Tolle Streifen über Afrika in Köln


Ich habe das hier schon öfters gesagt: Wenn Afrika im Fernsehen kommt, geht es häufig um die K-Themen. Krisen, Korruption, Kriege usw. Da ist es schön, dass es Veranstaltungen gibt, die ein ausgewogenes Bild liefern möchten. Und die es überhaupt möglich machen, per Film etwas über diesen interessanten Kontinent zu erfahren. Das Afrika Film Festival  in Köln ist so eine segensreiche Einrichtung.

Das Festival findet heuer bereits zum 14. Mal statt. Und hat ein besonderes Motto: Es ist überschrieben mit diesem Titel „Sisters in African Cinema“. Es geht also vor allem um das weibliche Geschlecht. Vom 15. Bis zum 29. September werden preisgekrönte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Die alle bereits bei wichtigen afrikanischen Filmfestivals wie in Ouagadougou, Tunis, Durban oder Sansibar aufgeführt worden sind. Außerdem gibt es Produktionen aus de so genannten Diaspora. Das sind Filme, die um afrikanisch stämmige Menschen von anderen Kontinenten handeln – oder die von solchen gedreht worden sind.

Während des Festivals ist die gesamte Stadt ein einziges Filmtheater. Denn es findet an nicht weniger als 50 einzelnen Schauplätzen statt. Neben den reinen Kinovorführungen gibt es eine Podiumsdiskussion, mehrere Livekonzerte, eine Ausstellung zum Thema, eine Lesung sowie spezielle Vorführungen für Kinder und Schulen.

Dahinter steht die Filminitiative Köln. Dieser Verein besteht sei 1988 und will solchen Streifen eine Chance geben, die bei gewerblich geführten Kinos zur selten zum Zuge kommen. Und da ist es – leider – nicht verwunderlich, dass Afrika im Laufe der Zeit in den Fokus gerückt ist. Dafür Reisen die Initiatoren sogar selbst auf dem Kontinent, um bei Filmfesten dort nach Perlen für die eigene Veranstaltung zu suchen.

Es gibt noch einen weiteren Grund, den Verein für seine Arbeit zu loben. Mit der Zeit ist eine Datenbank zum afrikanischen Film entstanden. 758 Streifen sind darin aufgeführt. Nicht nur darin – sondern auch auf der Internetseite der Organisation. Zu finden sind jeweils alle wichtigen Infos zu dem jeweiligen Film. Dazu gibt es zusätzliche Auflistungen. Wir können Filme zu bestimmten Ländern und Regionen suchen. Dazu gibt es eine thematische Aufgliederung und eine nach Personen.

Bestimmte Filme können über die Filminitiative auch ausgeliehen oder als DVD gekauft werden. Und wer selbst eine Filmreihe über Afrika auf die Beine stellen will, der darf sich gerne an den Verein bezüglich Unterstützung wenden. Im Internet gibt es Informationen dazu.

PS: Ich mache jetzt erst einmal zwei Wochen Urlaub. Danach komme ich wieder.

 

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