Monatsarchiv: Oktober 2016

Freundschaft und Verständigung


Anders Denken – Anders Reisen. So überschreibt der Sahara Club auf seiner Internetseite den Teil, in dem er sich vorstellt. Und spricht mich auf alle Fälle an. Gefunden haben sich in dem Verein Wüstenfreunde und Weltenbummler. So beschreiben sie sich selbst.

Den Club, der ein eingetragener Verein ist, gibt es seit 1984. Davor bestand ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich für die Sahara interessieren. Die große Wüste in Afrika. Mittlerweile gibt es nach eigener Aussage Mitglieder aus verschiedenen Ländern.

Freundschaft und Verständigung. Das sind weitere Begriffe, die dem Sahara Club wichtig sind. Ziele des Vereins sehen demnach, freundschaftliche Bande mit den Menschen auf diesem Teil der Welt zu knüpften und Verständnis für deren Kultur zu wecken. Da hat mich der Verein voll auf seiner Seite.

Es gibt eine Clubzeitschrift, die vier Mal im Jahr erscheint. Selbstverständlich dient sie einmal dem Meinungsaustausch seiner Mitglieder. Jedoch hat auch ein jeder etwas davon. Denn Es gibt Wissenswertes über die Sahara darin zu lesen. Mitglieder veröffentlichen darin auch ihre Reiseberichte. Einige von denen sind auch auf der Internetseite des Clubs zu finden. Einfach Mal hineinschauen also.

Regelmäßig finden Stammtische statt: in Rüsselsheim (Hessen), Hambach (Pfalz), Kassel (Nord-Hessen, Süd-Niedersachsen), Isensee bei Winhöring (Bayern), Siegburg (Bonn/Rhein-Sieg) und München. Es wäre also möglich, einmal persönlichen Kontakt zu knüpfen, ohne gleich eine Weltreise unternehmen zu müssen. Denn Nichtmitglieder seien jederzeit willkommen.

Außerdem gibt es drei Mal im Jahr Clubtreffen statt. Sie finden immer an Wochenenden statt. Dabei gibt es Reiseberichte als Dia- oder Videoshow, Vorträge über die Geographie, Geschichte, Kultur, Wissenschaft oder Religion der Region Sahara. Außerdem sind eine Reiseinfobörse und Workshops organisiert. Auch hier darf jeder kommen, ein Mitgliederausweis wird nicht verlangt.

Die Begriffe von weiter oben sind nicht nur so daher gesagt. Der Sahara-Club unterstützt immer wieder Projekte in Afrika, wie zum Beispiel ein Waisenhaus in Agadir und eine Schule in Mali.

Grundsätzlich lohnt sich ein Blick auf die Internetseite des Vereins. Es gibt nämlich neben Fotos aus der Sahara auch viele weitere Links zu anderen Organisationen und Infoquellen rund um Afrika und das Weltenbummeln.

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Kunst aus Afrika in Bayern


In den kommenden Wochen starten wieder einmal interessante Ausstellungen. Die Kunstfreunde sollten diesmal ganz intensiv nach Bayern blicken:

Francis Kéré. Radically simple: Der in Burkina Faso geborene und seit 2005 in Berlin ansässige Francis Kéré gehört zu den wichtigsten internationalen Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Er erhielt Auszeichnungen für seine gesellschaftlichen und ökologischen Ansätze. Er hat viele nationale und internationale Preise gewonnen. In Fachkreisen ist er auf dem ganzen Erdball ein Begriff. Er gilt – so sagen es die Ausstellungsmacher – in Afrika als Vorbild für die kommende Generation. In Deutschland erreichte er ab 2009 besondere Aufmerksamkeit mit dem Projekt Operndorf Afrika für Christoph Schlingensief. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert mit der Ausstellung die bislang größte Überblicksausstellung zu seinen ausgeführten Werken und laufenden Projekten. Zu sehen sind Bauten aus seinem Heimatdorf – aber auch Projekte aus Deutschland und China. Die Ausstellung ist vom 16. November bis Ende Februar zu bewundern. 

Stolen Moments. Namibian Music History Untold Um die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er und Ende der 1980er Jahre geht es im Iwalewahaus in Bayreuth. Die Ausstellung startet am 4. November und läuft bis in den April hinein. Später soll sie auch in Berlin und Basel zu sehen sein. Dargestellt wird die eher unbekannte Musikgeschichte des Landes. Die Ausstellung widmet sich unter anderem der Ahnengalerie der namibischen Unterhaltungsmusik und den wegweisende Musikern und Musikerinnen des Landes samt ihrer Musik. Die Bergung und Sichtbarmachung von Liedern und Geschichten dient schließlich nicht allein der Ausleuchtung eines bisherigen dunklen Punktes der jüngeren afrikanischen Musikgeschichte. Werke folgender Künstler sind vertreten: Ben Molatzi, Wiks Louw, Willy Collins, #Kharixurob, Samuel Flermuis, Kakuja Kembale, The Rocking Kwela Boys, Rita Ikwambi, The Ugly Creatures, Kwela and Lexington, Papa Shikongeni, Phillipus Shehama, David Amukoto, Sandile Pazvakavamwa, Stephan Zaubitzer 

Tribal Art Auktion. Sie findet im Kunstaktionshaus Zemanek-Münster in Würzburg statt. Im Blick sind dabei mehrere Privatsammlungen: Einmal ist es die Sammlung von Poul Mørk (1938-2013), dem langjährigen Kurator der Afrika Abteilung des Nationalmuseums von Dänemark. Die Sammlung über das koloniale Kamerun des Malers und Grafikers Wolfgang Röhricht (1886-1953) ist dabei. Die Sammlung von Rolf Christoph Lutz (1930-2016), Mediziner der Basler Mission in Ghana, gehört dazu. Außerdem wichtige Ethnographika der Kolonialsammlung Kloppe in Deutsch-Südwest. Die Vorbesichtigung zur Auktion findet vom 2. bis 4. November – 10 bis 19 Uhr – und am 5. November von 9 bis 13.30 Uhr statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Plattform Afroport

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Eine Stimme für Afrika


Afrika eine Stimme geben. Das ist mein Anliegen. Und dabei bin ich nicht allein. So gibt es in Köln die Initiative Stimmen Afrikas. Sie will afrikanischen Autoren und Schriftstellern ein Podium bieten. Im sogenannten Allerweltshaus gibt es Lesungen. Einmal im Monat – zumeist sonntags zwischen 13 und 15 Uhr. Vorgestellt werden Autoren und Autorinnen, deren Werke kürzlich auf Deutsch erschienen sind. Das Allerweltshaus existiert im Übrigen einmal als richtiges Gebäude. Außerdem ist es ein Verein, der unter anderem Migranten Unterstützung bietet. 

Initiatorin des Projektes ist Christa Morgenrath. Sie wirkt als Literaturwissenschaftlerin und Dramaturgin. Der Austausch mit anderen Kulturen liegt ihr besonders am Herzen. Was sich bereits in weiteren Projekten niedergeschlagen hat. Morgenrath war mehrere Jahre in Westafrika tätig. Die Stimmen Afrikas gibt es seit 2009. Sie haben sich in Köln als ein ständiges Forum für den Diskurs über Nord-Süd-Verhältnisse, Kultur und Politik in Afrika und Europa etabliert.

Die Macher geben auf ihrer Internetseite Einblick in die moderne Literatur aus Afrika. Sie entstand demnach um 1950. Als der Bevölkerung des Kontinents seine kulturelle Eigenständigkeit bewusst wurde. Parallel dazu verliefen die Bemühungen nach der politischen Unabhängigkeit. Nachdem in den 60er Jahren die meisten afrikanischen Länder unabhängig geworden waren, sei die afrikanische Literatur immer politischer und kritischer geworden. Nachkoloniale Zustände, Neokolonialismus, politische Verfolgung und Unterdrückung standen im Fokus. Gleichzeitig erschienen immer mehr Romane und Erzählungen afrikanischer Schriftstellerinnen, die meist bewegende Frauenschicksale schildern würden. In der jüngeren Vergangenheit habe sich das Themenspektrum stark erweitert.

Im Allerweltshaus gibt es eine Leihbibliothek mit mehr als 500 Medien mit dem Schwerpunkt Afrika. Es finden sich darunter belletristische Werke afrikanischer Autoren, Kinder- und Jugendbücher sowie diverse Sachbücher. Im Regal stehen Klassiker der afrikanischen Literatur wie Chinua Achebe oder Ngugi wa Thiong’o sowie aktuelle Werke der Autorinnen, wie Fatou Diome oder Patrice Nganang. Das Gute daran ist, das jeder, der interessiert ist, von daheim aus einen Blick auf die Bücherregale werfen kann. Sie sind alle Online mit Beschreibung des Inhalts auf der Internetseite von Stimmen Afrikas zu finden.

Neben den Lesungen gibt es immer Mal wieder auch Filme über verschiedene Themen über den afrikanischen Kontinent und seine Bewohner.

 

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Die Wirtschaft blickt nach Afrika


Seit 1996 versammeln sich Menschen aus allen Bereichen der Wirtschaft in Deutschland und engagieren sich für ein gemeinsames Ziel: Wollen die Öffentlichkeit aufmerksam machen. Aufmerksam auf das wirtschaftliche Potenzial der 14 Länder der Southern African Development Community – kurz SADC. Und sie haben mich dabei selbstredend als Unterstützer an Bord. Von wegen Afrikaner sind nur Bittsteller. Das stimmt eben nicht.

Wir sprechen hier von der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft – der SAFRI. Sie wird getragen vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen und dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft. Es sind also viele Organisationen an Bord. Was den einen oder anderen sicherlich überrascht. Auch deshalb will ich diese gute Initiative hier vorstellen. Die Träger wollen gemeinsam die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Subsahara-Afrikas ein enger machen.

Wobei diese Beziehungen nachhaltig und partnerschaftlich sein sollen. So steht es auf der Internetseite von SAFRI geschrieben. Die Macher wollen darauf aufmerksam machen, dass der afrikanische Kontinent durchaus Chancen bietet. Der Dialog zwischen Deutschland und Afrika soll gefördert werden. Eine Plattform für den Austausch ist im Blick. Es brauche mehr an wirtschaftspolitischen Austausch als bisher

Um mich hier nicht falsch zu verstehen: Sicherlich wird es den beteiligten Firmen vor allem um den eigenen Profit gehen. Sonst wären da keine Unternehmer dahinter. Trotzdem ist es gut, wenn Afrikaner als Partner erkannt werden. Und wenn die Geschäfte gut laufen, haben eben alle etwas davon.

Die Initiative organisiert regelmäßig Veranstaltungen mit afrikanischen Botschaftern, Politikern und Geschäftsleuten. Auf dem Programm stehen auch Wirtschaftskongresse auf afrikanischem Boden. Im Februar geht es dazu nach Kenia.

Die Organisation besteht seit 1996. Sie entstand auf Anregung des damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl. Erklärtes Ziel war es, das Interesse der deutschen Außenwirtschaftspolitik auf das südliche Afrika zu lenken, um dieses auf der wirtschaftspolitischen Weltkarte Deutschlands zu positionieren. Und das ist heute wichtiger denn je.

Die eigentliche Gründung fand im Oktober 1998 auf einer Konferenz in Windhuk, Namibia statt. Es entstand auch ein Gründungsdokument: die „Declaration of Windhoek“ Mit Beginn des Jahres 2015 entschieden sich die SAFRI-Träger, ihre Kooperation zu vertiefen und die Regionalinitiative auf alle Länder Subsahara-Afrikas auszuweiten. Den Vorsitz der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft hat derzeit Professor Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen, inne.

 

 

 

 

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Musik und Rhythmus aus Afrika


Musik und Rhythmus – vor allem das verbinden wir mit dem Kontinent Afrika. Zu Recht. Denn vor allem in den Klängen der modernen afrikanischen Künstler – aber auch durch die traditionelle Musik – ist die Lebensfreude der Menschen von dort vor allem zu spüren. Die Internetplattform afromix  bietet all denen eine Hilfe, die tief in die Musikwelt Afrikas eintauchen wollen. Sie selbst sieht sich darüber hinaus als Hinweis- und Tippgeber zu weiteren Aspekten des afrikanischen Lebens und Brauchtums.

Der einzige kleine Schönheitsfehler, den die Website hat, ist , dass man englisch, französisch, spanisch oder portugiesisch können und verstehen muss, um sich auf ihr zurechtzufinden. Denn in Deutsch gibt es sie leider nicht. Aber das müsste ja zu schaffen sein.

Zu finden ist eine umfangreiche Sammlung von afrikanischen Interpreten, Bands und Musikstilen. Und eine Auflistung von Instrumenten, die typisch für die bestimmten Regionen sind. Das Ganze ist aufgeteilt auf die einzelnen Länder. Auf der Startseite ist es möglich, zwischen den einzelnen Regionen zu wählen. Einen Klick weiter sind dann die verschiedenen Länder mit den Infos zu finden. Aufgelistet sind dabei auch karibische Staaten. Was Sinn macht, kommt doch ein großer Teil der dortigen Kultur ursprünglich aus Afrika. Der Kolonialismus lässt grüßen.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt Links auf weitere Internetseiten, die Informationen und Neuigkeiten zur afrikanischen Musik bereitstellen. Allerdings sind anscheinend nicht alle aktuell und nicht alle Seiten abrufbar. Aber immerhin. Dazu gibt e weitere Infos und Tipps, die über Stichworte wie Kultur oder Gesellschaft abrufbar sind. Auch über Religion und Mode gibt es etwas zu erfahren. Der Name der Seite ist also berechtigt. Auch wenn die Musik einen Hauptteil einnimmt.

Mehr über die Initiatoren ist durch einen längeren Text in französischer Sprache zu erfahren. Als Kontaktperson ist auf der Seite Fabrice Gaillard aufgeführt: Die Adresse lautet 4 rue Edourad Branly, 92130 Issy les Moulineaux in Frankreich. Auch eine Mailadresse gibt es. Sie lautet: webmaster@afromix.org.

Die Macher der Seite entschuldigen sich auf Ihr, dass sie leider keine CD‘s verkaufen können. Anscheinend gab es wohl – und das ist gut so – Anfragen in diese Richtung. Es gibt auf der Seite aber Hinweise, wo Freunde der Musik aus Afrika diese erwerben können.

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