen, Süd-Niedersachsen), Isensee bei Winhöring (Bayern), Siegburg (Bonn/Rhein-Sieg) und München. Es wäre also möglich, einmal persönlichen Kontakt zu knüpfen, ohne gleich eine Weltreise unternehmen zu müssen. Denn Nichtmitglieder seien jederzeit willkommen.

Außerdem gibt es drei Mal im Jahr Clubtreffen statt. Sie finden immer an Wochenenden statt. Dabei gibt es Reiseberichte als Dia- oder Videoshow, Vorträge über die Geographie, Geschichte, Kultur, Wissenschaft oder Religion der Region Sahara. Außerdem sind eine Reiseinfobörse und Workshops organisiert. Auch hier darf jeder kommen, ein Mitgliederausweis wird nicht verlangt.

Die Begriffe von weiter oben sind nicht nur so daher gesagt. Der Sahara-Club unterstützt immer wieder Projekte in Afrika, wie zum Beispiel ein Waisenhaus in Agadir und eine Schule in Mali.

Grundsätzlich lohnt sich ein Blick auf die Internetseite des Vereins. Es gibt nämlich neben Fotos aus der Sahara auch viele weitere Links zu anderen Organisationen und Infoquellen rund um Afrika und das Weltenbummeln.

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Eine Stimme für Afrika


Afrika eine Stimme geben. Das ist mein Anliegen. Und dabei bin ich nicht allein. So gibt es in Köln die Initiative Stimmen Afrikas. Sie will afrikanischen Autoren und Schriftstellern ein Podium bieten. Im sogenannten Allerweltshaus gibt es Lesungen. Einmal im Monat – zumeist sonntags zwischen 13 und 15 Uhr. Vorgestellt werden Autoren und Autorinnen, deren Werke kürzlich auf Deutsch erschienen sind. Das Allerweltshaus existiert im Übrigen einmal als richtiges Gebäude. Außerdem ist es ein Verein, der unter anderem Migranten Unterstützung bietet. 

Initiatorin des Projektes ist Christa Morgenrath. Sie wirkt als Literaturwissenschaftlerin und Dramaturgin. Der Austausch mit anderen Kulturen liegt ihr besonders am Herzen. Was sich bereits in weiteren Projekten niedergeschlagen hat. Morgenrath war mehrere Jahre in Westafrika tätig. Die Stimmen Afrikas gibt es seit 2009. Sie haben sich in Köln als ein ständiges Forum für den Diskurs über Nord-Süd-Verhältnisse, Kultur und Politik in Afrika und Europa etabliert.

Die Macher geben auf ihrer Internetseite Einblick in die moderne Literatur aus Afrika. Sie entstand demnach um 1950. Als der Bevölkerung des Kontinents seine kulturelle Eigenständigkeit bewusst wurde. Parallel dazu verliefen die Bemühungen nach der politischen Unabhängigkeit. Nachdem in den 60er Jahren die meisten afrikanischen Länder unabhängig geworden waren, sei die afrikanische Literatur immer politischer und kritischer geworden. Nachkoloniale Zustände, Neokolonialismus, politische Verfolgung und Unterdrückung standen im Fokus. Gleichzeitig erschienen immer mehr Romane und Erzählungen afrikanischer Schriftstellerinnen, die meist bewegende Frauenschicksale schildern würden. In der jüngeren Vergangenheit habe sich das Themenspektrum stark erweitert.

Im Allerweltshaus gibt es eine Leihbibliothek mit mehr als 500 Medien mit dem Schwerpunkt Afrika. Es finden sich darunter belletristische Werke afrikanischer Autoren, Kinder- und Jugendbücher sowie diverse Sachbücher. Im Regal stehen Klassiker der afrikanischen Literatur wie Chinua Achebe oder Ngugi wa Thiong’o sowie aktuelle Werke der Autorinnen, wie Fatou Diome oder Patrice Nganang. Das Gute daran ist, das jeder, der interessiert ist, von daheim aus einen Blick auf die Bücherregale werfen kann. Sie sind alle Online mit Beschreibung des Inhalts auf der Internetseite von Stimmen Afrikas zu finden.

Neben den Lesungen gibt es immer Mal wieder auch Filme über verschiedene Themen über den afrikanischen Kontinent und seine Bewohner.

 

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Musik und Rhythmus aus Afrika


Musik und Rhythmus – vor allem das verbinden wir mit dem Kontinent Afrika. Zu Recht. Denn vor allem in den Klängen der modernen afrikanischen Künstler – aber auch durch die traditionelle Musik – ist die Lebensfreude der Menschen von dort vor allem zu spüren. Die Internetplattform afromix  bietet all denen eine Hilfe, die tief in die Musikwelt Afrikas eintauchen wollen. Sie selbst sieht sich darüber hinaus als Hinweis- und Tippgeber zu weiteren Aspekten des afrikanischen Lebens und Brauchtums.

Der einzige kleine Schönheitsfehler, den die Website hat, ist , dass man englisch, französisch, spanisch oder portugiesisch können und verstehen muss, um sich auf ihr zurechtzufinden. Denn in Deutsch gibt es sie leider nicht. Aber das müsste ja zu schaffen sein.

Zu finden ist eine umfangreiche Sammlung von afrikanischen Interpreten, Bands und Musikstilen. Und eine Auflistung von Instrumenten, die typisch für die bestimmten Regionen sind. Das Ganze ist aufgeteilt auf die einzelnen Länder. Auf der Startseite ist es möglich, zwischen den einzelnen Regionen zu wählen. Einen Klick weiter sind dann die verschiedenen Länder mit den Infos zu finden. Aufgelistet sind dabei auch karibische Staaten. Was Sinn macht, kommt doch ein großer Teil der dortigen Kultur ursprünglich aus Afrika. Der Kolonialismus lässt grüßen.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt Links auf weitere Internetseiten, die Informationen und Neuigkeiten zur afrikanischen Musik bereitstellen. Allerdings sind anscheinend nicht alle aktuell und nicht alle Seiten abrufbar. Aber immerhin. Dazu gibt e weitere Infos und Tipps, die über Stichworte wie Kultur oder Gesellschaft abrufbar sind. Auch über Religion und Mode gibt es etwas zu erfahren. Der Name der Seite ist also berechtigt. Auch wenn die Musik einen Hauptteil einnimmt.

Mehr über die Initiatoren ist durch einen längeren Text in französischer Sprache zu erfahren. Als Kontaktperson ist auf der Seite Fabrice Gaillard aufgeführt: Die Adresse lautet 4 rue Edourad Branly, 92130 Issy les Moulineaux in Frankreich. Auch eine Mailadresse gibt es. Sie lautet: webmaster@afromix.org.

Die Macher der Seite entschuldigen sich auf Ihr, dass sie leider keine CD‘s verkaufen können. Anscheinend gab es wohl – und das ist gut so – Anfragen in diese Richtung. Es gibt auf der Seite aber Hinweise, wo Freunde der Musik aus Afrika diese erwerben können.

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Afrika ist eine Reise Wert


Es ist jetzt sicherlich nicht meine Aufgabe, für bestimmte unternehmerische Ideen Werbung zu machen. Allerdings ist das, was Mingleafrica bietet, einfach gut. Und entspricht ganz meiner Geisteshaltung. Afrika so zu zeigen, wie es wirklich ist. Und deshalb stelle ich euch dieses Reiseunternehmen eben doch vor. 

Die Macherinnen versprechen einen Blick hinter die Kulissen – fernab aller gängigen Klischees, die es da geben mag. Sie bieten Studien- und Bildungsreisen. Angesprochen werden dabei Themen wie Politik und Geschichte, Kunst und Kultur, Natur- und Artenschutz, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Architektur. Hier einige Beispiele: Zu erleben ist modernes Schauspiel am Nationaltheater Uganda, der Zauber vom Jazz in der kosmopolitischen Metropole Kapstadt. Vorkoloniale Hochkulturen beeindrucken in der Tat. Wer Tierforschern über die Schultern schauen will, der kommt ebenso auf seine kosten. Und auch im Alltag eines südafrikanischen Townships können die Urlauber landen. 

Das Englische To Mingle bedeutet übrigens sich unter die Leute zu mischen. Genau das sei die Idee: Die Macherinnen wollen ausgetrampelte Touristenpfade verlassen, den Menschen vor Ort auf Augenhöhe begegnen und den Facettenreichtum der Reiseländer kennenlernen. Das gehe leider nur in kleinen Reisegruppen von vier bis 12 Personen. Auf die warten dann Vorträge lokaler Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch Zeitzeugengespräche und Kulturveranstaltungen. Bei der Planung dieser Reisen sei es wichtig, dass alle Beteiligten vom Tourismus profitieren. Das sei die Forderung an sich selbst. Deshalb seien in die Vorbereitungen lokalen Partnern fest eingebunden. Es gehe um eine nachhaltige und faire Strategie. 

Die Macherinnen des Projekts wissen wovon sie sprechen. Alle haben sie Lebens- und Berufsjahre auf dem afrikanischen Kontinent hinter sich oder sind Expertinnen in Sachen Tourismus. 

Leider gibt es noch keine Reisen nach Westafrika im Angebot. Was mich traurig stimmt. Bin ich doch ein Fan dieses Teils des Kontinents. Dass sie aber bisher die Reiseziele auf einige wenige Länder (v. a. Südafrika und Uganda) beschränkt haben, spricht nun Mal für die Inhaberinnen dieses Unternehmens. Sie bringen ihre Gäste nur dorthin, wo sie sich auskennen. Wo sie selbst Erfahrungen gesammelt haben. 

Und dann kann ich das auch hinnehmen. Was mir besonders gefällt: Eine der Reisen nach Uganda ist ein Workshop für junge Menschen von 18 bis 25 Jahren. Sie können sich dabei mit Entwicklungspolitik auseinandersetzen, eine fremde Kultur kennenlernen, Experten der UNESCO und anderer Organisationen kennenlernen. So etwas baut Vorurteile ab und bringt dazu ein Plus im Lebenslauf. Das ist einfach nur gut.

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Der Rhythmus von Afrika


Afrika. Dieses Wort steht für Musik, Rhythmus, für Tanz. Jeder, der schon einmal diesen Kontinent besucht hat oder auf einem der schönen Afrikafeste, die es mittlerweile in ganz Europa gibt, gewesen ist, weiß das. Also wundert es eigentlich gar nicht, dass auch Wissenschaftler darauf gestoßen sind und darin ein Arbeitsfeld für sich gefunden haben. Sie tuen es bei der Forschungs-, Dokumentations- und Informationsstelle zum Thema Tanz in Afrika

Die Forschungsstelle in Düsseldorf befindet sich derzeit im Aufbau. Antreiberin ist dort Dr. Ulrike Gross. Ein Blick in ihre wissenschaftliche Vita zeigt, dass sie sich bisher eingehend mit afrikanischem Tanz und afrikanischen Klängen beschäftigt hat. Außerdem war sie schon bei einigen Bühnenprojekten mit von der Partie. 

Das Projekt will erreichen, dass traditionelle afrikanische Tänze nicht in Vergessenheit geraten. Wie viele Traditionen in allen Ländern der Welt droht ihnen das in der modernen Zeit. Das ist halt so. Und deshalb braucht es Menschen, die das verhindern. Dokumente und Informationen zu den Tänzen  – etwa Filme und Fotos – werden gesammelt. Damit sie denjenigen, die sich dafür interessieren,  in Zukunft zur Verfügung stehen. Ziel ist es, ein solches Datenarchiv für ein jedes afrikanisches Land vorzuhalten. Literatur zu dem Thema wird ebenso gesammelt.  

Die Macher der Initiative wollen keine Einzelkämpfer sein. Sie rufen alle dazu auf, eigene Informationen und eigenes Wissen beizutragen. Das ist gut so! 

Das ist das ein, für uns alle ganz wichtige Ziel des Projekts. Anscheinend ist es darüber hinaus so, dass es bisher keine ausreichenden Forschungen zu dem Thema gegeben hat. Deshalb wollen die Organisationen eine Forschungsstelle aufbauen, Projekte anstoßen und deren Ergebnisse öffentlich machen.

Wie gesagt, derzeit sind die traditionellen Tänze im Fokus, weil sie vom Aussterben bedroht seien. Allerdings sei es schon auch das Ziel, Zeitgenössische Rhythmen zusammenzustellen. Fernziel sei eine interaktive Tanzkarte Afrikas.

 Das Projekt hat es auf alle Fälle verdient, daran mitzuwirken. Also: Wer sich mit afrikanischen Tänzen auskennt: Heraus mit Eurem Wissen!

 

 

 

 

 

 

 

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Afrika: Party reiht sich an Party


Sie wollen gar nicht zu Ende gehen, die Feste über und rund um Afrika:

Landshut: Drei Tage – vom 8. bis zum 10. Juli – steht die Herzogsstadt ganz im Zeichen Afrikas. Die Afrikatage auf dem ehemaligen Kasernenareal bieten nicht nur das übliche, schöne kulturelle und kulinarische Programm. Die Organisatoren – das Jugendkulturzentrum der Stadt und der Verein Voice of Africa – bieten auch verschiedenen Initiativen eine Bühne. Menschen, die sich für Afrika und gegen Rassismus engagieren, dürfen sich vorstellen. Dazu gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm mit Basteln, Märchenzelt und so weiter. Stelzenläufer bewegen sich über das Festivalgelände und selbstverständlich ist viel Musik zu hören.

Schwäbisch Hall: „Für einander da sein“. Das ist das Motto vom „African Picnic“, das am 29. Und 30. Juli Am Spitalbach stattfindet. Menschlichkeit wollen die Veranstalter verbreiten. Gerade in Zeiten von Flucht und Vertreibung. Da haben sie mich selbstverständlich als Unterstützer auf ihrer Seite. Die Menschen sollen sich näherkommen und mehr über Afrika erfahren als die typischen Vorurteile.

Düsseldorf: Die bunte Welt aus Afrika den Düsseldorfern zeigen. Das ist seit elf Jahren das Ziel des Vereins „Enije vor Afrika“. Seither organisiert er die Düsseldorfer Afrika-Tage. Dieses Jahr finden sie vom 12. Bis zum 14. August im Freizeitpark an der Ulenberstraße statt. Es gibt das bekannte musikalische und kulinarische Programm. Mit Infoständen, Workshops und Diskussionsforen sollen den Besuchern aber auch sportliche, gesellschaftliche und politische Themen nähergebracht werden.

Deggendorf: Auch im niederbayerischen Deggendorf fanden sich rührige Organisatoren. Und stellen ein Afrika Fest auf die Beine. Es findet vom 19. bis zum 21. August statt. Es findet wieder im und rund um den Kapuzinerstadl statt. Im Programm findet sich auch ein afrikanischer Gottesdienst. Dazu kann ich nur sagen: Wer einen solchen noch nicht erlebt hat, der muss einfach nach Deggendorf fahren und mitmachen. Es lohnt sich!

Gauting: Noch neu im Reigen der Afrikapartys in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Afrika-Karibik-Festival in Gauting. Es findet vom 2. Bis zum 4. September im Innenhof der Josef Dosch Schule statt. Die Veranstalter versprechen einen gedanklichen Kurztripp in eine fremde Welt. Die Livebühne verspricht Reggae, Soul und vieles mehr. Wer gern handelt, ist im Basar sicherlich gut aufgehoben.

 

 

 

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Afrika: Die Party geht weiter


Der Reigen der Afrikafeste reißt auch im Juli und im August nicht ab. Wer also auf Deutschlandtour gehen will – hier finden sich einige Möglichkeiten:

Bayreuth: Vom 15. Bis zum 17. Juli steigt dort Wakadjo – das Afrika-Karibik-Festival. In der Maximilianstraße geht es zum elften Mal um Kultur, Kunst und viel Spaß. Die Veranstalter versprechen Konzerte, Filme, Workshops und speziell für Kinder ein interessantes Programm. Eintritt kostet das nichts.

Freising: Der Verein der Togoer organisiert auch heuer wieder ein Afrikafest in der Luitpoldanlage. Es findet vom 22. bis zum 24. Juli statt. Geboten sind ein afrikanischer Biergarten, eine Modenschau, Tanz- und Trommelshows, selbstverständlich ein Kinderprogramm, Live-Musik und vieles mehr.

Eschweiler: Das Afrikafest präsentiert afrikanische Kultur, Artistik und Musik. So sagen es die Organisatoren des Festivals, das am 30. Und 31. Juli am Blausteinsee stattfindet. Die Macher vom Verein Afrika e. V. haben sich einiges einfallen lassen. So gibt es unter anderem eine Modenschau, Trommelshows, einen Basar und – selbstverständlich – vieles für den Magen. Eintritt muss bei diesem Event keiner bezahlt werden.

Potsdam: Am 6. August ist am Luisenplatz ein Markt und ein Musikfestival geboten. Zum Programm gehören unter anderem eine Modenschau, Artisten und Künstler. Organisiert wird die Veranstaltung vom Internationalen Center für Deutsche und Immigration.

Aschaffenburg: Das Afrika-Karibik-Festival hat sich längst einen guten Ruf im Reigen der Afrika-Festivals erworben. Wie immer findet es im August statt. Heuer genau gesagt vom 11. Bis 15. August auf dem Festplatz. Es lockt mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Auf der Liste stehen Akrobatik-Vorführungen, Kinderprogramm, Livemusik, ein Basar und Gaumenfreuden. Angesagte Größen der Reggea-Szene haben ihr Kommen angekündigt. Die Organisatoren sprechen davon, einen Beitrag zur Menschenfreundlichkeit leisten zu wollen. Was heutzutage mehr denn je nötig ist.

Hamburg: Es hat schon Tradition: Das Alafia-Festival in Hamburg-Altona. Es findet vom 26. Bis zum 25. August statt und wird vom gleichnamigen Verein organisiert. Neben klassischen Programmpunkten wie Musik oder Basar wollen die Organisatoren Symposien zu Themen rund um Wirtschaft und Gesellschaft bieten. Angedacht ist weiterhin ein Literaturprogramm. Ausgeweitet werden soll – im vergleich zu den vorigen Auflagen – das Programm für die Kinder.

 

 

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