Monatsarchiv: Januar 2015

Kleinode der afrikanischen Kunst


Bei unserer Reise durch die Museen mit afrikanischer Kunst sind wir ja vergangenes Mal schon in Sachsen angekommen. Und hier sollten wir das Afrikahaus Sebnitz auf keinen Fall links liegen lassen. Es besteht seit 2001, neben dem Museum existiert eine Bibliothek und eine Begegnungsstätte. 

Das Haus birgt rund 4000 Exponate. Es ist das einzige Museum dieser Art im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Es gibt mehrere Ausstellungsschwerpunkte: Das ist einmal die deutsche Kolonialzeit mit Exponaten aus Namibia und Südafrika. Es gibt Masken aus Gabun und eine Fotodokumentation über das Wirken Albert Schweitzers. Außerdem ist ein Teil der Ausstellung dem Andenken des deutschen Afrikaforscherss Heinrich Barth gewidmet. Die Stücke stammen aus der Sammlung der Heinrich-Barth-Gesellschaft.

Hinter dem Projekt steht der „Freundeskreis Afrikahaus Sebnitz“. Er organisiert regelmäßig Vorträge, Filmvorführungen und vieles mehr. Das Museum ist in der Hertigswalder Straße 12 bis 14 zu finden. Es ist Januar bis zum 29. März Dienstag von 10 bis 15 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ansonsten täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr. Die jeweils aktuellen Öffnungszeiten finden sich im Internet.

Ein Weiteres Kleinod ist das Völkerkundemuseum Herrnhut. Es bewahrt gegenwärtig rund 6000 ethnographische Objekte. Missionare der Evangelischen Brüder-Unität haben sie in der Zeit zwischen 1878 und 1940 zusammengetragen. Die Sammlung des Hauses gehört auf Grund ihrer Geschichte in die Reihe der Missionsmuseen. Dabei zählt das 1878 gegründete Herrnhuter Museum (mit seinem Vorläufer, dem seit 1758 nachweisbaren Naturalienkabinett der Brüder-Unität) zu den ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum. So ist es auf der Internetseite des Hauses zu lesen.

Mit seinem im Gründungsnamen geäußerten Anspruch eines „ethnographischen kultur- und naturhistorisch-wissenschaftlichen Museums“ stelle es innerhalb der Missionsmuseen, die vordergründig zur „Missionspropaganda“ gegründet wurden, eine der wenigen Ausnahmen dar. Durch die Übernahme aus anderen Einrichtungen (1926: Sammlung der Missionskinderanstalt Kleinwelka, 1947/48: Reste des brüderischen Naturalienkabinetts Barby/Niesky, um 1960: brüderische Sammlung aus Neudietendorf) sind in der Gegenwart große Teile der ethnographischen Sammlungen aus den Missionsgebieten der Brüder-Unität in Herrnhut konzentriert. Die Ausstellungsstücke stammen in der Mehrheit aus jenen Regionen, in denen die Herrnhuter Missionstätigkeit betrieben. Das Museum ist geöffnet: Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 9 bis 12 und 13:30 bis 17 Uhr. Am 24. und 31. Dezember geschlossen. Alle Ausstellungen sind barrierefrei zugänglich (auch für Elektrorollstühle), das Museum verfügt über einen Aufzug und eine behindertengerechte Sanitäranlage.

 

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Kunst und Musik aus Nigeria


In den vergangenen Wochen habe ich Euch ja einige Tipps gegeben, um sich über Geschichte und Kultur Afrikas zu informieren. Ihr wisst schon, die Reise durch die Welt der Museen. Ein wenig tritt da in den Hintergrund, dass es an aktueller Kunst und Musik ja auch so einiges gibt. 

Das soll auf keinen Fall vergessen werden. Wer sich darüber informieren will, ist im Centre for Contemporary Art in der nigerianischen Metropole Lagos gut aufgehoben. Sicher ist das, was dort besprochen wird, nur ein kleiner Ausschnitt. Der jedoch sehr wohl einen Einblick in die Schaffenskraft zeitgenössischer afrikanischer Künstler gibt. 

Es handelt sich dabei um einen unabhängigen, gemeinnützigen Künstlerdachverband, der sich im Dezember 2007 gegründet hat. Er will eine Plattform für die Entwicklung, Präsentation und Diskussion zeitgenössischer Kunst und Kultur in Nigeria sein. 

Künstler sollen unterstützt werden – etwa durch Ausstellungen, Seminare und Workshops. Die Veranstaltungen werden auf der Internetseite der Organisation vorgestellt und erklärt. Die jüngste Ausstellung zeigte das Werk der Malerin Odun Orimulade. Zu Gesprächen und Diskussionen werden auch Künstler aus dem Ausland eingeladen. Im November war der Ghanaer Godfried Donkor zu Gast. 

Im Internet sind all diese Veranstaltungen gut mitzuverfolgen. Denn sie sind alle ausführlich erklärt. Dazu gibt es Publikationen zu einzelnen Künstlers sowie Hinweise zu deren eigenen Internetseiten. Wer will, kann sich mittels eines Newsletters auf dem Laufenden halten. Ich denke, so ist es gut möglich, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was derzeit in der nigerianischen Kunstszene so alles geboten ist. Gleiches könnt Ihr machen, indem Ihr euch regelmäßig den Blog des Kunstzentrums zu Gemüte führt. Ein Link dahin ist unproblematisch auf der Internetseite zu finden. 

Und solltet Ihr tatsächlich einmal nach Lagos kommen: Das Centre for Contemporary Art beherbergt eine Bibliothek über die bildende Kunst Westafrikas. Sicherlich interessant, ist dieser Teil des Kontinents doch seit Jahrtausenden für seine kulturelle Vielfalt bekannt. Zumindest denen, die sich für Afrika interessieren. Ihr könntet in über 4000 Büchern, Katalogen, Broschüren, Journalen und Videos stöbern.

 

Für alle Fälle: Die Kontaktdaten sind:

Centre for Contemporary Art

9McEwen Street, Yaba, Lagos

ccalagos@gmail.com

 

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Afrika in Bremen und Dresden


 

 

 

Bei unserer Reise durch die afrikanische Museumswelt machen wir diesmal an der Weser halt. Und besuchen das Übersee Museum Bremen. Ferne Kontinente faszinieren seit jeher Reisende und Daheimgebliebene. So steht es auf der Internetseite zu lesen. Ja – Das macht neugierig.

Das Haus will einen Mix aus Völker- Handels- und Naturkunde bieten. Nach eigener Aussage gab es schon Ehrungen der UNESCO-Kommission.

Die Beschreibung der Afrikasammlung macht nun auch wirklich neugierig. Was steckt wirklich hinter dem Namen Afrika, der zahlreiche Assoziationen wecke? Die Museumsbesucher sollen die Antwort darauf erhalten.

Die Sammlung zum Kontinent ist in mehrere Bereiche gegliedert. Gezeigt wird da einmal der Alltag einer Stadt – dargestellt am Beispiel der kenianischen Metropole Nairobi. Der große Naturraum Sahara erhält in der Abteilung Lebensraum Wüste sein Recht. Die Museumsmacher gehen ein auf die vielen Rohstoffe des Kontinents und zeigen auf, wie viele verschiedene Völker es in Afrika gibt. Und – das ist sehr lobenswert – es gibt einen eigenen Bereich, der zeigt, wie der Mensch entstanden ist. Das ist ja bekannterweise in Afrika passiert.

Das Haus ist am Bahnhofsplatz 13 zu finden – direkt am Hauptbahnhof. Es ist Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Neujahr, Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester ist geschlossen. Erwachsene zahlen 6,50 Euro Eintritt, Kinder ab sechs Jahren 2,50 Euro. Die Familienkarte kostet 13.50 Euro

Pegida zum Trotz gibt es ein Museum für Völkerkunde in Dresden. Ja – das musste jetzt sein. Doch weiter im Text. Haus gehört zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Denn es geht zurück in die Mitte des 16. Jahrhunderts, als der sächsische Kurfürst August seine Kunstsammlungen begründete. Offiziell gegründet wurde es 1875.

Die Afrikasammlung umfasst 17 500 einzelne Objekte. Zu den ältesten Stücken gehören Elfenbeinschnitzereien aus dem Umfeld des ehemaligen Königreiches Benin im Süden des heutigen Nigerias. Die ersten davon kamen wahrscheinlich schon im 17. Jahrhundert nach Dresden.

Der größte Teil der Sammlung wurde jedoch zwischen 1840 und 1930 zusammengetragen. Die Schwerpunkte sind:

– der christlich-religiöse Bereich Abessiniens

– die Hirtenkultur der Somali

– die städtische Swahili-Kultur,

– Handwerk in Südostafrika

– die Kultur der Khoisan und Herero in Süd- und Südwestafrika

-Zentralafrika

– Sammlungen aus Kamerun und dem Cross-River-Gebiet in Westafrika

Das Museum befindet sich auf dem Palaisplatz 11. Es ist mit der Straßenbahn mit den Linien 6, 9 und 11 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es im Internet. Rahmenprogramm mit Führungen und speziellen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Darunter auch Geburtstagsfeiern.

 

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Auf geht’s zum Afrika Alive Festival


Noch herrschen ja kalte Temperaturen, Schnee und Eis erwartet uns vor der Haustüre. So mancher denkt da schon an den Sommer, freut sich über sonnige Zeiten. Nicht zuletzt, weil landauf landab interessante Afrikafeste auf Besucher warten. Wer das und die warme Jahreszeit nun gar nicht mehr erwarten kann, dem sei gesagt: Das Festival Africa Alive in Frankfurt kann da die Zeit bestens verkürzen. Es findet vom 29. Januar bis zum 7. Februar an verschiedenen Standorten in der Mainmetropole statt. 

Der Name ist Programm: Gezeigt wird das Leben auf dem Kontinent in all seinen Farben. Im Zentrum steht afrikanische Kultur. Dabei stehen Filme im Mittelpunkt, bei denen Afrikaner die Hauptrollen spielen und der Kontinent nicht nur als Kulisse dient. So ist es ja oft – gerade bei Literaturverfilmungen. Dazu gibt es Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Konzerte sowie ein Kinder- und Jugendprogramm. Schwerpunkte sind heuer Mali und die gesamte Region Westafrika. Das gesamte Programm ist auf der Hompage des Festivals zu erfahren.

 Das Projekt hat sogar schon die Aufmerksamkeit der Unesco erregt. Dem negativen Image Afrika soll ein realistisches Bild gegenübergestellt werden. Der Satz könnte jetzt von mir sein – stammt aber von den Organisatoren. Womit sie mich mit im Boot haben. Hinter dem Projekt stehen engagierte Privatpersonen – auch so kann man seine Freizeit sinnvoll gestalten. Es müssen keine Spaziergänge durch das kalte Dresden sein. Aber zurück zum Thema. Mit im Boot sitzen Frankfurter Kultureinrichtungen, Initiativen und Vereine. Zu nennen sind da unter anderem das Deutsche Filmmuseum und die Frankfurter Volkshochschule. Ziel ist der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen.

Die Veranstaltungsreihe soll auch dazu dienen, afrikanischen Künstlern in Europa eine Bühne zu bieten. Das zeigt sich unter anderem dabei, dass sich unter die Filme viele Erstlingswerke geschlichen haben. Gut so! Es gibt im Laufe der einzelnen Veranstaltungen Einblicke in die Geschichte Malis. Die aktuellen Probleme des Landes werden aber nicht ausgeblendet.

Ich finde, die Protagonisten sollten schon einmal namentlich genannt werden – was ich hiermit auch tue: Natascha Gikas, Irina Grassmann, Dasitu Kajela Röttger, Margrit Klingler-Clavijo, Muepu Muamba, Maria Németh, Moussa Ouedraogo, Klaus-Peter Roth, Vera Thümmel und Aboubakary Togba

Für die einzelnen Veranstaltungen beläuft sich der Eintritt zwischen fünf und 23 Euro.

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Keramik aus Nigeria – und vieles mehr


 

 

Hallo: Bei unserer Reise durch die Welt der Afrikanischen Kunst machen wir diesmal im Hetjens-Museum Düsseldorf halt. Das Haus hat sich voll und ganz auf Keramik spezialisiert. Es trägt deshalb auch den Namen Deutsches Keramikmuseum. Schön, dass darin der mir lieb gewonnene Kontinent Aufnahme gefunden hat. Afrika ist mit Skulpturen und Gefäßen vertreten. Zum Beispiel sind Königsköpfe der Mossi aus dem heutigen Burkina Faso zu sehen. Oder Kultgefäße der Yoruba im heutigen Nigeria. Außerdem Stücke der Dogon-Kultur.

Das Museum geht auf Laurenz Heinrich Hetjens zurück. Er hatte eine Vorliebe für rheinisches Steinzeug ab der Gotik. Im Laufe der Zeit entstand eine beachtliche Sammlung. In seinem Testament legt der 1906 Verstorbene fest, mit dieser Hinterlassenschaft ein Museum zu gründen. Drei Jahre später wurde es Wirklichkeit.

Das Haus befindet sich in der Schulstraße 4. Es hat Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Mittwoch bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Kinder und Jugendliche müssten nichts bezahlen. Das Museum ist mit mehreren Straßenbahn-, Bus- und U-Bahnlinien zu erreichen.

Das Weltkulturenmuseum Frankfurt hat ganz zu Recht seinen Platz im Reigen der hier vorgestellten Häuser. Wurden viele Museen im 19. Jahrhundert von Fürsten und Königen gegründet. Das Frankfurter Beispiel schufen Bürger für Bürger. Seine Anfänge gehen zurück ins Jahr 1817. In dem Jahr entstand die Senckenberische Naturforschende Geselleschaft. Deren ethnographische Sammlungen bildeten den Grundstock für das Haus. 1877 kam die Sammlung unter das Dach der Stadt Frankfurt. 1904 schließlich eröffnete das Museum.

Die Schwerpunkte der afrikanischen Sammlung liegen im Bereich Zentralafrika mit Angola, Kongo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik und Ruanda sowie Nordost- und Ostafrika mit Äthiopien, Sudan, Somalia, Uganda, Kenia und Tansania. Seit 1974 wird die historische Sammlung durch Werke zeitgenössischer Kunst ergänzt

Das Haus ist am Schaumainkai 29 bis 37 zu finden. Es ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Mittwoch bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro (ermäßigt 3,5o Euro). Jeden letzten Samstag im Monat ist der Eintritt kostenlos. Kinder bis sechs Jahren zahlen  grundsätzlich nichts. Das Museum ist mit Bus 46 sowie mehreren U-Bahn- und Straßenbahnlinien zu erreichen. Weitere Infos unter http://www.weltkulturenmuseum.de.

Beim nächsten Mal sehen wir uns bei unserer Reise durch die Museen der afrikanischen Kunst im hohen Norden wieder.

 

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Die Erfahrungen eines Lebens für Afrika


 

 

Ist in Afrika alles wunderbar? Gibt es keine Probleme? Wer bis jetzt meinen Blog aufmerksam gelesen hat, könnte zur Ansicht kommen: Ja – es ist so! Das stimmt natürlich nicht. Genau gesagt gibt es noch so einiges zu reparieren.

Nun ist es aber so, dass es den Weißen nicht ansteht, darüber zu urteilen. Schlimm genug, dass sie zum Großteil daran schuld sind. Wahrscheinlich ist es viel besser, den Afrikanern das selber zu überlassen. Dort wo Hilfe gern gesehen ist, können wir uns Europäer einbringen. Das eine oder andere Beispiel dafür habe ich ja schon gezeigt.

Das Africa Progress Panel ist so eine Organisation, die sich genau dieses Themas angenommen hat. Hinter diesem Projekt stehen zehn Menschen des öffentlichen Lebens, die sich für eine nachhaltige Entwicklung des Kontinents einsetzen. Gut – es sind auch solche mit weißer Haut darunter. Jedoch: Vorsitzender ist Kofi Annan – der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen. Der nach langer Zeit erste aus freien Wahlen hervorgegangene nigerianische Staatspräsident Olusegun Obasanjo (1999 – 2007) gehört auch dazu.

Die Mitglieder setzen ihre Lebenserfahrung und ihre Beziehungen für Afrika ein. So steht es im Internetauftritt http://www.africaprogresspanal.org zu lesen. Die Themen, mit denen sich die Organisation auseinandersetzt, sind vielschichtig. 

Zum Beispiel gab es unlängst eine Diskussionsrunde über das Finanzsystem auf dem Kontinent. Dabei waren führende Banker Afrikas vor Ort. Unter anderem ging es konkret über die Nutzung von mobilen Technologien.

Ein weiteres Thema, dem sich das Panel annimmt, sind die Herausforderungen des Klimawandels. Und jetzt kommt es: Afrika hat viele Rohstoffe. Es stimmt. Da müsste nun wirklich nichts von außen eingeführt werden. Dem Panel ist daran gelegen, diese effizient zu nutzen. Dazu gab und gibt es mehrere Veranstaltungen. Dabei geht es auch immer darum, die Bedeutung der Landwirtschaft hervorzuheben. So hat das Panel ein Auge auf einem Projekt in Ghana, bei dem Bergbau und der Anbau von Kakau nebeneinander betrieben werden.

Die Arbeit der Organisation ist transparent. Es gibt jährliche Berichte über die Tätigkeit und die Veranstaltungen. Außerdem gibt es spezielle Veröffentlichungen zu bestimmten Themen. Darüber hinaus sind Neuigkeiten des Panel über Twitter zu erfahren.

Wer mit dem Panel in Kontakt treten will, kann das über ein Kontaktformular machen.

 

 

 

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Die Reise zur Kunst aus Afrika geht weiter


Habt Ihr schon das Münchner Museum der fünf Kontinente besucht, das ich Euch vergangene Woche vorgestellt habe? Nein – es ist zu weit weg? Oder liegt einfach nicht auf Eurem Weg? Kein Problem, es gibt mehr davon. Schauen wir doch einmal in die Hauptstadt. Dort steht das Ethnologische Museum Berlin

Es ist einst aus der königlichen Kunstkammer Brandenburg-Preusens entstanden. Seit seiner Gründung 1873 gehört es zu den bedeutendsten in Europa. Es beherbergt rund 500 000 kunsthistorischer Objekte. Das ist jede Menge.

 Die Afrika-Sammlung umfasst etwa 75 000 Objekte. Mit dieser Zahl ist sie weltweit ganz vorne. Wobei es eben erstaunlich ist, dass da nicht etwa ein afrikanisches Museum zu nennen ist. Den Kolonialmächten sei dank! Sie haben viel Kunst aus Afrika gestohlen. Immerhin haben wir so die Möglichkeit, etwas über die Kultur Afrikas zu lernen.

 Das Museum zeigt Exponate aus allen Gegenden südlich der Sahara. Der Schwerpunkt liegt im 19. Und 20. Jahrhundert. Die Stücke aus Nigeria gehen dagegen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Schwerpunkte der Sammlung sind Nigeria, Kamerun, Kongo, Angola sowie Ostafrika.

Als speziellen Service für die kleinen Gäste gibt es das JuniorMuseum. Geöffnet ist es jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Es gibt spezielle Workshops, für die Ihr Euch aber bis drei Tage vor Beginn anmelden müsst. Genauere Informationen dazu wie grundsätzlich gibt es im Internet unter www.smb.museum/home.html

Das Museum befindet sich in der Lansstraße und ist zum Beispiel über die U-Bahn-Linie 3 zu erreichen. Es ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro. Bei einer Online-Buchung ist es um 50 Cent billiger.

Wir sind aber noch lange nicht am Ende. Auch in Hamburg steht ein Haus, in dem afrikanische Kunst genossen werden kann. Es versteht sich aus Welt-Kultur-Archiv. So steht es zumindest auf seiner Internetseite www.voelkerkundemuseum.com. Die Schwerpunkte der Afrikasammlung sind die Bereiche Kongofluss, Kamerun und Nigeria. 

Das Haus arbeitete früher mit dem bekannten deuteschen Afrikaforscher Leo Frobenius zusammen, von dem es allein 10 000 Exponate erhalten hat. Es sind Waffen, Masken, Skulpturen, Schmuck und Schnitzereien.

Höhepunkte sind Plastiken aus dem ehemaligen Königreich Benin. Das Museum entstand aus einer ethnografischen Sammlung der Stadtbibliothek in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Das Museum befindet sich in der Rothenbaumchaussee 64, ist unter anderem mit der U1 und der S11, S21 oder S31 zu erreichen. Der Eintritt kostet regulär 8,5 Euro, Ermäßigt vier Euro. Kinder haben freien Eintritt. Reguläre Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag ist bis 21 Uhr geöffnet. Für Kinder gibt es spezielle Führungen und Veranstaltungen.

Bis zur nächsten Folge unserer Museumsreise. Dann machen wir in Düsseldorf und Frankfurt Halt.

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Journalisten für Afrika


 

“Ebola legt Afrika lahm”, titelte vor wenigen Wochen eine überregionale Tageszeitung in Deutschland. Die Vorstellung, dass Afrika ein von Kriegen, Krisen und Armut gebeuteltes Land sei, ist in Deutschland noch immer erschreckend weit verbreitet.

Ich will mich jetzt nicht mit fremden Federn schmücken. Diese Aussage könnte von mir sein. Sie stammt aber vom Projekt “Journafrika. Afrika anders denken.” Sie ist auf dem Internetportals des Projekts zu finden. Die Adresse lautet http://journafrica.org.

Es handelt sich um junge, engagierte Menschen, die ein gemeinsames Ziel verbindet: eine vielfältige Berichterstattung aus afrikanischen Ländern. Die gut informiert und nicht einseitig berichtet. Es sei Zeit für neue Afrikabilder. Das ist wahr. Ob es der Sparzwang ist, der Redaktionen dazu treibt, allein auf Agenturmaterial zu bauen und nicht selber intensiv zu recherchieren? So kritisiert Journafrika. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es einfach auch zu geringes Interesse an dem Kontinent.

Wie auch immer: Das Projekt will dem Qualität entgegensetzen. Und zwar Qualität aus Afrika. Denn Journafrica ist eine Plattform, auf der afrikanische Journalisten zu Wort kommen. Die Mitarbeiter durchforsten die Berichte afrikanischer Medien. Deren Artikel werden übersetzt, auf die eigene Plattform gestellt und über die sozialen Medien verbreitet. Mehr Vielfalt in der Berichterstattung über Afrika ist das Ziel. Der Kontinent ist farbenfroh und kein Hort von Katastrophen. Ich wiederhole mich!

Noch steht die Redaktion von Journafrica am Anfang. Sie sind derzeit auf der Suche nach Mitmachern, die schon Erfahrung im Journalismus und mit Sozialen Medien gemacht haben. Neben gewisser Erfahrung sind auch Fremdsprachenkenntnisse notwendig. Es würde sich dabei um ein freiwilliges Engagement handeln. Die Möglichkeit eines Praktikumszeugnisses besteht.

Ich finde: Wer die Möglichkeit sieht, dabei mitzumachen, der sollte es tun. Es ist ein spannendes Projekt, das es verdient hätte, sich zu etablieren. Das Projekt begann im Sommer 2014. Derzeit sind es etwa 20 Leute, die kontinuierlich daran mitarbeiten. Und die sind scharf auf Rückmeldungen. Auf Feedback – wie es neudeutsch heißt. Also, geht auf ihre Internetseite, lest Euch die berichte durch und schreibt den Initiatoren, was Ihr davon denkt.

Das Projekt hat seinen Sitz in Leipzig. Es wird gefördert aus Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken, des Katholischen Fonds und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt.

 

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Meisterwerke der Kunst


 

Als die ersten Kunstobjekte aus Schwarzafrika Europa erreichten, gerieten die damaligen weißen Kunstexperten ganz schön ins Schwitzen: Waren die Stücke doch von zum Teil höchster Qualität. Wie sollte das aber damit zusammengebracht werden, dass Afrika doch ein dunkler Kontinent ist und seine Bewohner bei weiten nicht die Fähigkeiten von uns Europäer haben?

Die Professoren suchten Auswege, brachten die Kunstobjekte aus Afrika über abwegige Gedankenwege mit weit entfernten Gegenden zusammen. Der deutsche Forscher Felix von Luschan war der Erste, der die Bedeutung dieser Kunst wirklich erkannte.

Fast schon typisch für den Umgang Europas mit fremden Kulturen ist, dass die Mehrzahl der Kunst aus Afrika nicht etwa dort besichtigt werden kann, sondern hier bei uns. Sie füllen zahlreiche ethnologischen Museen in Deutschland, Österreich, England und so weiter. Immerhin bedeutet das für uns: Wir können diese meisterhaften Leistungen genießen, ohne uns auf eine halbe Weltreise begeben zu müssen.

Und da dies so ist, sollten wir das auch tun. Die kommenden Tage eignen sich auch sehr gut dazu. Zumindest hier bei mir in Bayern dauern die Weihnachtsferien noch einige Tage an. Warum also nicht einen Ausflug ins Münchner Völkerkundemuseum machen. Seit 2014 heißt es Museum der fünf Kontinente. Dort ist nicht zuletzt eine umfangreiche Sammlung von Kunst der wichtigen Königskultur aus Benin im heutigen Nigeria zu bewundern.

Das Haus wurde 1862 gegründet und ist somit das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Wie gesagt gehört die höfische Bronzekunst aus dem Reich Benin zu den wichtigsten Exponaten aus dem Bereich Afrika. Außerdem sind Figuren aus der Kongoregion, Masken von Mali bis Tansania zu sehen. Die Sammlung gehört laut Museumsleitung zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art.

Die ältesten Stücke entstammen der Kunstkammer der Wittelsbacher. Es sind Elfenbeinschnitzereien aus den Händen westafrikanischer Künstler. Die neuesten Werke schufen international bedeutende zeitgenössische Bildhauer aus Afrika.

Das Museum befindet sich in der bekannten Maximiliansstraße in München. Es hat Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – außer Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, Heiliger Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt vier Euro, am Sonntag einen Euro. Kinder und Jugendliche sind frei.

In den kommenden Wochen werde ich weitere Museen mit afrikanischer Kunst vorstellen. Die Wochen im Winter sind ja wie geschaffen für einen Besuch im Museum. Ihr solltet nicht die ganze Zeit über vor dem Computer sitzen. Mit einer Ausnahme: Dienstag und Freitag gibt es jeweils neues von mir zu hören. Sorry: Zu lesen sollte das heißen.

 

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