Geschichte

Helden aus Afrika


Hallo! Bei meiner Suche nach Informationen über afrikanische Geschichte bin ich auf einen interessanten Blog gestoßen. Black History Heroes nennt er sich. Die Betreiber haben ein ähnliches Ziel wie Organisatoren der Black History Studies, die ich ja vor kurzem vorgestellt habe. Die Initiatoren sitzen in den USA – zum Teil ist auch amerikanische Geschichte Teil des Angebotes. Aus afrikanischer Sicht natürlich.

Im Mittelpunkt stehen Personen – eben Helden aus Afrika oder mit afrikanischen Wurzeln. Ob alles Helden sind? Der Titel muss eben interessant klingen. Sonst schaut ja keiner hin! Ganz unterschiedliche Biographien werden da erzählt. Derzeit ist auf der Startseite des Blogs die Geschichte von Reginald Francis Lewis aus den Vereinigten Staaten zu lesen. Er lebte von 1942 bis 1993. Er war ein bekanntes Gesicht der Wall Street.

Es findet sich aber beispielsweise auch eine kurze Biografie von Amina von Zazzau. Die Frau wurde bekannt als westafrikanische Kriegerkönigin. Sie erreichte im Königreich Zazzau die Königinnenwürde. Gelegen im heutigen Nordnigeria. Sie ist bei den Haussa eine Legende. Sie machte sich als Strategin im Krieg einen Namen.

Wer grundsätzlich eintauchen will in die Welt afrikanischer Geschichten und Mythen ist speziell auf dieser Seite gut aufgehoben. Denn die Betreiber haben eine Sammlung von Volkserzählungen zusammengetragen. Sie ist es auf alle Fälle wert, darin zu schmökern.

Dazu gibt es eine kleine – aber feine – Linksammlung. Da ist ein Hinweis für eine Seite, die sich mit afrikanischer Küche beschäftigt. Aber auch ein Verweis auf die Afrikanische Union fehlt nicht. Andere Internetseiten beschäftigen sich mit speziellen historischen Themen wie die Sklaverei. Für Studenten gibt es Hinweise, wie sie an Stipendien kommen können.

Eine sehr umfassende Sammlung englischsprachiger Bücher zum Thema macht das umfangreiche Informationsangebot komplett. Es lohnt sich also auf alle Fälle, bei den Black History Heroes einmal vorbeizuschauen.

Die Betreiber der Seite sitzen in den USA, sie sind per Mail historyheroes@outlook.com zu erreichen. Außerdem gibt es einen Twitter-Account mit dem selben Namen – also BlackHistoryHeroes.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Kategorien: Geschichte, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Der afrikanischen Seele auf der Spur


Es ist noch nicht so lange her, da habe ich Euch zwei Kleinode vorgestellt. Zwei interessante Museen über Afrika – gelegen in relativ kleinen Städten. Heute habe ich wieder so einen Fall: das Völkerkundliche Museum Witzenhausen. Die Macher versprechen dem Besucher eine spannende Reise durch die Vielfalt der Kulturen. Was sicherlich nicht übertrieben ist. Denn alleine Afrika hat hier ja jede Menge zu bieten. 

Die Ausstellung führt den Besucher auf eine spannende Reise zu einer großen Vielfalt von Kulturen der Welt. Sie zeigt beispielhaft Gegenstände der materiellen Kultur, die von Menschen in ihrem jeweiligen sozial-ökologischen Kontext geschaffen wurden, oder die sie infolge Kulturkontaktes angenommen haben. Diese prägen das Bewußtsein, die Eigenart und die Arbeit der nach ihnen Lebenden. Die 1976 gegründete „Stiftung Völkerkundliches Museum Witzenhausen“ wird getragen vom Deutschen Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft und der Stadt Witzenhausen. Die Sammlung umfasst etwa 2000 Objekte. Die Ausstellung zeigt ständig ca. 1200 Stücke auf 200 Quadratmeter. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Umwelt. Gezeigt werden Geräte, mit denen wir Nahrung gewinnen, verarbeiten und genießen können. Außerdem gibt es Kleidung, Schmuck und Waffen aus zu sehen – aus Afrika südlich der Sahara. Die Besucher können sich über verschiedene Wirtschaftsformen informieren und durchschreiten sozusagen verschiedene ökologische Zonen. 

Die San-Gruppen im südlichen Afrika dienen als Beispiel für eine Wildbeuter Kultur. Das Leben der Hirtennomaden den Maasai in Ost- und den Herero im südlichen Afrika (Namibia) dargestellt. Unter anderem mit den Akan aus dem heutigen Ghana werden Ackerbaukulturen Ost- und Westafrikas vorgestellt. 5

Das Haus befindet sich in der Steinstraße 19. Es ist April bis Oktober Mittwoch von 15 bis 17 Uhr und Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen können nach Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten arrangiert werden. Wissenschaftliches Arbeiten ist nach vorheriger Kontaktaufnahme jederzeit möglich. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. 

Nicht weniger interessant ist das Museum Soul of Afrika in Essen. Ethnologe und Fotojournalist Henning Christoph stellte eine einzigartige Sammlung kultureller Zeugnisse der Vodun-Religion zusammen. Auf der Internetseite des Museums befindet sich eine Einführung von Professor Joseph Adande vom Department for Art History der Universität von Cotonou in Benin, die ich hier ungekürzt wiedergeben möchte: „Die hier zusammengetragene Sammlung überzeugt den Kenner afrikanischer Kunst und überwältigt den interessierten Laien. Es ist eine reichhaltige und inhaltsreiche Kollektion, die nirgendwo zu finden sein wird, nicht in Afrika, nicht in Europa oder Amerika. Diese einzigartige Auswahl, zusammengetragen vom Kurator Henning Christoph, gibt den „Westafrikanischen Göttern der Sklavenküste“ Raum sich selber auszudrücken. Ein herausragendes Beispiel der Sammlung ist die Gruppe von prachtvollen „Yoruba“-Kostümen, die im Kult von den Mitgliedern der Geheimgesellschaft „Egungun“ getragen werden. Die Kostüme repräsentieren die Ahnen, die während der Zeremonien mit uns sind. Wir werden auch einen Original „Asen“-Altar des Stammes „Fon“ für ihre Toten sehen. Von höchster Qualität sind auch die aktivierten „Bocios“. „Bocios“ sind geschnitzte Figuren, behaftet mit einem Zauber, der für das Gute wie das Böse benutzt werden kann. In ihrer Gesamtheit gibt die Sammlung einen tiefen und umfassenden Einblick in die Voodoo-Kultur Westafrikas. Die Kunst der Voodoo-Kultur wird in ihrer gesamten Breite widergespiegelt. Ich bin überzeugt davon, dass die Besucher der Ausstellung einen nachhaltigen Eindruck gewinnen werden, was Voodoo wirklich ist.“ 

Der Träger des Museums ist der Verein gleichen Namens. Geöffnet ist Donnerstag, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr sowie Freitag von 18 bis 22 Uhr. Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt, Schüler und Studenten sechs, Kinder unter zwölf Jahren vier. Das Haus ist in der Rüttenscheider Straße 36 zu finden. Es ist per Straßen- und U-Bahn zu erreichen.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

 

 

 

 

 

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Afrikanische Kunst in Leipzig und Göttingen


Unser Trip durch die Welt der Museen mit afrikanischer Kunst führt uns heute nach Leipzig. Das dortige Museum für Völkerkunde über 45.000 afrikanische Objekte. Die Stücke gelangten vor allem während der deutschen Kolonialzeit in die Sammlung. Und so bilden Werke aus Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika (Tansania) und Deutsch-Südwestafrika (Namibia) einen Schwerpunkt. Aber auch aus vielen anderen Gebieten West-, Zentral-, Ost- und Südafrikas erhielt das Museum überwiegend von deutschen Forschern und Reisenden Sammlungen. Zu den bedeutendsten zählen die umfangreichen Sammlungen von Leo Frobenius aus Westafrika: Er brachte Stücke aus Guinea, Mali, Burkina Faso, Togo, Nigeria und Kamerun.

 Zu den wertvollsten Beständen gehört die Benin-Sammlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts bis auf wenige Objekte durch Hans Meyer, Mitinhaber des Bibliographischen Instituts Leipzig, ins Museum gekommen ist. Ein weiterer Name, der zu nennen wäre, ist der Robert Visser. Er war einst Plantagendirektor im Dienst einer holländischen Handelsfirma. Von ihm stammen Kunstwerke von den Völkern des nördlichen Kongo. Geographische Schwerpunkte sind darüber hinaus Angola und Südafrika.

Das Haus befindet sich im Bereich der Prager Straße, ist vom Hauptbahnhof zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen. Die Straßenbahnlinien 4, 7, 12 und 15 steuern es an. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, geschlossen ist allein an Heilig Abend und Silvester. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt deren sechs. Personen unter 17 Jahren müssen nichts bezahlen.

Die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen wiederum ist eine der bedeutendsten Lehr- und Forschungssammlungen im deutschsprachigen Raum. Ihre Anfänge reichen bis in die Zeit der Aufklärung zurück. Mit 4.500 Ausstellungsstücken bildet der Afrika-Bestand den „Löwenanteil“. Er wurde vor einigen Jahren von Studenten neu gesichtet und überarbeitet. Es entstanden dadurch mehrere Ausstellungsschwerpunkte.

Dargestellt werden der kulturelle Wandel, die verschiedenen Wirtschaftsweisen oder das Arbeitsleben im Bereich von Töpferei, Weberei und Metallgusstechniken. Betrachtet werden die traditionelle Kriegsführung, Musikinstrumente sowie Masken und Skulpturen. im Zusammenhang von Kult, Religion und medizinischer Praxis. Zum Beispiel ist eine kompletten Schmiedewerkstatt eingerichtet – oder auch eine Küche bei den Kanuri im Sahelgebiet. Die Göttinger Sammlung dient vor allem der Lehre und Forschung. Darüber hinaus ist sie der Öffentlichkeit, soweit es die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten erlauben, in Dauer- und Sonderausstellungen sowie Führungen zugänglich. Vorträge und Filmvorführungen ergänzen das Informationsangebot.

Es werden immer wieder Kindernachmittage organisiert. Den nächsten gibt es am 7. Februar. Dabei geht es um einen toleranten Umgang mit fremden Kulturen. So ist es auf der Internetseite des ethnologischen Instituts zu lesen. Vielleicht sollten die Initiatoren so etwas auch für Legida anbieten. Aber ich schweife schon wieder vom Thema ab.

Die Adresse der Sammlung lautet Theaterplatz 15, sie ist sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Erwachsene müssen drei Euro Eintritt zahlen, Schüler 1,50 Euro. Die Famlienkarte kostet fünf Euro. Kinder bis sieben Jahren und Studenten des Instituts haben freien Eintritt.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

 

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum, Startseite | Schlagwörter: , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wo kommt mein Opa her?


Das ich auf Archäologie und Geschichte stehe, habe ich Euch ja schon öfters wissen lassen. Und vor allem finde ich es gut, wenn sich jemand mit den eigenen Wurzeln befasst. Mark und Charmaine Simpson denken da genau so. Und deshalb haben sie 2008 die Black History Studies gegründet. Ziel der Organisation ist – kurz gesagt – Menschen mit Wurzeln aus Afrika ihre eigene Geschichte näherbringen. Es soll letztendlich mithelfen, die eigene Identität zu finden. 

Im Blick haben sie vor allem die Menschen im Vereinigten Königreich Großbritannien. Die beiden Initiatoren leben eben dort. Durch ihr umfangreiches Internetangebot kann sich aber ein jeder – also auch wir – ein Bild von ihrer Arbeit machen. 

Und die ist gut und umfassend. So hat die Organisation schon mehrere Bücher über afrikanische Geschichte herausgebracht. Besonders lobenswert dabei: Es ist eines für Kinder darunter.

Außerdem werden Museumstouren organisiert und spezielle Reisen, bei denen die Geschichte im Vordergrund steht, auf die Beine gestellt. Filmvorführungen mit Streifen zum Thema fehlen nicht. Ein Netzwerk von Menschen mit afrikanischen Wurzeln soll entstehen. Immerhin sind dort schon 5000 Menschen miteinander verbunden. 

Das ist jetzt durchaus für die afrikanische Gemeinschaft im deutschsprachigen Raum interessant. Die Organisation bietet Workshops an, bei denen es eine Einführung in die Historie der Afrikaner gibt. Grundsätzlich ist es eingeteilt in Anfänge- und Fortgeschrittenenkurse. Dabei gibt es dann auch Spezialthemen: Ein Angebot befasst sich mit Frauen in der Geschichte, ein anderes beackert die Nische Wirtschaftsgeschichte. Es kann nicht anders sein: Die Sklaverei im 16. bis 19 Jahrhundert spielt eine Rolle. Und sogar das gibt es: einen Kochkurs! 

Es gibt außerdem einen eigenen Blog. Der ist über einen Link auf der Homepage zu finden. Dazu gibt es eine kleine Sammlung von nützlichen Internetlinks zum Thema. Wer sich eingehender mit der Arbeit der Black African Studies auseinandersetzen und Informationen erhalten will, der kann sich in eine Maillingliste eintragen. 

Die beiden Initiatoren wissen, was sie tun. Charmaine Simpson hat ein Universitätsstudium hinter sich und sammelte ein Jahrzehnt Berufserfahrung, bevor sie gemeinsam mit ihrem Mann die Organisation gründete. Der hat speziell afrikanische Geschichte studiert – arbeitet als Autor und Künstler.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Kategorien: Geschichte, Internet, Kultur, Startseite | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kleinode der afrikanischen Kunst


Bei unserer Reise durch die Museen mit afrikanischer Kunst sind wir ja vergangenes Mal schon in Sachsen angekommen. Und hier sollten wir das Afrikahaus Sebnitz auf keinen Fall links liegen lassen. Es besteht seit 2001, neben dem Museum existiert eine Bibliothek und eine Begegnungsstätte. 

Das Haus birgt rund 4000 Exponate. Es ist das einzige Museum dieser Art im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Es gibt mehrere Ausstellungsschwerpunkte: Das ist einmal die deutsche Kolonialzeit mit Exponaten aus Namibia und Südafrika. Es gibt Masken aus Gabun und eine Fotodokumentation über das Wirken Albert Schweitzers. Außerdem ist ein Teil der Ausstellung dem Andenken des deutschen Afrikaforscherss Heinrich Barth gewidmet. Die Stücke stammen aus der Sammlung der Heinrich-Barth-Gesellschaft.

Hinter dem Projekt steht der „Freundeskreis Afrikahaus Sebnitz“. Er organisiert regelmäßig Vorträge, Filmvorführungen und vieles mehr. Das Museum ist in der Hertigswalder Straße 12 bis 14 zu finden. Es ist Januar bis zum 29. März Dienstag von 10 bis 15 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ansonsten täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr. Die jeweils aktuellen Öffnungszeiten finden sich im Internet.

Ein Weiteres Kleinod ist das Völkerkundemuseum Herrnhut. Es bewahrt gegenwärtig rund 6000 ethnographische Objekte. Missionare der Evangelischen Brüder-Unität haben sie in der Zeit zwischen 1878 und 1940 zusammengetragen. Die Sammlung des Hauses gehört auf Grund ihrer Geschichte in die Reihe der Missionsmuseen. Dabei zählt das 1878 gegründete Herrnhuter Museum (mit seinem Vorläufer, dem seit 1758 nachweisbaren Naturalienkabinett der Brüder-Unität) zu den ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum. So ist es auf der Internetseite des Hauses zu lesen.

Mit seinem im Gründungsnamen geäußerten Anspruch eines „ethnographischen kultur- und naturhistorisch-wissenschaftlichen Museums“ stelle es innerhalb der Missionsmuseen, die vordergründig zur „Missionspropaganda“ gegründet wurden, eine der wenigen Ausnahmen dar. Durch die Übernahme aus anderen Einrichtungen (1926: Sammlung der Missionskinderanstalt Kleinwelka, 1947/48: Reste des brüderischen Naturalienkabinetts Barby/Niesky, um 1960: brüderische Sammlung aus Neudietendorf) sind in der Gegenwart große Teile der ethnographischen Sammlungen aus den Missionsgebieten der Brüder-Unität in Herrnhut konzentriert. Die Ausstellungsstücke stammen in der Mehrheit aus jenen Regionen, in denen die Herrnhuter Missionstätigkeit betrieben. Das Museum ist geöffnet: Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 9 bis 12 und 13:30 bis 17 Uhr. Am 24. und 31. Dezember geschlossen. Alle Ausstellungen sind barrierefrei zugänglich (auch für Elektrorollstühle), das Museum verfügt über einen Aufzug und eine behindertengerechte Sanitäranlage.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum, Startseite | Schlagwörter: , , , , , , | 3 Kommentare

Afrika in Bremen und Dresden


 

 

 

Bei unserer Reise durch die afrikanische Museumswelt machen wir diesmal an der Weser halt. Und besuchen das Übersee Museum Bremen. Ferne Kontinente faszinieren seit jeher Reisende und Daheimgebliebene. So steht es auf der Internetseite zu lesen. Ja – Das macht neugierig.

Das Haus will einen Mix aus Völker- Handels- und Naturkunde bieten. Nach eigener Aussage gab es schon Ehrungen der UNESCO-Kommission.

Die Beschreibung der Afrikasammlung macht nun auch wirklich neugierig. Was steckt wirklich hinter dem Namen Afrika, der zahlreiche Assoziationen wecke? Die Museumsbesucher sollen die Antwort darauf erhalten.

Die Sammlung zum Kontinent ist in mehrere Bereiche gegliedert. Gezeigt wird da einmal der Alltag einer Stadt – dargestellt am Beispiel der kenianischen Metropole Nairobi. Der große Naturraum Sahara erhält in der Abteilung Lebensraum Wüste sein Recht. Die Museumsmacher gehen ein auf die vielen Rohstoffe des Kontinents und zeigen auf, wie viele verschiedene Völker es in Afrika gibt. Und – das ist sehr lobenswert – es gibt einen eigenen Bereich, der zeigt, wie der Mensch entstanden ist. Das ist ja bekannterweise in Afrika passiert.

Das Haus ist am Bahnhofsplatz 13 zu finden – direkt am Hauptbahnhof. Es ist Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Neujahr, Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester ist geschlossen. Erwachsene zahlen 6,50 Euro Eintritt, Kinder ab sechs Jahren 2,50 Euro. Die Familienkarte kostet 13.50 Euro

Pegida zum Trotz gibt es ein Museum für Völkerkunde in Dresden. Ja – das musste jetzt sein. Doch weiter im Text. Haus gehört zu den ältesten seiner Art in Deutschland. Denn es geht zurück in die Mitte des 16. Jahrhunderts, als der sächsische Kurfürst August seine Kunstsammlungen begründete. Offiziell gegründet wurde es 1875.

Die Afrikasammlung umfasst 17 500 einzelne Objekte. Zu den ältesten Stücken gehören Elfenbeinschnitzereien aus dem Umfeld des ehemaligen Königreiches Benin im Süden des heutigen Nigerias. Die ersten davon kamen wahrscheinlich schon im 17. Jahrhundert nach Dresden.

Der größte Teil der Sammlung wurde jedoch zwischen 1840 und 1930 zusammengetragen. Die Schwerpunkte sind:

– der christlich-religiöse Bereich Abessiniens

– die Hirtenkultur der Somali

– die städtische Swahili-Kultur,

– Handwerk in Südostafrika

– die Kultur der Khoisan und Herero in Süd- und Südwestafrika

-Zentralafrika

– Sammlungen aus Kamerun und dem Cross-River-Gebiet in Westafrika

Das Museum befindet sich auf dem Palaisplatz 11. Es ist mit der Straßenbahn mit den Linien 6, 9 und 11 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es im Internet. Rahmenprogramm mit Führungen und speziellen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Darunter auch Geburtstagsfeiern.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

Kategorien: Bildung, Geschichte, Museum | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Keramik aus Nigeria – und vieles mehr


 

 

Hallo: Bei unserer Reise durch die Welt der Afrikanischen Kunst machen wir diesmal im Hetjens-Museum Düsseldorf halt. Das Haus hat sich voll und ganz auf Keramik spezialisiert. Es trägt deshalb auch den Namen Deutsches Keramikmuseum. Schön, dass darin der mir lieb gewonnene Kontinent Aufnahme gefunden hat. Afrika ist mit Skulpturen und Gefäßen vertreten. Zum Beispiel sind Königsköpfe der Mossi aus dem heutigen Burkina Faso zu sehen. Oder Kultgefäße der Yoruba im heutigen Nigeria. Außerdem Stücke der Dogon-Kultur.

Das Museum geht auf Laurenz Heinrich Hetjens zurück. Er hatte eine Vorliebe für rheinisches Steinzeug ab der Gotik. Im Laufe der Zeit entstand eine beachtliche Sammlung. In seinem Testament legt der 1906 Verstorbene fest, mit dieser Hinterlassenschaft ein Museum zu gründen. Drei Jahre später wurde es Wirklichkeit.

Das Haus befindet sich in der Schulstraße 4. Es hat Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Mittwoch bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro. Kinder und Jugendliche müssten nichts bezahlen. Das Museum ist mit mehreren Straßenbahn-, Bus- und U-Bahnlinien zu erreichen.

Das Weltkulturenmuseum Frankfurt hat ganz zu Recht seinen Platz im Reigen der hier vorgestellten Häuser. Wurden viele Museen im 19. Jahrhundert von Fürsten und Königen gegründet. Das Frankfurter Beispiel schufen Bürger für Bürger. Seine Anfänge gehen zurück ins Jahr 1817. In dem Jahr entstand die Senckenberische Naturforschende Geselleschaft. Deren ethnographische Sammlungen bildeten den Grundstock für das Haus. 1877 kam die Sammlung unter das Dach der Stadt Frankfurt. 1904 schließlich eröffnete das Museum.

Die Schwerpunkte der afrikanischen Sammlung liegen im Bereich Zentralafrika mit Angola, Kongo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik und Ruanda sowie Nordost- und Ostafrika mit Äthiopien, Sudan, Somalia, Uganda, Kenia und Tansania. Seit 1974 wird die historische Sammlung durch Werke zeitgenössischer Kunst ergänzt

Das Haus ist am Schaumainkai 29 bis 37 zu finden. Es ist Dienstag sowie Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Mittwoch bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro (ermäßigt 3,5o Euro). Jeden letzten Samstag im Monat ist der Eintritt kostenlos. Kinder bis sechs Jahren zahlen  grundsätzlich nichts. Das Museum ist mit Bus 46 sowie mehreren U-Bahn- und Straßenbahnlinien zu erreichen. Weitere Infos unter http://www.weltkulturenmuseum.de.

Beim nächsten Mal sehen wir uns bei unserer Reise durch die Museen der afrikanischen Kunst im hohen Norden wieder.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum, Startseite | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Reise zur Kunst aus Afrika geht weiter


Habt Ihr schon das Münchner Museum der fünf Kontinente besucht, das ich Euch vergangene Woche vorgestellt habe? Nein – es ist zu weit weg? Oder liegt einfach nicht auf Eurem Weg? Kein Problem, es gibt mehr davon. Schauen wir doch einmal in die Hauptstadt. Dort steht das Ethnologische Museum Berlin

Es ist einst aus der königlichen Kunstkammer Brandenburg-Preusens entstanden. Seit seiner Gründung 1873 gehört es zu den bedeutendsten in Europa. Es beherbergt rund 500 000 kunsthistorischer Objekte. Das ist jede Menge.

 Die Afrika-Sammlung umfasst etwa 75 000 Objekte. Mit dieser Zahl ist sie weltweit ganz vorne. Wobei es eben erstaunlich ist, dass da nicht etwa ein afrikanisches Museum zu nennen ist. Den Kolonialmächten sei dank! Sie haben viel Kunst aus Afrika gestohlen. Immerhin haben wir so die Möglichkeit, etwas über die Kultur Afrikas zu lernen.

 Das Museum zeigt Exponate aus allen Gegenden südlich der Sahara. Der Schwerpunkt liegt im 19. Und 20. Jahrhundert. Die Stücke aus Nigeria gehen dagegen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Schwerpunkte der Sammlung sind Nigeria, Kamerun, Kongo, Angola sowie Ostafrika.

Als speziellen Service für die kleinen Gäste gibt es das JuniorMuseum. Geöffnet ist es jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Es gibt spezielle Workshops, für die Ihr Euch aber bis drei Tage vor Beginn anmelden müsst. Genauere Informationen dazu wie grundsätzlich gibt es im Internet unter www.smb.museum/home.html

Das Museum befindet sich in der Lansstraße und ist zum Beispiel über die U-Bahn-Linie 3 zu erreichen. Es ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro. Bei einer Online-Buchung ist es um 50 Cent billiger.

Wir sind aber noch lange nicht am Ende. Auch in Hamburg steht ein Haus, in dem afrikanische Kunst genossen werden kann. Es versteht sich aus Welt-Kultur-Archiv. So steht es zumindest auf seiner Internetseite www.voelkerkundemuseum.com. Die Schwerpunkte der Afrikasammlung sind die Bereiche Kongofluss, Kamerun und Nigeria. 

Das Haus arbeitete früher mit dem bekannten deuteschen Afrikaforscher Leo Frobenius zusammen, von dem es allein 10 000 Exponate erhalten hat. Es sind Waffen, Masken, Skulpturen, Schmuck und Schnitzereien.

Höhepunkte sind Plastiken aus dem ehemaligen Königreich Benin. Das Museum entstand aus einer ethnografischen Sammlung der Stadtbibliothek in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Das Museum befindet sich in der Rothenbaumchaussee 64, ist unter anderem mit der U1 und der S11, S21 oder S31 zu erreichen. Der Eintritt kostet regulär 8,5 Euro, Ermäßigt vier Euro. Kinder haben freien Eintritt. Reguläre Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag ist bis 21 Uhr geöffnet. Für Kinder gibt es spezielle Führungen und Veranstaltungen.

Bis zur nächsten Folge unserer Museumsreise. Dann machen wir in Düsseldorf und Frankfurt Halt.

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Meisterwerke der Kunst


 

Als die ersten Kunstobjekte aus Schwarzafrika Europa erreichten, gerieten die damaligen weißen Kunstexperten ganz schön ins Schwitzen: Waren die Stücke doch von zum Teil höchster Qualität. Wie sollte das aber damit zusammengebracht werden, dass Afrika doch ein dunkler Kontinent ist und seine Bewohner bei weiten nicht die Fähigkeiten von uns Europäer haben?

Die Professoren suchten Auswege, brachten die Kunstobjekte aus Afrika über abwegige Gedankenwege mit weit entfernten Gegenden zusammen. Der deutsche Forscher Felix von Luschan war der Erste, der die Bedeutung dieser Kunst wirklich erkannte.

Fast schon typisch für den Umgang Europas mit fremden Kulturen ist, dass die Mehrzahl der Kunst aus Afrika nicht etwa dort besichtigt werden kann, sondern hier bei uns. Sie füllen zahlreiche ethnologischen Museen in Deutschland, Österreich, England und so weiter. Immerhin bedeutet das für uns: Wir können diese meisterhaften Leistungen genießen, ohne uns auf eine halbe Weltreise begeben zu müssen.

Und da dies so ist, sollten wir das auch tun. Die kommenden Tage eignen sich auch sehr gut dazu. Zumindest hier bei mir in Bayern dauern die Weihnachtsferien noch einige Tage an. Warum also nicht einen Ausflug ins Münchner Völkerkundemuseum machen. Seit 2014 heißt es Museum der fünf Kontinente. Dort ist nicht zuletzt eine umfangreiche Sammlung von Kunst der wichtigen Königskultur aus Benin im heutigen Nigeria zu bewundern.

Das Haus wurde 1862 gegründet und ist somit das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Wie gesagt gehört die höfische Bronzekunst aus dem Reich Benin zu den wichtigsten Exponaten aus dem Bereich Afrika. Außerdem sind Figuren aus der Kongoregion, Masken von Mali bis Tansania zu sehen. Die Sammlung gehört laut Museumsleitung zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art.

Die ältesten Stücke entstammen der Kunstkammer der Wittelsbacher. Es sind Elfenbeinschnitzereien aus den Händen westafrikanischer Künstler. Die neuesten Werke schufen international bedeutende zeitgenössische Bildhauer aus Afrika.

Das Museum befindet sich in der bekannten Maximiliansstraße in München. Es hat Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – außer Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, Heiliger Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt vier Euro, am Sonntag einen Euro. Kinder und Jugendliche sind frei.

In den kommenden Wochen werde ich weitere Museen mit afrikanischer Kunst vorstellen. Die Wochen im Winter sind ja wie geschaffen für einen Besuch im Museum. Ihr solltet nicht die ganze Zeit über vor dem Computer sitzen. Mit einer Ausnahme: Dienstag und Freitag gibt es jeweils neues von mir zu hören. Sorry: Zu lesen sollte das heißen.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

Kategorien: Geschichte, Kultur, Museum | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mit Pickel und Schaufel


 

Ich grabe gerne im Untergrund. Ja – ich wühle gerne im Boden herum. Nun gut – zugegebenermaßen habe ich das schon lange nicht mehr gemacht. Als Student war ich aber so unterwegs – auf einigen archäologischen Ausgrabungen rund um Regensburg. Weil ich eben Vorgeschichte studierte habe. Es stimmt: Bis nach Afrika bin ich damals noch nicht gekommen.

Mittlerweile habe ich mich unter die Schreiberlinge und Autoren gemischt. Aber Archäologe ist bis zum heutigen Tag mein Faible. Wer seit Beginn meines Blogprojekts mit von der Partie ist, weiß das ja bereits. Auch, dass es schwer ist, an Nachrichten und Neuigkeiten über afrikanische Archäologie zu kommen.

Es gibt zum Glück eine Organisation, die etwas gegen dieses Manko unternimmt: Die Vereinigung der Archäologen Afrikas. Korrekt heißt sie: PanAfrican Archaeological Association of Prehistory and Related Studies.

Sie geht auf eine Initiative von Louis Leakey in Kenia zurück. Er organisierte den ersten afrikanischen Archäologenkongress im Januar 1947 in Nairobi. 54 Delegierte aus 27 Ländern waren dazu angereist. Sie verabschiedeten auch gleich eine Satzung für die Organisation – der Franzose Henry Breuil wurde zum ersten Vorsitzenden bestimmt.

Die Gruppe wollte ihre Erkenntnisse austauschen und ein Forum bieten, diese zu veröffentlichen. Es geht seither um Forschungen in der Geologie, Klimakunde, Paläontology – und eben Archäologie.

Bis zum heutigen Tag gehen Tagungen – immer in einer anderen afrikanischen Stadt – über die Bühne. Die Geschichte der Gruppe ist zwar über die Jahrzehnte hinweg ein Auf und Ab. Es gibt Zeiten, da liegen viele Jahre zwischen den einzelnen Treffen. Aber solche Durststrecken kennt ein jeder Verein. Mittlerweile gibt es die Kongresse wieder regelmäßig.

Und das Best dabei: Die Vorträge und Referate der wissenschaftlichen Tagungen gibt es nicht nur zusammengefast in gedruckter Form. Nein, wir haben sie online zur Verfügung. Jeder, der will, kann sie auf http://new.panafprehistory.org einsehen und im PDF-Format herunterladen.

Ihr könnt jetzt einwenden, wer interessiert sich schon für Steinzeitgruppen aus der südlichen Sahara. Oder über Kultgegenstände aus dem 14. Jahrhundert aus Ostafrika. In beiden Fällen wäre ich bei mir selbst auch nicht so sicher. Über den Beginn der Landwirtschaft im westlichen Regenwald: Da bin ich schon eher mit dabei.

Sicherlich ist vieles davon nur für absolute Experten interessant. Jedoch ist es ein Zugewinn, diese Erkenntnisse im Internet frei zugänglich zu wissen. Sie zeigen das breite Spektrum der Forschung – und wer sich informieren will, muss nicht tagelang durch Bibliotheken stöbern.

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

 

Kategorien: Archäologie, Forschung, Geschichte, Internet | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.