Beiträge mit dem Schlagwort: Archäologie

Mit Pickel und Schaufel


 

Ich grabe gerne im Untergrund. Ja – ich wühle gerne im Boden herum. Nun gut – zugegebenermaßen habe ich das schon lange nicht mehr gemacht. Als Student war ich aber so unterwegs – auf einigen archäologischen Ausgrabungen rund um Regensburg. Weil ich eben Vorgeschichte studierte habe. Es stimmt: Bis nach Afrika bin ich damals noch nicht gekommen.

Mittlerweile habe ich mich unter die Schreiberlinge und Autoren gemischt. Aber Archäologe ist bis zum heutigen Tag mein Faible. Wer seit Beginn meines Blogprojekts mit von der Partie ist, weiß das ja bereits. Auch, dass es schwer ist, an Nachrichten und Neuigkeiten über afrikanische Archäologie zu kommen.

Es gibt zum Glück eine Organisation, die etwas gegen dieses Manko unternimmt: Die Vereinigung der Archäologen Afrikas. Korrekt heißt sie: PanAfrican Archaeological Association of Prehistory and Related Studies.

Sie geht auf eine Initiative von Louis Leakey in Kenia zurück. Er organisierte den ersten afrikanischen Archäologenkongress im Januar 1947 in Nairobi. 54 Delegierte aus 27 Ländern waren dazu angereist. Sie verabschiedeten auch gleich eine Satzung für die Organisation – der Franzose Henry Breuil wurde zum ersten Vorsitzenden bestimmt.

Die Gruppe wollte ihre Erkenntnisse austauschen und ein Forum bieten, diese zu veröffentlichen. Es geht seither um Forschungen in der Geologie, Klimakunde, Paläontology – und eben Archäologie.

Bis zum heutigen Tag gehen Tagungen – immer in einer anderen afrikanischen Stadt – über die Bühne. Die Geschichte der Gruppe ist zwar über die Jahrzehnte hinweg ein Auf und Ab. Es gibt Zeiten, da liegen viele Jahre zwischen den einzelnen Treffen. Aber solche Durststrecken kennt ein jeder Verein. Mittlerweile gibt es die Kongresse wieder regelmäßig.

Und das Best dabei: Die Vorträge und Referate der wissenschaftlichen Tagungen gibt es nicht nur zusammengefast in gedruckter Form. Nein, wir haben sie online zur Verfügung. Jeder, der will, kann sie auf http://new.panafprehistory.org einsehen und im PDF-Format herunterladen.

Ihr könnt jetzt einwenden, wer interessiert sich schon für Steinzeitgruppen aus der südlichen Sahara. Oder über Kultgegenstände aus dem 14. Jahrhundert aus Ostafrika. In beiden Fällen wäre ich bei mir selbst auch nicht so sicher. Über den Beginn der Landwirtschaft im westlichen Regenwald: Da bin ich schon eher mit dabei.

Sicherlich ist vieles davon nur für absolute Experten interessant. Jedoch ist es ein Zugewinn, diese Erkenntnisse im Internet frei zugänglich zu wissen. Sie zeigen das breite Spektrum der Forschung – und wer sich informieren will, muss nicht tagelang durch Bibliotheken stöbern.

 

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Archäologie ist mein Steckenpferd


Archäologie ist mein Steckenpferd. Überhaupt Geschichte – ich interessiere mich absolut dafür. Schon in der Schule war es mein Lieblingsfach. Wie es weiterging? Für die Antwort ist hier kein Platz, jeder ist aber eingeladen, auf der “Über mich” Seite das genauer nachzulesen.

Zurück zur Schule: Dort war ich in der Minderheit. Leider interessiert Geschichte nicht jeden. Es ist auch unter den Erwachsenen so. Und bei Archäologie ist die Schar der Fans noch kleiner. Dabei ist es wichtig, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Ich bin zumindest der Meinung.

Afrika macht Spaß

Afrika macht Spaß

Bei unserem Thema Afrika bedeutet das aber folgendes: Informationen über die Historie des Kontinents finden sich noch viel weniger als grundsätzliche realistische Beschreibungen der Region. Geschichtsbücher über Afrika in einer normalen Bücherei: Fehlanzeige. Vor allem, wenn es sich um die Vorgeschichte handelt. Die Zeit, mit der sich Archäologen beschäftigen. Vor allem sind Abhandlungen zu finden, die sich mit der Kolonialzeit befassen. Bei den Jahrhunderten davor wird es schnell dünn.

Im Internet sieht es nicht viel anders aus. Da muss sich der Interessierte viele Stunden durch das Netz wühlen, bis er auf Infos stößt. Zum Glück gibt es aber die Ausnahme von der Regel. Ich blicke dabei auf das Portal www.afriwhere.de. Immerhin: Die Seite bietet einen guten Einstieg für jeden, der sich mit Geschichte und Kultur des Kontinents beschäftigen möchte.

Afrikanische Historie beginnt hier nicht mit dem Auftreten der ersten Europäer dort. Es wird gezeigt, wie sich der Mensch entwickelte – und dass es nicht nur in Ostafrika Spuren von unseren Vorfahren gibt. Speziell auch im Regenwald, der oftmals in den archäologischen Darstellungen ausgelassen wird. Sicherlich muss der, der tiefer dringen will, trotzdem weitersuchen. Der Einsteiger bekommt aber eine gute erste Übersicht. Und weiß dann, wo er weitersuchen soll. Es fehlen dann weitere Darstellungen der Geschichte bis in die Neuzeit nicht.

Weiter gibt es Beschreibungen der wichtigsten  Bevölkerungsgruppen in Afrika. Gesprochen wird über die kulturellen Grundlagen des Kontinents. Es gibt zumindest kurze Einblicke in Kunst, Musik und Tanz des Kontinents. Die Autoren stellen die Natur und die Tierwelt dar. Sie lassen das sicherlich nicht einfache Thema Religion nicht aus.

Wer will, kann sich auch in speziellen Ländern umsehen. Es gibt eine vollständige Aufstellung aller Nationen. Und dort finden sich wiederum Informationen zu all den Kategorien, die ich bisher kurz geschildert habe.  Der vielleicht einzige kleine Makel: Es fehlen in Gänze Quellenangaben. Was in meinen Augen schon dazugehören würde.

Wie gesagt, das Portal liefert zugegebenermaßen keine Experteninformationen. Dafür müssen wir weiterhin suchen. Aber wer einfach einmal ein wenig Eintauchen will in Geschichte, Kunst und Kultur Afrikas, der ist hier sicherlich gut aufgehoben. Mir gefällt es einfach, dass sich die Autoren des Portals die Mühe gemacht haben, Grundlegendes zusammenzutragen. Geht es Euch genauso?

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