Monatsarchiv: Juni 2016

Gemeinsam Brücken bauen


Vorurteile bilden sich vor allem dann, wenn man den Gegenüber gar nicht richtig kennt. Gerade in diesen Tagen zeigt sich das ja immer wieder. Wir sehen es in Britannien, aber auch bei uns im Land. Wer erst einmal einen Menschen, der aus einer fremden Kultur kommt, kennengelernt hat, der denkt oftmals ganz anders über ihn.

So gesehen, ist eine neue Initiative des deutschen Entwicklungsministeriums zu loben. Ob man nun Entwicklungshilfe, wie sie derzeit organisiert wird, gut finden will oder nicht. Das Berlin einen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Ländern aus Afrika auf die Beine stellen will, ist eine gute Sache. Die jungen Menschen lernen sich kennen. Die Deutschen können über den eigenen Tellerrand hinaussehen. Was vielen gut tut. Die Afrikaner sehen, wie Deutschland wirklich ist. Und fallen danach vielleicht nicht mehr so leicht Schleppern in die Hände, die alles Mögliche versprechen.

Vorbild für die „Deutsch Afrikanische Jugendinitiative“ (DAJ) ist das Deutsch-Französische-Jugendwerk. Zunächst gibt es laut Ministerium eine Zusammenarbeit mit drei ausgewählten Ländern: Benin, Tansania und Südafrika. Das Ganze ist eine Kooperation zwischen dem Entwicklungsministerium und der Kommission der Afrikanischen Union. Als Organisator mit im Boot ist Engagement Global GmbH. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller hat das Projekt jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Möglich ist ein Austausch Einzelner genau so wie von Schulklassen. Darüber hinaus steht das Programm weiteren Gruppen offen. Dafür schafft das Ministerium ein neues Förderangebot: Jugendgruppen – Pfadfinder, Sportvereine oder Musikgruppen – begegnen sich und arbeiten gemeinsam an Themen wie Klimawandel, Armut oder ihren jeweiligen Bildern von Deutschland und Afrika. Beispielsweise können sich künftig Fußballvereine aus Benin und deutsche Teams treffen. Um derartige Vorhaben zu ermöglichen, hat die DAJ eine strategische Kooperation mit der Deutschen Sportjugend (DSJ) angestoßen. Hierüber erreicht die DAJ perspektivisch 90.000 Sportvereine.

Da­für schafft das Mi­nis­te­ri­um ein neu­es För­der­an­ge­bot: Ju­gend­grup­pen – Pfad­fin­der, Sport­ver­ei­ne oder Mu­sik­grup­pen – be­geg­nen sich und ar­bei­ten ge­mein­sam an The­men wie Kli­ma­wan­del, Ar­mut oder ih­ren je­wei­li­gen Bil­dern von Deutsch­land und Afri­ka. Bei­spiel­wei­se kön­nen sich künf­tig Fuß­ball­ver­ei­ne aus Be­nin und deut­sche Teams tref­fen. Um der­ar­ti­ge Vor­ha­ben zu er­mög­li­chen, hat die DAJ ei­ne stra­te­gi­sche Ko­ope­ra­ti­on mit der Deut­schen Sport­ju­gend (DSJ) an­ge­sto­ßen. Hier­über er­reicht die DAJ per­spek­ti­visch 90.000 Sport­ver­ei­ne.

Be­ste­hen­de Aus­tausch­pro­gram­me mit an­de­ren afri­ka­ni­schen Län­dern (zum Bei­spiel Gha­na, Ugan­da, Ru­an­da) lau­fen fort. In den kom­men­den drei Jah­ren soll min­des­tens ein Drit­tel mehr Ju­gend­li­che an den Pro­gram­men teil­neh­men. Schon heu­te en­ga­gie­ren sich über die ver­schie­de­nen BMZ-ge­för­der­ten Aus­tausch­pro­gram­me und den Frei­wil­li­gen­dienst jähr­lich rund 2 000 jun­ge Men­schen aus afri­ka­ni­schen Län­dern und Deutsch­land. Im nächs­ten Jahr wer­den im neu­en För­der­an­ge­bot 400 Teil­neh­men­de er­war­tet. Trä­ger kön­nen ab heu­te An­trä­ge stel­len.

 

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Afrika: Die Party geht weiter


Der Reigen der Afrikafeste reißt auch im Juli und im August nicht ab. Wer also auf Deutschlandtour gehen will – hier finden sich einige Möglichkeiten:

Bayreuth: Vom 15. Bis zum 17. Juli steigt dort Wakadjo – das Afrika-Karibik-Festival. In der Maximilianstraße geht es zum elften Mal um Kultur, Kunst und viel Spaß. Die Veranstalter versprechen Konzerte, Filme, Workshops und speziell für Kinder ein interessantes Programm. Eintritt kostet das nichts.

Freising: Der Verein der Togoer organisiert auch heuer wieder ein Afrikafest in der Luitpoldanlage. Es findet vom 22. bis zum 24. Juli statt. Geboten sind ein afrikanischer Biergarten, eine Modenschau, Tanz- und Trommelshows, selbstverständlich ein Kinderprogramm, Live-Musik und vieles mehr.

Eschweiler: Das Afrikafest präsentiert afrikanische Kultur, Artistik und Musik. So sagen es die Organisatoren des Festivals, das am 30. Und 31. Juli am Blausteinsee stattfindet. Die Macher vom Verein Afrika e. V. haben sich einiges einfallen lassen. So gibt es unter anderem eine Modenschau, Trommelshows, einen Basar und – selbstverständlich – vieles für den Magen. Eintritt muss bei diesem Event keiner bezahlt werden.

Potsdam: Am 6. August ist am Luisenplatz ein Markt und ein Musikfestival geboten. Zum Programm gehören unter anderem eine Modenschau, Artisten und Künstler. Organisiert wird die Veranstaltung vom Internationalen Center für Deutsche und Immigration.

Aschaffenburg: Das Afrika-Karibik-Festival hat sich längst einen guten Ruf im Reigen der Afrika-Festivals erworben. Wie immer findet es im August statt. Heuer genau gesagt vom 11. Bis 15. August auf dem Festplatz. Es lockt mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Auf der Liste stehen Akrobatik-Vorführungen, Kinderprogramm, Livemusik, ein Basar und Gaumenfreuden. Angesagte Größen der Reggea-Szene haben ihr Kommen angekündigt. Die Organisatoren sprechen davon, einen Beitrag zur Menschenfreundlichkeit leisten zu wollen. Was heutzutage mehr denn je nötig ist.

Hamburg: Es hat schon Tradition: Das Alafia-Festival in Hamburg-Altona. Es findet vom 26. Bis zum 25. August statt und wird vom gleichnamigen Verein organisiert. Neben klassischen Programmpunkten wie Musik oder Basar wollen die Organisatoren Symposien zu Themen rund um Wirtschaft und Gesellschaft bieten. Angedacht ist weiterhin ein Literaturprogramm. Ausgeweitet werden soll – im vergleich zu den vorigen Auflagen – das Programm für die Kinder.

 

 

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Schöne Ansichten aus und über Afrika


In Kulturnachrichten kommen sie häufig zu wenig oder gar nicht vor: Ausstellungen, die sich mit Kunst, Geschichte usw des afrikanischen Kontinents befassen. Also werde ich auch hier ein wenig nachhelfen. Und Euch hin und wieder berichten, was sich in dieser Szene so tut.

Fremdes Geld. Traditionelle Zahlungsmittel außereuropäischer Gesellschaften: Diese interessante Ausstellung ist noch bis zum 2. Juli in der Galerie Dogon in Berlin zu bestaunen. Darum geht es: In Afrika, Asien und Ozeanien war die Kauri-Muschel viele Jahrhunderte lang ein akzeptiertes Zahlungsmittel. Im Laufe der Zeit wurden Glasperlen, Salzbarren und vieles mehr für die ästhetische Gestaltung dieses Geldes verwendet. Die Ausstellung zeigt viele wertvolle Sammler-Stücke. So sagen es die Organisatoren.

On This Earth, A Shadow Falls Across The Ravaged Land. Fotografien von Nick Brand: Im Stadthaus Ulm gibt es noch bis zum 25. Oktober Bilder zu diesem Thema zu sehen. Der Fotograph will nach eigener Aussage Die Schönheit der Tierwelt in Ostafrika zeigen. Selbst hat er eine Stiftung – Big Life Foundation – gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum für die Tiere zu bewahren. Alle seine Fotos sind schwarz-weiß.

Yoruba – Meisterwerke einer afrikanischen Hochkultur: Das Museum der Völker in Schwaz zeigt eine Sonderausstellung, die der Kunst der westafrikanischen Yoruba gewidmet ist. Sie ist noch bis zum 6. November zu bewundern. Die Yoruba leben vor allem im heutigen Nigeria. Zu sehen sind nicht zuletzt Holzschnitzereien. Was von Masken bis zu Türen reicht. Einst hat ein Schweizer Kunstfreund die Stücke gesammelt. Jetzt sind sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Afrika’s Top Models. Schönheitsideale – Ideale Schönheit: Dem Schönheitsideal Afrikas will eine Ausstellung im Museum für Völkerkunde in Hamburg auf den Grund gehen. Sie ist ebenso noch bis zum 6. November zu bewundern. Zu sehen sind Skulpturen und Masken aus vergangenen Jahrhunderten. Aber auch moderne Fotos, Sprichwörter und Beispiele aus der aktuellen Modewelt des Kontinents. Die Macher der Ausstellung sind der Meinung, dass Afrika mittlerweile einen Einfluss hat auf das Schönheitsideal der Welt.

Übrigens: Wer sich regelmäßig über Ausstellungen oder auch Konzerte mit Bezug zu Afrika informieren will, der ist wo gut aufgehoben? Wer bisher fleißig gelesen hat, der weiß das: Richtig! Beim Afroport.

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Afrika ist ein einziges Fest


Wieder einmal bekommt Ihr von mir Tipps, wo ihr so richtig Afrika Party feiern könnt. Wie zu sehen ist, geht das auch in Österreich. Aber selbstverständlich nicht nur dort. Das ist jetzt der dritte Streich. Ich verspreche Euch: Der vierte kommt – wenn nicht sogleich dann doch schon bald.

Schlosspark Mamling: Auch in Österreich beginnen jetzt die Afrika-Festivals: Vom 1. Bis 3. Juli ist es rund um das Schloss Mamling soweit: Die Veranstalter sprechen von über 60 Ausstellern, nennen Schlagworte wie Essen, Workshops und Kinderprogramm. Auf alle Fälle stehen die drei Tage im Zeichen der afrikanischen Kultur. Es gibt Live-Musik, Kamelreiten. Und – wie könnte es anders sein – eine große Auswahl afrikanischer Speisen. Filme über den Kontinent runden das Programm ab.

Harbach: Dort steigt vom 13. Bis zum 17. Juli das Kasumana-Festival. Untertags sorgen zahlreiche Workshops für Kinder und Erwachsene für Unterhaltung. Es gibt einen bunten Bazar, Filmvorführungen und Diskussionsrunden. Am Abend wird das Festival zu einer großen Tanz-Party. Zumindest versprechen das die Organisatoren vom Verein zur Förderung interkulturellen Austausches. Bei Live-Konzerten treten international bekannte Künstler auf. Mit dabei sind beispielsweise Sekou Kouyate aus Guinea oder Mokoomba aus Zimbabwe. Weitere Musiker kommen aus Burkina Faso, dem Kongo oder auch Jamaika. Neben Reggae wird auch traditioneller Gesang aus Afrika ertönen.

Bonn: In der ehemaligen Bundeshauptstadt dürfen sich die Einheimischen und die Gäste auf das Afrika Orient Kulturfestival freuen. Es findet vom 15. Bis zum 17. Juli statt. Der Veranstalter ist eine professionelle Agentur. Was aber gar nichts ausmacht, denn das Programm kann sich sehen lassen. Das Beste ist – denn das gilt nicht für alle Feste dieser Art: Der Eintritt ist frei. Nicht zu Zuschauen und Zuhören ist angesagt. Wer will, kann bei Workshops Trommeln, Tanzen oder Gospelsingen lernen. Besonders stolz sind die Veranstalter nach eigenem Bekunden auf Ihr Kulturzelt. Dort gibt es Lesungen bekannter Schriftsteller, Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen.

Wiesbaden: Die Freunde Afrikas laden am 16. und 17. Juli auf dem Festivalgelände Gramenz zum Afrika-Festival. Und das ist gut so. Trommeln und weiter Musikklänge sind zu hören. Wer will, darf ausprobieren, ob er denn ein Meistertrommler ist. Oder ob zumindest einer aus ihm werden kann. Und der Magen muss keinen Hunger leiden.

Wunsdorf: Hier ist der Afrika-Karibuni-Verein für die tollen Tage verantwortlich. Sie finden vom 27. Bis zum 31. Juli an der Strandterrasse und der Uferpromenade am Steinhuder Meer statt. Die Veranstalter sprechen von Völkerverständigung und Austausch. Genau darum geht es. Sie kündigen Kulinarische, Kunst und Musik aus verschiedenen Regionen Afrikas an.

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Afrika kann auch Wirtschaft und Technik


Wirtschaft ist jetzt nicht ganz so mein Fall. Ich denke, das habe ich schon einmal wissen lassen. Und trotzdem muss ich mich jetzt wieder auf dieses Feld begeben. Denn jüngst stieß ich auf eine Internetseite. Die für einen, der sich für Wirtschaft interessiert, schon etwas bringt. Und auch dem, der sich für Afrika interessiert.

Der kann dann gleich einmal mit alt bekannten Vorurteilen aufräumen. Afrika sei rückständig – oder so. Ich spreche von afrikonomics. Die Macher der Seite wollen Einblicke geben in die afrikanische Ökonomie. Die Autoren sind allesamt freie Journalisten, Universitätslehrer, Studenten oder Unternehmer. Sie teilen ein Ziel. So sagen sie es zumindest: Sie glauben an das Wachstum von Afrika, das Tag für Tag zu beobachten sei. Das stimmt. Wir müssen nur genau hinsehen.

Gegründet hat diese Internetplattform Dr. Cisse. Er arbeitet zehn Jahre lang an führender Position in der Sparte Bergbau. Er kennt Afrika und den mittleren Osten wie seine Westentasche. Die Plattform gibt es seit vergangenem Jahr.

Auf der Internetseite sind regelmäßig Nachrichten zu folgenden Themenbereichen zu lesen: Wirtschaft, Energie, Bergbau, Immobilien, Börse und Technologie. In den Augen der Initiatoren besonders interessante Meldungen sind groß auf der Startseite zu sehen. Ansonsten gibt es ein Menü, über das die einzelnen Themenbereiche zu erreichen sind. Die Macher der Seiten betonten das eigene journalistische Handwerk. So lehnen sie es ab, reine Pressemitteilungen zu veröffentlichen.

Wer will, kann sich mittels eines Newsletters über Wirtschaft und Technologie in Afrika auf dem Laufenden halten. Positiv fällt auf, dass diese Seiten im Internet absolut nicht überfrachtet sind, was Werbeanzeigen betrifft. Was das Lesen der Nachrichten doch sehr angenehm macht. Wer will, kann über ein Kontaktformular direkt mit den Autoren der Seite Tuchfühlung aufnehmen.

Wie gesagt, ich bin jetzt kein großer Wirtschaftsexperte. Ich werde mich auch in Zukunft nicht sonderlich für Wirtschaft interessieren. Es ist halt nicht mein Gebiet. Jedoch folge ich der Plattform trotzdem auf Twitter. Denn das Projekt hat Aufmerksamkeit auf alle Fälle verdient.

 

 

 

 

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Der afrikanische Sommer geht weiter


Der Afrikanische Sommer geht weiter. Hier wieder einige aktuelle Veranstaltungstipps:

Ingolstadt: Dort geht es am 11. Juni auf dem Paradeplatz ab. Geboten sind afrikanische Musik, Tanz, Trommeln, Malerei und Fotografie. Die Teilnehmer bieten zahlreiche Aktionen für Kinder. Die dürfen beispielsweise mit Fußbällen aus Bananenblättern auf die Torwand schießen. Wer will, kann sich afrikanisch schminken lassen. Es werden Rastazöpfe geflochten und Perlenschmuck wird gebastelt. Selbstverständlich gibt es jede Menge afrikanisches Essen.

Nürnberg: Vom 16. Bis 19. Juni verwandelt sich die Pegnitzwiese in Afrika. Der Veranstalter 1Love e. V. nennt sein Fest kosmopolitisches Festival. Auf dem Afrikamarkt gibt es vielerlei Waren – zum Beispiel Masken und Trommeln. Wie in Ingolstadt fehlt der Gaumenschmaus auch in Nürnberg nicht.

Suttgart: Fast gleichzeitig (Beginn ist am 17. Juni) steigt hier das Afrikafest. Die Veranstalter versprechen auf dem Ernst-Reiter-Platz Musik, Tanz, Theater, einen Handwerker-Basar und ein großes Angebot für Kinder. Die Generationen sollen zusammenkommen und ihre Vorurteile abbauen. Der Verein Baye-Fall veranstaltet das Fest. Er will den Dialog zwischen den Kulturen fördern.

Forchheim: Vom 1. Bis zum 3. Juli finden in Forchheim bei der Kaiserpfalz in der Kapellenstraße die Afrika-Kulturtage statt. Die Veranstalter locken – wie könnte es anders sein – mit Musik. Außerdem gibt es literarisches zum Thema Afrika, eine Ausstellung wartet auf die Besucher. Wie bei so vielen Festen dieser Art wird ein Basar aufgebaut und es gibt kulinarische Köstlichkeiten vom bunten Kontinent (schwarz ist der bestimmt nicht). Das Pfalzmuseum und das Junge Theater Forchheim zeigen für das Rahmenprogramm verantwortlich.

Pforzheim: Ein Gospel- und ein Afrikafestival gibt es im Enzzauenpark. Und zwar vom 1. Bis zum 3. Juli. Aufgebaut ist eine Bühne, von der herunter Livemusik erklingen wird. Auf der großen Wiese wartet ein Basar auf neugierige Augen – und selbstverständlich auf Kunden. Für die kleinen Gäste ist bestens gesorgt. So versprechen es zumindest die Veranstalter. Auf dem Programm steht darüber hinaus ein Gospel-Gottesdienst.

Wassertrüdingen: Vom 8. Bis zum 10. Juli läuft das Afrika Karibik Fest. Die Veranstalter versprechen drei Tage Musik auf vier Bühnen, internationale und nationale Künstler wie etwa Jamaram. Das Rahmenprogramm lässt sich sehen: Es gibt eine kulinarische Meile, Yoga einen großen Kunsthandwerkermarkt und ein Programm für die Kleinen.

Wer sich umfassend über die verschiedenen Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf dem Laufenden halten will, der ist bei Afroport gut aufgehoben.

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Ein geschichtsträchtiges Volk – die Soninke


Heute stelle ich Euch die Volksgruppe der Soninke vor. Ein Blick auf sie ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil es die Träger eines der ältesten Staatsgebildes auf dem afrikanischen Kontinent sind. Bereits für das achte Jahrhundert nennen Quellen das so genannte Reich Gana. Das übrigens nichts mit dem heutigen Staat Ghana zu tun hat.

Die Wohnsitze der Soninke liegen an den Oberläufen des Senegal und des Niger. Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht gleichermaßen. Bereits seit dem vierten Jahrhundert nach Christus verstanden sie sich auf die Eisenbearbeitung – stellten Werkzeuge und Waffen aus Eisen her. Im elften Jahrhundert traten die Herrscher zum Islam über. Seither ist diese Religion in Westafrika von Bedeutung.

Sie lebten an günstiger Stelle, an den Handelsrouten zwischen Sahara und dem Regenwald. So entstanden mehrere Handelsorte, darunter Koumbi Saleh – gelegen im heutigen Mauretanien. Es mauserte sich zur Hauptstadt von Gana. Goldlagerstätten befanden sich im Einzugsgebiet der Soninke. Es wurde zu einem Handelsgut bis nach Arabien und Europa.

Im 13. Jahrhundert war es dann mit Glanz und Gloria vorbei, Gana ging im Reich Mali auf.

Heutzutage gibt es rund zwei Millionen Soninke. Die meisten von ihnen leben in Mali, es sind dort rund 800 000. In Guinea finden wir rund 300 000, in Burkina Faso 200 000. Im Senegal schließlich gibt es 90 000, in Mauretanien 70 000 und in Gambia rund 50 000. Die Mehrzahl von ihnen gehört dem Islam an. Nach wie vor hängen viele an traditionellen Religionen, Christen indes gibt es nur wenige. Die Sprache der Soninke gehört zu den Mandesprachen.

Wer mehr über die Soninke wissen will, dem sei unter anderem das von mir bereits auf diesen Blog vorgestellte Buch von Winfried Speitkamp ans Herz gelegt.

 

 

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