Beiträge mit dem Schlagwort: afrikanische Kunst

Sylvester ins Museum


Auch um den Jahreswechsel können Freunde Afrikas Kunst und Geschichtliches in Ausstellungen bewundern:

Rwanda Entgrenzungen. Reliefbilder von Pauline Disonn & Fotografien Hildegard Schürings: Pauline Disonn und Hildegard Schürings stellen vom 4. bis zum 29. Januar in der Galerie Bruno P. in Marburg aus. Disonn ist studierte Malerin. In den 80er Jahren weilte sie zu in Rwanda. Sie schuf Reliefbilder in den Jahren nach dem Genozid aus selbst geschöpftem Papier. Hildegard Schürings, Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet seit 1978 in und zu Rwanda. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen über Geschichte und Gesellschaft Ruandas vorzuweisen. Die Fotografien entstanden im Zeitraum 1978 bis 2011 in Rwanda und seinen Nachbarländern

Wein & Maroni. Fotografien von Monika Nguyen: Die Fotografin Landschaftsaufnahmen, die sie im grönländischen Qaqortoq und während einer Rundreise durch Namibia aufnahm. Ganz bewusst suchte sie abgelegenen Gegenden auf, die in ihrer Einsamkeit, Stille und Weite eine atemberaubende Vielfalt vereinen. Sie hat eine fundierte Ausbildung hinter sich, studierte in Wien, New York und Tokio. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Februar in der Galerie Habari in Wien zu bestaunen.

Graue Riesen. Wie der Elefant den Menschen prägte: Diese Dauerausstellung im Residenzschloss Oettingen zeigt kulturhistorisch bedeutsame Ethnographica aus den Sammlungen des Völkerkundemuseums München in Verbindung mit Bildern und Installationen rund um die faszinierende Welt der Elefanten. Die Ausstellung versteht sich als Hommage an die vermeintlichen „Dickhäuter“, deren sensibles und fürsorgliches Sozialverhalten immer wieder für Erstaunen bei Wissenschaflern sorgt. So sagen es die Ausstellungsmacher. Sie berichten weiter: Als Zeichen für Macht und Würde des Herrschers galt der Elefant in Indien, als Königstier in Afrika. Gleichermaßen als Transport- und Kriegstier wurde er bereits im 16. Jahrhundert v. Chr. in China eingesetzt. Seine Stärke und Klugheit sind sprichwörtlich. Gejagt wurde und wird er leider immer noch wegen seiner Stoßzähne, den Lieferanten für das begehrte Elfenbein. Die Ausstellung plädiert für einen achtsamen Umgang des Menschen mit jenem besonderen Tier, das ihm seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter sei. Zu sehen sind unter anderem eindrucksvolle Bilder der Schutzorganisation „David Sheldrick Wildlife Trust“ und deren Schwesterinitiative „Rettet die Elefanten Afrikas“. Die Ausstellung ist noch das ganze Jahr 2017 über zu besichtigen.

Werbeanzeigen
Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Afrika in der Vorweihnachtszeit


Wer etwas Abwechslung vom Vorweihnachtsstress braucht – der ist hier gut aufgehoben:

Das Alte Neue. Nomadische Praxis – Great Rift Valley. Fotografien von Winfried Bullinger: Die Schau zeigt die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas. Zu sehen sind Fotos von Winfried Bullinger von Bauwerken der Beja, der Afar, der Turkana, der Nyangatom, der Hadza und anderer Völker. Die Bilder entstanden in einem Zeitraum von zehn Jahren im Sudan, in Äthiopien, in Kenia, in Uganda und in Tansania aufgenommen. Dafür reist er mehrfach im Jahr nach Ostafrika. Die Ausstellung ist im Architekturmuseum der TU in Berlin zu sehen – noch bis zum 22. Dezember.

Afrika in Berlin: Vier Jahre nach der Eröffnung der international beachteten Ausstellung „Kunst aus Afrika“ zeigt das Ethnologische Museum in Berlin vier neue Ausstellungsbereiche: „Das Königreich Benin“ und „Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland“ geben Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der Afrika-Sammlung. Außerdem zeigt der Raum „Zeitgenössische Kunst aus Afrika“ einige wichtige Neuerwerbungen des Hauses. Und die haben es in sich. Sie haben viel Kunst in sich. Im Zentrum des Themas „Afrika in Berlin“ steht eine ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in Berlin hergestellt wurde. Diese vier neuen Themen der Afrika-Ausstellung stehen auch im Zusammenhang mit den konzeptionellen Überlegungen zur Präsentation Afrikas im Humboldt-Forum. Wer jetzt Feuer gefangen hat, kann in aller Ruhe die Fahrt nach Berlin planen. Denn die Ausstellung ist noch bis Anfang des übernächsten Jahres zu besichtigen.

Köpfe – Sitz der Seele. Kunst aus Afrika und Ozeanien :  Köpfe als Skulpturen, Reliefs und so weiter. Das ist bei der Ausstellung in der Galerie von Miller in Frankfurt am Main zu bewundern. Der Sitz der Seele von lebenden Menschen war der Kopf, der bei Skulpturen deshalb oft proportional zum übrigen Körper überdimensional dargestellt wurde. So sagt es die Kunstgeschichte.  Der Symbolismus und der geistige Gehalt dieser Kunst ist uns Europäern lange verborgen geblieben. Das Sagen die Organisatoren der Ausstellung, die noch bis zum 18. Dezember zu besichtigen ist.

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spulpturen und Bilder aus Afrika


Draußen wird es kalt – dem Freund Afrikas wird es dabei aber warm ums Herz. Denn die Zahl der Ausstellungen, die sich mit der Kunst dieses Kontinents auseinandersetzen, steigt so deutlich an, wie die Temperatur sinkt: 

Back to my Roots. Ausstellung von Vivian Timothy:  In ihrer Ausstellung in der Kresslesmühle in Augsburg nimmt Vivian Timothy ihr Publikum mit auf eine inspirierende künstlerische Reise. Sie zeigt Afrika zwischen Tradition und Moderne, zwischen alter und neuer Heimat. Die Autodidaktion ist seit 25 Jahren in Deutschland. Sie lebt und arbeitet heute in Königsbrunn. Sie stammt aus dem Volk Igbo, das im südosten Nigerias lebt . Sie stellte bereits in Deutschland, England und den USA aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Dezember zu besichtigen.

AfrikaKunst in Küchen  Die Ausstellung zeigt Steinskulpturen, Bilder und Holzkunst aus Afrika. Es handelt sich um originale Handarbeit aus Afrika für Afrika. Der Eintritt ist frei. Sie findet in den Küchenwelten Wedel statt. Veranstalter ist die Gruppe Afrika-Kunst Wedel in Zusammenarbeit mit der Künstlergemeinschaft TAMAARTS12. Die Ausstellung findet noch bis Ende des Jahres statt.

Steinskulpturen aus Simbabwe. Meisterwerke der ersten Generation  Die Galerie IMBA in Hamburg-Winterhude zeigt in Zusammenarbeit mit der Galerie Shona/Hamburg Früh- und Spätwerke der „Ersten Generation“ simbabwischer Bildhauer. Die Skulpturen entstammen den Sammlungen Péus, Jenkner-Becke und Rhode. Zu sehen ist die Entwicklung der Bildhauerei der Künstler des Volkes der Shona. Ausgestellt werden Werke von Joram Mariga, Nicholas Mukomberanwa, Henry Munyaradzi, John und Bernard Takawira, Bernard Matemera, Joseph Ndandarika.  Sie werden zu den bedeutendsten Bildhauern Afrikas gerechnet. Sie haben sich seit den 60er Jahren internationale Anerkennung erarbeitet. Berühmte Häuser in Paris und New York haben diese Kunstwerke schon gezeigt. Die Skulpturen aus den Sammlungen Péus, Jenkner-Becke und Rohde zeigen laut Expertenwort das außergewöhnliche Können dieser Meister und lassen erkennen, wie sich der Stil der Shona-Bildhauerei im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Dezember zu bewundern.

Kunstwerke aus Terrakotta: Entlang des Niger- und Volta-Gebiets entstanden vom 11. – 16. Jahrhundert bedeutende Kulturen. In der Galerie Dogon werden noch bis in den Februar Sakralgefäße aus dieser Epoche gezeigt. Sie stammen aus einer alten deutschen Sammlung. Und von den Fundorten Guimbala, Djenné, Bankoni, Bura, Nok und Koma in Ghana, Niger und Mali.

Übrigens: Wer sich regelmäßig über Ausstellungen oder auch Konzerte mit Bezug zu Afrika informieren will, der ist wo gut aufgehoben? Wer bisher fleißig gelesen hat, der weiß das: Richtig! Beim Afroport.

 

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Kunst aus Afrika in Bayern


In den kommenden Wochen starten wieder einmal interessante Ausstellungen. Die Kunstfreunde sollten diesmal ganz intensiv nach Bayern blicken:

Francis Kéré. Radically simple: Der in Burkina Faso geborene und seit 2005 in Berlin ansässige Francis Kéré gehört zu den wichtigsten internationalen Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Er erhielt Auszeichnungen für seine gesellschaftlichen und ökologischen Ansätze. Er hat viele nationale und internationale Preise gewonnen. In Fachkreisen ist er auf dem ganzen Erdball ein Begriff. Er gilt – so sagen es die Ausstellungsmacher – in Afrika als Vorbild für die kommende Generation. In Deutschland erreichte er ab 2009 besondere Aufmerksamkeit mit dem Projekt Operndorf Afrika für Christoph Schlingensief. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert mit der Ausstellung die bislang größte Überblicksausstellung zu seinen ausgeführten Werken und laufenden Projekten. Zu sehen sind Bauten aus seinem Heimatdorf – aber auch Projekte aus Deutschland und China. Die Ausstellung ist vom 16. November bis Ende Februar zu bewundern. 

Stolen Moments. Namibian Music History Untold Um die Geschichte der namibischen Populärmusik in der Zeit der 1950er und Ende der 1980er Jahre geht es im Iwalewahaus in Bayreuth. Die Ausstellung startet am 4. November und läuft bis in den April hinein. Später soll sie auch in Berlin und Basel zu sehen sein. Dargestellt wird die eher unbekannte Musikgeschichte des Landes. Die Ausstellung widmet sich unter anderem der Ahnengalerie der namibischen Unterhaltungsmusik und den wegweisende Musikern und Musikerinnen des Landes samt ihrer Musik. Die Bergung und Sichtbarmachung von Liedern und Geschichten dient schließlich nicht allein der Ausleuchtung eines bisherigen dunklen Punktes der jüngeren afrikanischen Musikgeschichte. Werke folgender Künstler sind vertreten: Ben Molatzi, Wiks Louw, Willy Collins, #Kharixurob, Samuel Flermuis, Kakuja Kembale, The Rocking Kwela Boys, Rita Ikwambi, The Ugly Creatures, Kwela and Lexington, Papa Shikongeni, Phillipus Shehama, David Amukoto, Sandile Pazvakavamwa, Stephan Zaubitzer 

Tribal Art Auktion. Sie findet im Kunstaktionshaus Zemanek-Münster in Würzburg statt. Im Blick sind dabei mehrere Privatsammlungen: Einmal ist es die Sammlung von Poul Mørk (1938-2013), dem langjährigen Kurator der Afrika Abteilung des Nationalmuseums von Dänemark. Die Sammlung über das koloniale Kamerun des Malers und Grafikers Wolfgang Röhricht (1886-1953) ist dabei. Die Sammlung von Rolf Christoph Lutz (1930-2016), Mediziner der Basler Mission in Ghana, gehört dazu. Außerdem wichtige Ethnographika der Kolonialsammlung Kloppe in Deutsch-Südwest. Die Vorbesichtigung zur Auktion findet vom 2. bis 4. November – 10 bis 19 Uhr – und am 5. November von 9 bis 13.30 Uhr statt.

Weitere Informationen gibt es auf der Plattform Afroport

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mit Kunst aus Afrika in den Herbst


Auch in den kommenden Wochen ist für den Kunstfreund wieder einiges geboten.Es gibt Ausstellungen in Berlin, Köln und Frankfurt. 

Die afrikanische Art des Sitzens. Hocker – Stühle – Sitze – Liegen – Schemel :  Die Ausstellung in der Galerie Dogon in Berlin zeigt Minimalistische Formen, hohe Eleganz, Funktionalität und große Ausstrahlungskraft. So steht es in der Beschreibung. Vorgestellt werden Objekte aus der Zeit aus deutschen Sammlungen. Die Schau ist noch bis zum achten Oktober zu sehen. Und Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 16 Uhr.

Nando Nkrumah. Polymorphosis : Nando Nkrumah, geboren 1979 in Kumasi, Ghana und aufgewachsen im Westerwald, lebt als Künstler und Designer in Köln. Seine Arbeiten sind sowohl zwei- als auch dreidimensional. Sie behandeln die Symbolwelt der Ashanti-Kultur, neueste Computerverfahren stehen Fotos, Mustern und Siebdrucken gegenüber. verfremdeten und fragmentierten Fotos, Texten, Mustern und Siebdrucken. Stücke aus dem 3D-Drucker  gehören zu seinen Werken. Er verbindet traditionale Symbole mit modernem Design. Mittel, den Erfindungsreichtum in der Anwendung noch neuer Techniken aus, die zu In der Ausstellung wird neben seiner Schmuckkollektion eine Fotoserie zum Chale Wote Street Art Festival zu sehen sein, an dem Nkrumah teilgenommen hat. Die Fotoserie dokumentiert unter anderem neuere Entwicklungen der ghanaischen Kunst. Die Ausstellung ist in der Galerie Art of Buna zu sehen. Sie beginnt am 17. September und endest am 22.Oktonber. Die Öffnungszeit ist Samstag von 15 bis 20 Uhr. 

KUISEBNamibia. Fotoausstellung von Xenia Ivanoff-Erb: Sie ist in der Stadtteilbibliothek Frankfurt-Rödelheim zu besichtigen. Die Designerin und Fotografin Xenia Ivanoff-Erb wurde in Südafrika geboren und wuchs in einem von Kunst geprägten Umfeld auf. Seit 2012 lebt sie in Swakopmund / Namibia und hinterlässt im künstlerischen Leben des Landes zunehmend ihre Spuren, vor allem in der Fotografie. Sie ist mit ihrer Kunst erstmals in Deutschland. Sie stellt die Nachfahren eines tausende alten Nomandenstammes in den Mittelpunkt. Die Vernissage ist am 6. September um 19 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 29. September. 

Wer mehr über die Ausstellungen und die beteiligten Künstler wissen will, dem sei als erste Anlaufstelle Afroport angeraten.

 

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Viel Afrika im Frankenland


Mit den Menschen aus dem Frankenland hat es ein Niederbayer, wie ich einer bin, ja nicht immer so leicht. Die Verständigung ist nicht so einfach. Oder versteht ihr diesen komischen Dialekt. Allerdings tut sich hoch oben in Franken – in Bayreuth – etwas, da muss ich einfach den Hut ziehen. Die Stadt ist schlichtweg ein Zentrum Afrikas.

Dass die dortige Uni sich zu einem Zentrum der Forschung über Afrika entwickelt hat, das habe ich ja schon an dieser Stelle vermeldet. Doch in dieser Stadt tut sich noch viel mehr. Dort steht nämlich das Iwalewahaus . Gegründet unter dem Dach der Hochschule wird dort folgende wichtige Arbeit gemacht: Forscher gehen der Gegenwartskultur Afrikas auf den Grund. Sie dokumentieren und lehren sie. Schwerpunkte sind zeitgenössische Kunst und Musik, Alltagskultur und die Medien. Außerdem gibt es ein Archiv zu diesem Thema. In der Wölfelstraße 2 hat die Einrichtung über 2.300 Quadratmeter an Büroräumen sowie Ausstellungs- und Archivflächen zur Verfügung.

Ziel ist es, Kunst und Kultur außerhalb Europas den Menschen näher zubringen. Was eine wichtige Aufgabe ist – gerade in Zeiten von Pegida, AfD und Konsorten. Deshalb bleiben die Forscher auch nicht für sich allein. Es gibt laufend Ausstellungen, Vorträge und Musikveranstaltungen und Filmbeiträge. Vor allem eher unbekannte interessante Beiträge aus Kunst und Kultur sind da dann immer das Thema. Durch die Ausstellungen gibt es jeweils Führungen

Das Iwalewahaus verfügt nach eigener Aussage über eine in Deutschland einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer bildender Kunst sowie populärer Kultur aus Afrika, Asien und dem pazifischen Raum. Schwerpunkt der Sammlung ist Nigeria, es lassen sich aber ebenso wichtige Werke aus dem Sudan, Mosambik, Tansania, DR Kongo, Haiti, Indien, Papua-Neuguinea und Australien finden. Es gibt Gemälde, Grafiken, ein Musik- und ein Videoarchiv. Dazu existiert eine Plakat- und ei ethnographische Sammlung.

Der Kreis der künstlerischen Arbeiten wird beständig erweitert. Zuletzt erhielt das Iwalewahaus Dauerleihgaben aus privaten Sammlungen

Das Iwalewahaus bietet Besuchern regelmäßige Öffnungszeiten an. Die Einrichtung hat Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr ihre Türen offen. Der Eintritt in alle laufenden Ausstellungen beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Freier Eintritt ist jeweils am ersten Sonntag im Monat. Die Bibliothek ist Donnertag von 10 bis 12 Uhr zu erreichen – sowie nach Vereinbarung.

 

 

Kategorien: Forschung, Kultur, Startseite, Universitäten | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Viel Kunst aus Afrika zwischen München und Berlin


Im Süden wie im Osten gibt es in der kommenden Zeit weitere,  interessante Ausstellungen, die einen Bezug zu Afrika haben:

Faces of southern Ethiopia. Fotografien von Petra Ender: Im November 2015 begab sich die Fotografin Petra Ender gemeinsam mit einer Gruppe spanischer Fotografen auf eine Entdeckungsreise von indigenen Völkern im Süden Äthiopiens. Unterwegs mit einem Jeep und unter abenteuerlichen Bedingungen besuchte Ender verschiedene Stämme der Surma, Hamer und Dassanech und porträtierte die Menschen dieser noch völlig abgeschieden lebenden Volksgruppen. Es entstanden eindrucksvolle Bilder. Sie sind vom 24. Bis zum 31. Juli in der ABC Westside Galerie in München zu bewundern.

Godwin Adjei Sowah. Arbeiten in Acryl: Adjei Sowah ist ein Künstler aus Ghana. Ihm ist eine Ausstellung in der Stadtbücherei Tettnang gewidmet, die vom 19. Juli bis Ende August für die Besucher offen steht. Bereits als Kind wollte er Künstler werden, studierte Kunst in seiner Heimat. Heute arbeitet er als Maler und Kunstlehrer. Afrikaner in ihrer normalen Umwelt sind seine Motive.

Afrika in Berlin: Vier Jahre nach der Eröffnung der international beachteten Ausstellung „Kunst aus Afrika“ zeigt das Ethnologische Museum jetzt vier neue Ausstellungsbereiche: „Das Königreich Benin“ und „Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland“ geben Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der Afrika-Sammlung; der Raum „Zeitgenössische Kunst aus Afrika“ zeigt einige wichtige Neuerwerbungen. Im Zentrum des Themas „Afrika in Berlin“ steht eine Ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in Berlin hergestellt wurde. Die Ausstellung wartet von September bis Ende 2017 den Besuchern offen.

Change the Perspective – Afrikanische Karikaturen:   Diese interessante Ausstellung zeigt das Afrika-Haus in Berlin. Vorgestellt werden 20 Werke afrikanischer Karikaturisten, die das Dritte Welt Journalisten Netz (DWJN) dem Afrikahaus zur Verfügung gestellt hat. Die Organisation hatte 2012/13 einen Karikaturenwettbewerb unter dem Titel „Change the Perspektive“ ausgeschrieben. Der Wettbewerb verstand sich als Beitrag zur Feierlichkeiten anlässlich des 50.Jahrestages der Gründung der Afrikanischen Union bzw. deren Vorgänger Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). So lässt es der Veranstalter – Farafina Afrika Haus e. V. – wissen.

Archiketur for the People. Francis Diebedo Kéré: Der in Burkina Faso geborene und in Berlin lebende Architekt Francis Kéré gehört zu den wichtigsten Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Sie erhält in den vergangenen Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit. Er benutzt lokal verfügbare Materialien, bindet die späteren Nutzer in die Arbeit mit ein. Ökologie und soziale Verträglichkeit sind für ihn wichtige Stichworte. Preise gewann er unter anderem für die Grundschule in seinem Heimatdorf Gando. Große Bekanntheit in Deutschland erhielt er durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christoph Schlingensief für das Projekt eines Operndorfes in Burkina Faso. Mittlerweile erhält er auch Aufträge in Deutschland. Das Architekturmuseum der TU München wird die erste monographische Präsentation seines bisherigen Werkes zeigen und damit einen der sicher wichtigsten Architekten der Gegenwart umfassend würdigen. Sein Werk wird ab 17. November bis in den Februar hinein in der Pinakothek der Moderne in München gezeigt.

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Schöne Ansichten aus und über Afrika


In Kulturnachrichten kommen sie häufig zu wenig oder gar nicht vor: Ausstellungen, die sich mit Kunst, Geschichte usw des afrikanischen Kontinents befassen. Also werde ich auch hier ein wenig nachhelfen. Und Euch hin und wieder berichten, was sich in dieser Szene so tut.

Fremdes Geld. Traditionelle Zahlungsmittel außereuropäischer Gesellschaften: Diese interessante Ausstellung ist noch bis zum 2. Juli in der Galerie Dogon in Berlin zu bestaunen. Darum geht es: In Afrika, Asien und Ozeanien war die Kauri-Muschel viele Jahrhunderte lang ein akzeptiertes Zahlungsmittel. Im Laufe der Zeit wurden Glasperlen, Salzbarren und vieles mehr für die ästhetische Gestaltung dieses Geldes verwendet. Die Ausstellung zeigt viele wertvolle Sammler-Stücke. So sagen es die Organisatoren.

On This Earth, A Shadow Falls Across The Ravaged Land. Fotografien von Nick Brand: Im Stadthaus Ulm gibt es noch bis zum 25. Oktober Bilder zu diesem Thema zu sehen. Der Fotograph will nach eigener Aussage Die Schönheit der Tierwelt in Ostafrika zeigen. Selbst hat er eine Stiftung – Big Life Foundation – gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Lebensraum für die Tiere zu bewahren. Alle seine Fotos sind schwarz-weiß.

Yoruba – Meisterwerke einer afrikanischen Hochkultur: Das Museum der Völker in Schwaz zeigt eine Sonderausstellung, die der Kunst der westafrikanischen Yoruba gewidmet ist. Sie ist noch bis zum 6. November zu bewundern. Die Yoruba leben vor allem im heutigen Nigeria. Zu sehen sind nicht zuletzt Holzschnitzereien. Was von Masken bis zu Türen reicht. Einst hat ein Schweizer Kunstfreund die Stücke gesammelt. Jetzt sind sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Afrika’s Top Models. Schönheitsideale – Ideale Schönheit: Dem Schönheitsideal Afrikas will eine Ausstellung im Museum für Völkerkunde in Hamburg auf den Grund gehen. Sie ist ebenso noch bis zum 6. November zu bewundern. Zu sehen sind Skulpturen und Masken aus vergangenen Jahrhunderten. Aber auch moderne Fotos, Sprichwörter und Beispiele aus der aktuellen Modewelt des Kontinents. Die Macher der Ausstellung sind der Meinung, dass Afrika mittlerweile einen Einfluss hat auf das Schönheitsideal der Welt.

Übrigens: Wer sich regelmäßig über Ausstellungen oder auch Konzerte mit Bezug zu Afrika informieren will, der ist wo gut aufgehoben? Wer bisher fleißig gelesen hat, der weiß das: Richtig! Beim Afroport.

Kategorien: Ausstellungen, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Strauß afrikanischer Melodien


Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es eine Vielzahl musikalischer Stilrichtungen, jede Menge interessante Instrumente. Und selbstverständlich Sängerinnen und Sänger, die es absolut wert sind, ihnen zuzuhören. Allerdings fehlte es vielerorts bislang an den notwendigen Strukturen, um es Musikern zu ermöglichen, ihren Beruf in angemessener Weise ausüben zu können und den eigenen Lebensunterhalt durch die Musik zu verdienen. Das ist schon in Europa keine einfache Angelegenheit.

Diese Situation soll sich ändern. Helfen soll dabei die Web-Plattform Music in Africa . Das ist eine gemeinsame Initiative des Goethe Instituts und der Siemens Stiftung. Es bedurfte mehrere Jahre der intensiven Vorbereitung.  Mittlerweile ist es aber so weit:; Mehr als 10 000 Musikerinnen und Musiker, Bands, Chöre und Orchester haben sich dort dort bereits registriert und sich ein Profil angelegt, mit dem sie sich und ihre musikalische Arbeit präsentieren können. Eddie Hatitye von der Initiative „Music in Africa“ stellt das Projekt jetzt auch auf der Frankfurter Musikmesse vor. So heißt es auf einem Artikel von nmz.de 

Einen guten Eindruck können wir uns aber auch auf der Internetplattform selber machen. Dort steht geschrieben: Das ist ein Webportal, mit dem Ihr Informationen und Erfahrungen austauschen könnt. Es ist an den afrikanischen Musiksektor gerichtet. Die Nutzer sollen ihr Wissen über afrikanische Musik stärken und sich gegenseitig vernetzen. Und wer interessante Interpreten für Veranstaltungen sucht, ist dort sicherlich gut aufgehoben.

Wie gesagt: Interpreten können sich dort registrieren und ihre Kunst möglichen Auftraggebern präsentieren. Angesprochen sind Sänger, Bands, DJ’s, Produzenten, Komponisten und Songwriter, Chöre und Orchester. Es finden sich dort aber auch Video-Produzenten, Marketingexperten oder Inhaber von Sudios und Labels. 

Es gibt dazu einen Nachrichtenteil, bei dem es neueste Meldungen über den afrikanischen Musiksektor gibt. Dazu gibt es Überblicksdarstellungen zur Musik einzelner Länder. Wer sich selbst unterrichten will, kann das mit Hilfe der Plattform zumindest beginnen. Beispielsweise gibt es Hinweise für das Gitarrenspiel und den Gesang. 

Getragen wird das Projekt von der Music-in-Africa-Stiftung, die sich 2013 in Kenia gegründet hat und ihren Sitz in Südafrika hat. Sie will grundsätzlich die afrikanische Musik nach vorne bringen. Sie will Musiker umfassend unterstützen. Will zum Beispiel Hilfe geben, damit Musiker mit ihren Stücken auf Musikportalen Zugang finden. Oder auch helfen, wenn jemand eine eigene Internetseite erstellen will. Die Stiftung hat Büros im Kongo, in Kenia, in Nigeria und im Senegal.

 

Kategorien: Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Stolen from Africa


Menschen mit afrikanischen Wurzeln leben verstreut auf der gesamten Welt. Darüber gilt es jetzt nicht zu jammern. Die Geschichte hat das eben so hervorgebracht. Es ist aber gut, wenn sich Menschen, deren Vorfahren in Afrika lebten, ihrer Geschichte und ihrer Kultur bewusst sind.

Das ist das Bestreben einer Initiative, die im kanadischen Toronto ihren Sitz hat. Sie nennt sich plakativ Stolen from Africa . Was ja streng genommen auch so stimmt. Und sie ist nach eigenen Worten durchaus erfolgreich. 2004 gegründet ist sie mittlerweile unter anderem in den USA, in Jamaika, in Südafrika, in Ghana und in Russland aktiv. Mittlerweile mach nicht nur Menschen mit afrikanischen Wurzeln mit.

Wie gesagt, Stolen from Africa will das historische und kulturelle Bewusstsein stärken. Es gehe darum, Vorurteile über Afrikaner und Afrika abzubauen. Das ist nun wirklich notwendig! Es sollen Wege gefunden werden, den Rassismus effektiv zu bekämpfen.

Die Organisation versucht das mit verschiedenen Projekten zu erreichen: Sie stellt Dokumentationen zusammen, bei denen etwa der Weg der Sklaven in Amerika nachgezeichnet wird. Die Ergebnisse werden Universitäten als Lehrmaterial zur Verfügung gestellt. Es werden Workshops für Jugendgruppen, Studenten, Lehrern und weiteren gesellschaftlichen Gruppen zu verschiedenen Themen angeboten. Beispielsweise wurde auch ein Mulitmedia-Projekt durchgeführt. Mittels Videos und Musik bekamen Menschen Einblicke in die Geschichte der Afrika-Stämmigen in Kanada.

Die Organisation will ein Sammelbecken aller Menschen sein, die sich für die Sache der Menschen mit afrikanischen Wurzeln interessieren und einsetzen. Offensiv wirbt sie auf der eigenen Internetseite für neue Mitglieder. Ziel ist, bis 2020 100 000 Menschen zusammengebracht zu haben.

Wer sich über die Arbeit der Gruppierung ein umfassendes Bild machen will, der muss nicht nach Canada fliegen, um dort an Veranstaltungen teilzunehmen. Auf eine speziellen Internetplattform www.stolenfromafrica.com ist in Wort und Bild, als Video- oder Audiomitschnitt, dargestellt, was die Organisation so alles unternimmt.

Dabei unterstützt Stolen from Africa Künstler mit afrikanischem Hintergrund auch dadurch, dass sie als Verkaufsplattform etwa für CD’s in Erscheinung tritt. Es macht sicherlich Sinn und ist keine vertane Zeit, sich bei Stolen from Africa einfach einmal umzusehen.

Kategorien: Hand und Hand, Information, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: