Kultur

Kulturelles aus Afrika und afrikanische Kultur bei uns

Freundschaft und Verständigung


Anders Denken – Anders Reisen. So überschreibt der Sahara Club auf seiner Internetseite den Teil, in dem er sich vorstellt. Und spricht mich auf alle Fälle an. Gefunden haben sich in dem Verein Wüstenfreunde und Weltenbummler. So beschreiben sie sich selbst.

Den Club, der ein eingetragener Verein ist, gibt es seit 1984. Davor bestand ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich für die Sahara interessieren. Die große Wüste in Afrika. Mittlerweile gibt es nach eigener Aussage Mitglieder aus verschiedenen Ländern.

Freundschaft und Verständigung. Das sind weitere Begriffe, die dem Sahara Club wichtig sind. Ziele des Vereins sehen demnach, freundschaftliche Bande mit den Menschen auf diesem Teil der Welt zu knüpften und Verständnis für deren Kultur zu wecken. Da hat mich der Verein voll auf seiner Seite.

Es gibt eine Clubzeitschrift, die vier Mal im Jahr erscheint. Selbstverständlich dient sie einmal dem Meinungsaustausch seiner Mitglieder. Jedoch hat auch ein jeder etwas davon. Denn Es gibt Wissenswertes über die Sahara darin zu lesen. Mitglieder veröffentlichen darin auch ihre Reiseberichte. Einige von denen sind auch auf der Internetseite des Clubs zu finden. Einfach Mal hineinschauen also.

Regelmäßig finden Stammtische statt: in Rüsselsheim (Hessen), Hambach (Pfalz), Kassel (Nord-Hessen, Süd-Niedersachsen), Isensee bei Winhöring (Bayern), Siegburg (Bonn/Rhein-Sieg) und München. Es wäre also möglich, einmal persönlichen Kontakt zu knüpfen, ohne gleich eine Weltreise unternehmen zu müssen. Denn Nichtmitglieder seien jederzeit willkommen.

Außerdem gibt es drei Mal im Jahr Clubtreffen statt. Sie finden immer an Wochenenden statt. Dabei gibt es Reiseberichte als Dia- oder Videoshow, Vorträge über die Geographie, Geschichte, Kultur, Wissenschaft oder Religion der Region Sahara. Außerdem sind eine Reiseinfobörse und Workshops organisiert. Auch hier darf jeder kommen, ein Mitgliederausweis wird nicht verlangt.

Die Begriffe von weiter oben sind nicht nur so daher gesagt. Der Sahara-Club unterstützt immer wieder Projekte in Afrika, wie zum Beispiel ein Waisenhaus in Agadir und eine Schule in Mali.

Grundsätzlich lohnt sich ein Blick auf die Internetseite des Vereins. Es gibt nämlich neben Fotos aus der Sahara auch viele weitere Links zu anderen Organisationen und Infoquellen rund um Afrika und das Weltenbummeln.

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Kunst aus Afrika in Bayern


In den kommenden Wochen starten wieder einmal interessante Ausstellungen. Die Kunstfreunde sollten diesmal ganz intensiv nach Bayern blicken:

Francis Kéré. Radically simple: Der in Burkina Faso geborene und seit 2005 in Berlin ansässige Francis Kéré gehört zu den wichtigsten internationalen Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Er erhielt Auszeichnungen für seine gesellschaftlichen und ökologischen Ansätze. Er hat viele nationale und internationale Preise gewonnen. In Fachkreisen ist er auf dem ganzen Erdball ein Begriff. Er gilt – so sagen es die Ausstellungsmacher – in Afrika als Vorbild für die kommende Generation. In Deutschland erreichte er ab 2009 besondere Aufmerksamkeit mit dem Projekt Operndorf Afrika für Christoph Schlingensief. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert mit der Ausstellung die bislang größte Überblicksausstellung zu seinen ausgeführten Werken und laufenden Projekten. Zu sehen sind Bauten aus seinem Heimatdorf – aber auch Projekte aus Deutschland und China. Die Ausstellung ist vom 16. November bis Ende Februar zu bewundern. 

Stolen Moments. Namibian Music History Untold Um die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er und Ende der 1980er Jahre geht es im Iwalewahaus in Bayreuth. Die Ausstellung startet am 4. November und läuft bis in den April hinein. Später soll sie auch in Berlin und Basel zu sehen sein. Dargestellt wird die eher unbekannte Musikgeschichte des Landes. Die Ausstellung widmet sich unter anderem der Ahnengalerie der namibischen Unterhaltungsmusik und den wegweisende Musikern und Musikerinnen des Landes samt ihrer Musik. Die Bergung und Sichtbarmachung von Liedern und Geschichten dient schließlich nicht allein der Ausleuchtung eines bisherigen dunklen Punktes der jüngeren afrikanischen Musikgeschichte. Werke folgender Künstler sind vertreten: Ben Molatzi, Wiks Louw, Willy Collins, #Kharixurob, Samuel Flermuis, Kakuja Kembale, The Rocking Kwela Boys, Rita Ikwambi, The Ugly Creatures, Kwela and Lexington, Papa Shikongeni, Phillipus Shehama, David Amukoto, Sandile Pazvakavamwa, Stephan Zaubitzer 

Tribal Art Auktion. Sie findet im Kunstaktionshaus Zemanek-Münster in Würzburg statt. Im Blick sind dabei mehrere Privatsammlungen: Einmal ist es die Sammlung von Poul Mørk (1938-2013), dem langjährigen Kurator der Afrika Abteilung des Nationalmuseums von Dänemark. Die Sammlung über das koloniale Kamerun des Malers und Grafikers Wolfgang Röhricht (1886-1953) ist dabei. Die Sammlung von Rolf Christoph Lutz (1930-2016), Mediziner der Basler Mission in Ghana, gehört dazu. Außerdem wichtige Ethnographika der Kolonialsammlung Kloppe in Deutsch-Südwest. Die Vorbesichtigung zur Auktion findet vom 2. bis 4. November – 10 bis 19 Uhr – und am 5. November von 9 bis 13.30 Uhr statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Plattform Afroport

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Eine Stimme für Afrika


Afrika eine Stimme geben. Das ist mein Anliegen. Und dabei bin ich nicht allein. So gibt es in Köln die Initiative Stimmen Afrikas. Sie will afrikanischen Autoren und Schriftstellern ein Podium bieten. Im sogenannten Allerweltshaus gibt es Lesungen. Einmal im Monat – zumeist sonntags zwischen 13 und 15 Uhr. Vorgestellt werden Autoren und Autorinnen, deren Werke kürzlich auf Deutsch erschienen sind. Das Allerweltshaus existiert im Übrigen einmal als richtiges Gebäude. Außerdem ist es ein Verein, der unter anderem Migranten Unterstützung bietet. 

Initiatorin des Projektes ist Christa Morgenrath. Sie wirkt als Literaturwissenschaftlerin und Dramaturgin. Der Austausch mit anderen Kulturen liegt ihr besonders am Herzen. Was sich bereits in weiteren Projekten niedergeschlagen hat. Morgenrath war mehrere Jahre in Westafrika tätig. Die Stimmen Afrikas gibt es seit 2009. Sie haben sich in Köln als ein ständiges Forum für den Diskurs über Nord-Süd-Verhältnisse, Kultur und Politik in Afrika und Europa etabliert.

Die Macher geben auf ihrer Internetseite Einblick in die moderne Literatur aus Afrika. Sie entstand demnach um 1950. Als der Bevölkerung des Kontinents seine kulturelle Eigenständigkeit bewusst wurde. Parallel dazu verliefen die Bemühungen nach der politischen Unabhängigkeit. Nachdem in den 60er Jahren die meisten afrikanischen Länder unabhängig geworden waren, sei die afrikanische Literatur immer politischer und kritischer geworden. Nachkoloniale Zustände, Neokolonialismus, politische Verfolgung und Unterdrückung standen im Fokus. Gleichzeitig erschienen immer mehr Romane und Erzählungen afrikanischer Schriftstellerinnen, die meist bewegende Frauenschicksale schildern würden. In der jüngeren Vergangenheit habe sich das Themenspektrum stark erweitert.

Im Allerweltshaus gibt es eine Leihbibliothek mit mehr als 500 Medien mit dem Schwerpunkt Afrika. Es finden sich darunter belletristische Werke afrikanischer Autoren, Kinder- und Jugendbücher sowie diverse Sachbücher. Im Regal stehen Klassiker der afrikanischen Literatur wie Chinua Achebe oder Ngugi wa Thiong’o sowie aktuelle Werke der Autorinnen, wie Fatou Diome oder Patrice Nganang. Das Gute daran ist, das jeder, der interessiert ist, von daheim aus einen Blick auf die Bücherregale werfen kann. Sie sind alle Online mit Beschreibung des Inhalts auf der Internetseite von Stimmen Afrikas zu finden.

Neben den Lesungen gibt es immer Mal wieder auch Filme über verschiedene Themen über den afrikanischen Kontinent und seine Bewohner.

 

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Musik und Rhythmus aus Afrika


Musik und Rhythmus – vor allem das verbinden wir mit dem Kontinent Afrika. Zu Recht. Denn vor allem in den Klängen der modernen afrikanischen Künstler – aber auch durch die traditionelle Musik – ist die Lebensfreude der Menschen von dort vor allem zu spüren. Die Internetplattform afromix  bietet all denen eine Hilfe, die tief in die Musikwelt Afrikas eintauchen wollen. Sie selbst sieht sich darüber hinaus als Hinweis- und Tippgeber zu weiteren Aspekten des afrikanischen Lebens und Brauchtums.

Der einzige kleine Schönheitsfehler, den die Website hat, ist , dass man englisch, französisch, spanisch oder portugiesisch können und verstehen muss, um sich auf ihr zurechtzufinden. Denn in Deutsch gibt es sie leider nicht. Aber das müsste ja zu schaffen sein.

Zu finden ist eine umfangreiche Sammlung von afrikanischen Interpreten, Bands und Musikstilen. Und eine Auflistung von Instrumenten, die typisch für die bestimmten Regionen sind. Das Ganze ist aufgeteilt auf die einzelnen Länder. Auf der Startseite ist es möglich, zwischen den einzelnen Regionen zu wählen. Einen Klick weiter sind dann die verschiedenen Länder mit den Infos zu finden. Aufgelistet sind dabei auch karibische Staaten. Was Sinn macht, kommt doch ein großer Teil der dortigen Kultur ursprünglich aus Afrika. Der Kolonialismus lässt grüßen.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt Links auf weitere Internetseiten, die Informationen und Neuigkeiten zur afrikanischen Musik bereitstellen. Allerdings sind anscheinend nicht alle aktuell und nicht alle Seiten abrufbar. Aber immerhin. Dazu gibt e weitere Infos und Tipps, die über Stichworte wie Kultur oder Gesellschaft abrufbar sind. Auch über Religion und Mode gibt es etwas zu erfahren. Der Name der Seite ist also berechtigt. Auch wenn die Musik einen Hauptteil einnimmt.

Mehr über die Initiatoren ist durch einen längeren Text in französischer Sprache zu erfahren. Als Kontaktperson ist auf der Seite Fabrice Gaillard aufgeführt: Die Adresse lautet 4 rue Edourad Branly, 92130 Issy les Moulineaux in Frankreich. Auch eine Mailadresse gibt es. Sie lautet: webmaster@afromix.org.

Die Macher der Seite entschuldigen sich auf Ihr, dass sie leider keine CD‘s verkaufen können. Anscheinend gab es wohl – und das ist gut so – Anfragen in diese Richtung. Es gibt auf der Seite aber Hinweise, wo Freunde der Musik aus Afrika diese erwerben können.

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Afrika ist eine Reise Wert


Es ist jetzt sicherlich nicht meine Aufgabe, für bestimmte unternehmerische Ideen Werbung zu machen. Allerdings ist das, was Mingleafrica bietet, einfach gut. Und entspricht ganz meiner Geisteshaltung. Afrika so zu zeigen, wie es wirklich ist. Und deshalb stelle ich euch dieses Reiseunternehmen eben doch vor. 

Die Macherinnen versprechen einen Blick hinter die Kulissen – fernab aller gängigen Klischees, die es da geben mag. Sie bieten Studien- und Bildungsreisen. Angesprochen werden dabei Themen wie Politik und Geschichte, Kunst und Kultur, Natur- und Artenschutz, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Architektur. Hier einige Beispiele: Zu erleben ist modernes Schauspiel am Nationaltheater Uganda, der Zauber vom Jazz in der kosmopolitischen Metropole Kapstadt. Vorkoloniale Hochkulturen beeindrucken in der Tat. Wer Tierforschern über die Schultern schauen will, der kommt ebenso auf seine kosten. Und auch im Alltag eines südafrikanischen Townships können die Urlauber landen. 

Das Englische To Mingle bedeutet übrigens sich unter die Leute zu mischen. Genau das sei die Idee: Die Macherinnen wollen ausgetrampelte Touristenpfade verlassen, den Menschen vor Ort auf Augenhöhe begegnen und den Facettenreichtum der Reiseländer kennenlernen. Das gehe leider nur in kleinen Reisegruppen von vier bis 12 Personen. Auf die warten dann Vorträge lokaler Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, aber auch Zeitzeugengespräche und Kulturveranstaltungen. Bei der Planung dieser Reisen sei es wichtig, dass alle Beteiligten vom Tourismus profitieren. Das sei die Forderung an sich selbst. Deshalb seien in die Vorbereitungen lokalen Partnern fest eingebunden. Es gehe um eine nachhaltige und faire Strategie. 

Die Macherinnen des Projekts wissen wovon sie sprechen. Alle haben sie Lebens- und Berufsjahre auf dem afrikanischen Kontinent hinter sich oder sind Expertinnen in Sachen Tourismus. 

Leider gibt es noch keine Reisen nach Westafrika im Angebot. Was mich traurig stimmt. Bin ich doch ein Fan dieses Teils des Kontinents. Dass sie aber bisher die Reiseziele auf einige wenige Länder (v. a. Südafrika und Uganda) beschränkt haben, spricht nun Mal für die Inhaberinnen dieses Unternehmens. Sie bringen ihre Gäste nur dorthin, wo sie sich auskennen. Wo sie selbst Erfahrungen gesammelt haben. 

Und dann kann ich das auch hinnehmen. Was mir besonders gefällt: Eine der Reisen nach Uganda ist ein Workshop für junge Menschen von 18 bis 25 Jahren. Sie können sich dabei mit Entwicklungspolitik auseinandersetzen, eine fremde Kultur kennenlernen, Experten der UNESCO und anderer Organisationen kennenlernen. So etwas baut Vorurteile ab und bringt dazu ein Plus im Lebenslauf. Das ist einfach nur gut.

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Mit Kunst aus Afrika in den Herbst


Auch in den kommenden Wochen ist für den Kunstfreund wieder einiges geboten.Es gibt Ausstellungen in Berlin, Köln und Frankfurt. 

Die afrikanische Art des Sitzens. Hocker – Stühle – Sitze – Liegen – Schemel :  Die Ausstellung in der Galerie Dogon in Berlin zeigt Minimalistische Formen, hohe Eleganz, Funktionalität und große Ausstrahlungskraft. So steht es in der Beschreibung. Vorgestellt werden Objekte aus der Zeit aus deutschen Sammlungen. Die Schau ist noch bis zum achten Oktober zu sehen. Und Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 16 Uhr.

Nando Nkrumah. Polymorphosis : Nando Nkrumah, geboren 1979 in Kumasi, Ghana und aufgewachsen im Westerwald, lebt als Künstler und Designer in Köln. Seine Arbeiten sind sowohl zwei- als auch dreidimensional. Sie behandeln die Symbolwelt der Ashanti-Kultur, neueste Computerverfahren stehen Fotos, Mustern und Siebdrucken gegenüber. verfremdeten und fragmentierten Fotos, Texten, Mustern und Siebdrucken. Stücke aus dem 3D-Drucker  gehören zu seinen Werken. Er verbindet traditionale Symbole mit modernem Design. Mittel, den Erfindungsreichtum in der Anwendung noch neuer Techniken aus, die zu In der Ausstellung wird neben seiner Schmuckkollektion eine Fotoserie zum Chale Wote Street Art Festival zu sehen sein, an dem Nkrumah teilgenommen hat. Die Fotoserie dokumentiert unter anderem neuere Entwicklungen der ghanaischen Kunst. Die Ausstellung ist in der Galerie Art of Buna zu sehen. Sie beginnt am 17. September und endest am 22.Oktonber. Die Öffnungszeit ist Samstag von 15 bis 20 Uhr. 

KUISEBNamibia. Fotoausstellung von Xenia Ivanoff-Erb: Sie ist in der Stadtteilbibliothek Frankfurt-Rödelheim zu besichtigen. Die Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren und wuchs in einem von Kunst geprägten Umfeld auf. Seit 2012 lebt sie in Swakopmund / Namibia und hinterlässt im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre Spuren, vor allem in der Fotografie. Sie ist mit ihrer Kunst erstmals in Deutschland. Sie stellt die Nachfahren eines tausende alten Nomandenstammes in den Mittelpunkt. Die Vernissage ist am 6. September um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 29. September. 

Wer mehr über die Ausstellungen und die beteiligten Künstler wissen will, dem sei als erste Anlaufstelle Afroport angeraten.

 

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Der Rhythmus von Afrika


Afrika. Dieses Wort steht für Musik, Rhythmus, für Tanz. Jeder, der schon einmal diesen Kontinent besucht hat oder auf einem der schönen Afrikafeste, die es mittlerweile in ganz Europa gibt, gewesen ist, weiß das. Also wundert es eigentlich gar nicht, dass auch Wissenschaftler darauf gestoßen sind und darin ein Arbeitsfeld für sich gefunden haben. Sie tuen es bei der Forschungs-, Dokumentations- und Informationsstelle zum Thema Tanz in Afrika

Die Forschungsstelle in Düsseldorf befindet sich derzeit im Aufbau. Antreiberin ist dort Dr. Ulrike Gross. Ein Blick in ihre wissenschaftliche Vita zeigt, dass sie sich bisher eingehend mit afrikanischem Tanz und afrikanischen Klängen beschäftigt hat. Außerdem war sie schon bei einigen Bühnenprojekten mit von der Partie. 

Das Projekt will erreichen, dass traditionelle afrikanische Tänze nicht in Vergessenheit geraten. Wie viele Traditionen in allen Ländern der Welt droht ihnen das in der modernen Zeit. Das ist halt so. Und deshalb braucht es Menschen, die das verhindern. Dokumente und Informationen zu den Tänzen  – etwa Filme und Fotos – werden gesammelt. Damit sie denjenigen, die sich dafür interessieren,  in Zukunft zur Verfügung stehen. Ziel ist es, ein solches Datenarchiv für ein jedes afrikanisches Land vorzuhalten. Literatur zu dem Thema wird ebenso gesammelt.  

Die Macher der Initiative wollen keine Einzelkämpfer sein. Sie rufen alle dazu auf, eigene Informationen und eigenes Wissen beizutragen. Das ist gut so! 

Das ist das ein, für uns alle ganz wichtige Ziel des Projekts. Anscheinend ist es darüber hinaus so, dass es bisher keine ausreichenden Forschungen zu dem Thema gegeben hat. Deshalb wollen die Organisationen eine Forschungsstelle aufbauen, Projekte anstoßen und deren Ergebnisse öffentlich machen.

Wie gesagt, derzeit sind die traditionellen Tänze im Fokus, weil sie vom Aussterben bedroht seien. Allerdings sei es schon auch das Ziel, Zeitgenössische Rhythmen zusammenzustellen. Fernziel sei eine interaktive Tanzkarte Afrikas.

 Das Projekt hat es auf alle Fälle verdient, daran mitzuwirken. Also: Wer sich mit afrikanischen Tänzen auskennt: Heraus mit Eurem Wissen!

 

 

 

 

 

 

 

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Tolle Streifen über Afrika in Köln


Ich habe das hier schon öfters gesagt: Wenn Afrika im Fernsehen kommt, geht es häufig um die K-Themen. Krisen, Korruption, Kriege usw. Da ist es schön, dass es Veranstaltungen gibt, die ein ausgewogenes Bild liefern möchten. Und die es überhaupt möglich machen, per Film etwas über diesen interessanten Kontinent zu erfahren. Das Afrika Film Festival  in Köln ist so eine segensreiche Einrichtung.

Das Festival findet heuer bereits zum 14. Mal statt. Und hat ein besonderes Motto: Es ist überschrieben mit diesem Titel „Sisters in African Cinema“. Es geht also vor allem um das weibliche Geschlecht. Vom 15. Bis zum 29. September werden preisgekrönte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Die alle bereits bei wichtigen afrikanischen Filmfestivals wie in Ouagadougou, Tunis, Durban oder Sansibar aufgeführt worden sind. Außerdem gibt es Produktionen aus de so genannten Diaspora. Das sind Filme, die um afrikanisch stämmige Menschen von anderen Kontinenten handeln – oder die von solchen gedreht worden sind.

Während des Festivals ist die gesamte Stadt ein einziges Filmtheater. Denn es findet an nicht weniger als 50 einzelnen Schauplätzen statt. Neben den reinen Kinovorführungen gibt es eine Podiumsdiskussion, mehrere Livekonzerte, eine Ausstellung zum Thema, eine Lesung sowie spezielle Vorführungen für Kinder und Schulen.

Dahinter steht die Filminitiative Köln. Dieser Verein besteht sei 1988 und will solchen Streifen eine Chance geben, die bei gewerblich geführten Kinos zur selten zum Zuge kommen. Und da ist es – leider – nicht verwunderlich, dass Afrika im Laufe der Zeit in den Fokus gerückt ist. Dafür Reisen die Initiatoren sogar selbst auf dem Kontinent, um bei Filmfesten dort nach Perlen für die eigene Veranstaltung zu suchen.

Es gibt noch einen weiteren Grund, den Verein für seine Arbeit zu loben. Mit der Zeit ist eine Datenbank zum afrikanischen Film entstanden. 758 Streifen sind darin aufgeführt. Nicht nur darin – sondern auch auf der Internetseite der Organisation. Zu finden sind jeweils alle wichtigen Infos zu dem jeweiligen Film. Dazu gibt es zusätzliche Auflistungen. Wir können Filme zu bestimmten Ländern und Regionen suchen. Dazu gibt es eine thematische Aufgliederung und eine nach Personen.

Bestimmte Filme können über die Filminitiative auch ausgeliehen oder als DVD gekauft werden. Und wer selbst eine Filmreihe über Afrika auf die Beine stellen will, der darf sich gerne an den Verein bezüglich Unterstützung wenden. Im Internet gibt es Informationen dazu.

PS: Ich mache jetzt erst einmal zwei Wochen Urlaub. Danach komme ich wieder.

 

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Viel Afrika im Frankenland


Mit den Menschen aus dem Frankenland hat es ein Niederbayer, wie ich einer bin, ja nicht immer so leicht. Die Verständigung ist nicht so einfach. Oder versteht ihr diesen komischen Dialekt. Allerdings tut sich hoch oben in Franken – in Bayreuth – etwas, da muss ich einfach den Hut ziehen. Die Stadt ist schlichtweg ein Zentrum Afrikas.

Dass die dortige Uni sich zu einem Zentrum der Forschung über Afrika entwickelt hat, das habe ich ja schon an dieser Stelle vermeldet. Doch in dieser Stadt tut sich noch viel mehr. Dort steht nämlich das Iwalewahaus . Gegründet unter dem Dach der Hochschule wird dort folgende wichtige Arbeit gemacht: Forscher gehen der Gegenwartskultur Afrikas auf den Grund. Sie dokumentieren und lehren sie. Schwerpunkte sind zeitgenössische Kunst und Musik, Alltagskultur und die Medien. Außerdem gibt es ein Archiv zu diesem Thema. In der Wölfelstraße 2 hat die Einrichtung über 2.300 Quadratmeter an Büroräumen sowie Ausstellungs- und Archivflächen zur Verfügung.

Ziel ist es, Kunst und Kultur außerhalb Europas den Menschen näher zubringen. Was eine wichtige Aufgabe ist – gerade in Zeiten von Pegida, AfD und Konsorten. Deshalb bleiben die Forscher auch nicht für sich allein. Es gibt laufend Ausstellungen, Vorträge und Musikveranstaltungen und Filmbeiträge. Vor allem eher unbekannte interessante Beiträge aus Kunst und Kultur sind da dann immer das Thema. Durch die Ausstellungen gibt es jeweils Führungen

Das Iwalewahaus verfügt nach eigener Aussage über eine in Deutschland einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer bildender Kunst sowie populärer Kultur aus Afrika, Asien und dem pazifischen Raum. Schwerpunkt der Sammlung ist Nigeria, es lassen sich aber ebenso wichtige Werke aus dem Sudan, Mosambik, Tansania, DR Kongo, Haiti, Indien, Papua-Neuguinea und Australien finden. Es gibt Gemälde, Grafiken, ein Musik- und ein Videoarchiv. Dazu existiert eine Plakat- und ei ethnographische Sammlung.

Der Kreis der künstlerischen Arbeiten wird beständig erweitert. Zuletzt erhielt das Iwalewahaus Dauerleihgaben aus privaten Sammlungen

Das Iwalewahaus bietet Besuchern regelmäßige Öffnungszeiten an. Die Einrichtung hat Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr ihre Türen offen. Der Eintritt in alle laufenden Ausstellungen beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Freier Eintritt ist jeweils am ersten Sonntag im Monat. Die Bibliothek ist Donnertag von 10 bis 12 Uhr zu erreichen – sowie nach Vereinbarung.

 

 

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Viel Kunst aus Afrika zwischen München und Berlin


Im Süden wie im Osten gibt es in der kommenden Zeit weitere,  interessante Ausstellungen, die einen Bezug zu Afrika haben:

Faces of southern Ethiopia. Fotografien von Petra Ender: Im November 2015 begab sich die Fotografin Petra Ender gemeinsam mit einer Gruppe spanischer Fotografen auf eine Entdeckungsreise von indigenen Völkern im Süden Äthiopiens. Unterwegs mit einem Jeep und unter abenteuerlichen Bedingungen besuchte Ender verschiedene Stämme der Surma, Hamer und Dassanech und porträtierte die Menschen dieser noch völlig abgeschieden lebenden Volksgruppen. Es entstanden eindrucksvolle Bilder. Sie sind vom 24. Bis zum 31. Juli in der ABC Westside Galerie in München zu bewundern.

Godwin Adjei Sowah. Arbeiten in Acryl: Adjei Sowah ist ein Künstler aus Ghana. Ihm ist eine Ausstellung in der Stadtbücherei Tettnang gewidmet, die vom 19. Juli bis Ende August für die Besucher offen steht. Bereits als Kind wollte er Künstler werden, studierte Kunst in seiner Heimat. Heute arbeitet er als Maler und Kunstlehrer. Afrikaner in ihrer normalen Umwelt sind seine Motive.

Afrika in Berlin: Vier Jahre nach der Eröffnung der international beachteten Ausstellung „Kunst aus Afrika“ zeigt das Ethnologische Museum jetzt vier neue Ausstellungsbereiche: „Das Königreich Benin“ und „Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland“ geben Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der Afrika-Sammlung; der Raum „Zeitgenössische Kunst aus Afrika“ zeigt einige wichtige Neuerwerbungen. Im Zentrum des Themas „Afrika in Berlin“ steht eine Ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in Berlin hergestellt wurde. Die Ausstellung wartet von September bis Ende 2017 den Besuchern offen.

Change the Perspective – Afrikanische Karikaturen:   Diese interessante Ausstellung zeigt das Afrika-Haus in Berlin. Vorgestellt werden 20 Werke afrikanischer Karikaturisten, die das Dritte Welt Journalisten Netz (DWJN) dem Afrikahaus zur Verfügung gestellt hat. Die Organisation hatte 2012/13 einen Karikaturenwettbewerb unter dem Titel „Change the Perspektive“ ausgeschrieben. Der Wettbewerb verstand sich als Beitrag zur Feierlichkeiten anlässlich des 50.Jahrestages der Gründung der Afrikanischen Union bzw. deren Vorgänger Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). So lässt es der Veranstalter – Farafina Afrika Haus e. V. – wissen.

Archiketur for the People. Francis Diebedo Kéré: Der in Burkina Faso geborene und in Berlin lebende Architekt Francis Kéré gehört zu den wichtigsten Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Sie erhält in den vergangenen Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit. Er benutzt lokal verfügbare Materialien, bindet die späteren Nutzer in die Arbeit mit ein. Ökologie und soziale Verträglichkeit sind für ihn wichtige Stichworte. Preise gewann er unter anderem für die Grundschule in seinem Heimatdorf Gando. Große Bekanntheit in Deutschland erhielt er durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christoph Schlingensief für das Projekt eines Operndorfes in Burkina Faso. Mittlerweile erhält er auch Aufträge in Deutschland. Das Architekturmuseum der TU München wird die erste monographische Präsentation seines bisherigen Werkes zeigen und damit einen der sicher wichtigsten Architekten der Gegenwart umfassend würdigen. Sein Werk wird ab 17. November bis in den Februar hinein in der Pinakothek der Moderne in München gezeigt.

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