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Über wolfgangsafrika

Seit 1995 arbeite ich als Journalist. Regelmäßig erscheinen meine Artikel zu den Themen Politik, Gesellschaft, Kultur und Sport. Seit der Kindheit interessiere ich mich sehr für Geschichte. Was sich in eine Studium der Vor- und Frühgeschichte und Afrikanistik niedergeschlagen hat. Seit langem ist mein Blick auf den so genannten schwarzen Kontinent gerichtet, der in Wirklichkeit hell und farbenfroh ist. Das kommt allerdings in den Medien kaum zur Geltung. Dabei hat er viel Positives zu bieten. Deshalb will ich ihm eine Stimme verleihen. Seit langem beschäftige ich mich mit Kultur und Geschichte Westafrikas. Ich kenne das Land Nigeria von mehreren längeren Reisen.

Die Reise zur Kunst aus Afrika geht weiter


Habt Ihr schon das Münchner Museum der fünf Kontinente besucht, das ich Euch vergangene Woche vorgestellt habe? Nein – es ist zu weit weg? Oder liegt einfach nicht auf Eurem Weg? Kein Problem, es gibt mehr davon. Schauen wir doch einmal in die Hauptstadt. Dort steht das Ethnologische Museum Berlin

Es ist einst aus der königlichen Kunstkammer Brandenburg-Preusens entstanden. Seit seiner Gründung 1873 gehört es zu den bedeutendsten in Europa. Es beherbergt rund 500 000 kunsthistorischer Objekte. Das ist jede Menge.

 Die Afrika-Sammlung umfasst etwa 75 000 Objekte. Mit dieser Zahl ist sie weltweit ganz vorne. Wobei es eben erstaunlich ist, dass da nicht etwa ein afrikanisches Museum zu nennen ist. Den Kolonialmächten sei dank! Sie haben viel Kunst aus Afrika gestohlen. Immerhin haben wir so die Möglichkeit, etwas über die Kultur Afrikas zu lernen.

 Das Museum zeigt Exponate aus allen Gegenden südlich der Sahara. Der Schwerpunkt liegt im 19. Und 20. Jahrhundert. Die Stücke aus Nigeria gehen dagegen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Schwerpunkte der Sammlung sind Nigeria, Kamerun, Kongo, Angola sowie Ostafrika.

Als speziellen Service für die kleinen Gäste gibt es das JuniorMuseum. Geöffnet ist es jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. Es gibt spezielle Workshops, für die Ihr Euch aber bis drei Tage vor Beginn anmelden müsst. Genauere Informationen dazu wie grundsätzlich gibt es im Internet unter www.smb.museum/home.html

Das Museum befindet sich in der Lansstraße und ist zum Beispiel über die U-Bahn-Linie 3 zu erreichen. Es ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt vier Euro. Bei einer Online-Buchung ist es um 50 Cent billiger.

Wir sind aber noch lange nicht am Ende. Auch in Hamburg steht ein Haus, in dem afrikanische Kunst genossen werden kann. Es versteht sich aus Welt-Kultur-Archiv. So steht es zumindest auf seiner Internetseite www.voelkerkundemuseum.com. Die Schwerpunkte der Afrikasammlung sind die Bereiche Kongofluss, Kamerun und Nigeria. 

Das Haus arbeitete früher mit dem bekannten deuteschen Afrikaforscher Leo Frobenius zusammen, von dem es allein 10 000 Exponate erhalten hat. Es sind Waffen, Masken, Skulpturen, Schmuck und Schnitzereien.

Höhepunkte sind Plastiken aus dem ehemaligen Königreich Benin. Das Museum entstand aus einer ethnografischen Sammlung der Stadtbibliothek in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Das Museum befindet sich in der Rothenbaumchaussee 64, ist unter anderem mit der U1 und der S11, S21 oder S31 zu erreichen. Der Eintritt kostet regulär 8,5 Euro, Ermäßigt vier Euro. Kinder haben freien Eintritt. Reguläre Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag ist bis 21 Uhr geöffnet. Für Kinder gibt es spezielle Führungen und Veranstaltungen.

Bis zur nächsten Folge unserer Museumsreise. Dann machen wir in Düsseldorf und Frankfurt Halt.

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Journalisten für Afrika


 

“Ebola legt Afrika lahm”, titelte vor wenigen Wochen eine überregionale Tageszeitung in Deutschland. Die Vorstellung, dass Afrika ein von Kriegen, Krisen und Armut gebeuteltes Land sei, ist in Deutschland noch immer erschreckend weit verbreitet.

Ich will mich jetzt nicht mit fremden Federn schmücken. Diese Aussage könnte von mir sein. Sie stammt aber vom Projekt “Journafrika. Afrika anders denken.” Sie ist auf dem Internetportals des Projekts zu finden. Die Adresse lautet http://journafrica.org.

Es handelt sich um junge, engagierte Menschen, die ein gemeinsames Ziel verbindet: eine vielfältige Berichterstattung aus afrikanischen Ländern. Die gut informiert und nicht einseitig berichtet. Es sei Zeit für neue Afrikabilder. Das ist wahr. Ob es der Sparzwang ist, der Redaktionen dazu treibt, allein auf Agenturmaterial zu bauen und nicht selber intensiv zu recherchieren? So kritisiert Journafrika. Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es einfach auch zu geringes Interesse an dem Kontinent.

Wie auch immer: Das Projekt will dem Qualität entgegensetzen. Und zwar Qualität aus Afrika. Denn Journafrica ist eine Plattform, auf der afrikanische Journalisten zu Wort kommen. Die Mitarbeiter durchforsten die Berichte afrikanischer Medien. Deren Artikel werden übersetzt, auf die eigene Plattform gestellt und über die sozialen Medien verbreitet. Mehr Vielfalt in der Berichterstattung über Afrika ist das Ziel. Der Kontinent ist farbenfroh und kein Hort von Katastrophen. Ich wiederhole mich!

Noch steht die Redaktion von Journafrica am Anfang. Sie sind derzeit auf der Suche nach Mitmachern, die schon Erfahrung im Journalismus und mit Sozialen Medien gemacht haben. Neben gewisser Erfahrung sind auch Fremdsprachenkenntnisse notwendig. Es würde sich dabei um ein freiwilliges Engagement handeln. Die Möglichkeit eines Praktikumszeugnisses besteht.

Ich finde: Wer die Möglichkeit sieht, dabei mitzumachen, der sollte es tun. Es ist ein spannendes Projekt, das es verdient hätte, sich zu etablieren. Das Projekt begann im Sommer 2014. Derzeit sind es etwa 20 Leute, die kontinuierlich daran mitarbeiten. Und die sind scharf auf Rückmeldungen. Auf Feedback – wie es neudeutsch heißt. Also, geht auf ihre Internetseite, lest Euch die berichte durch und schreibt den Initiatoren, was Ihr davon denkt.

Das Projekt hat seinen Sitz in Leipzig. Es wird gefördert aus Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken, des Katholischen Fonds und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt.

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Meisterwerke der Kunst


 

Als die ersten Kunstobjekte aus Schwarzafrika Europa erreichten, gerieten die damaligen weißen Kunstexperten ganz schön ins Schwitzen: Waren die Stücke doch von zum Teil höchster Qualität. Wie sollte das aber damit zusammengebracht werden, dass Afrika doch ein dunkler Kontinent ist und seine Bewohner bei weiten nicht die Fähigkeiten von uns Europäer haben?

Die Professoren suchten Auswege, brachten die Kunstobjekte aus Afrika über abwegige Gedankenwege mit weit entfernten Gegenden zusammen. Der deutsche Forscher Felix von Luschan war der Erste, der die Bedeutung dieser Kunst wirklich erkannte.

Fast schon typisch für den Umgang Europas mit fremden Kulturen ist, dass die Mehrzahl der Kunst aus Afrika nicht etwa dort besichtigt werden kann, sondern hier bei uns. Sie füllen zahlreiche ethnologischen Museen in Deutschland, Österreich, England und so weiter. Immerhin bedeutet das für uns: Wir können diese meisterhaften Leistungen genießen, ohne uns auf eine halbe Weltreise begeben zu müssen.

Und da dies so ist, sollten wir das auch tun. Die kommenden Tage eignen sich auch sehr gut dazu. Zumindest hier bei mir in Bayern dauern die Weihnachtsferien noch einige Tage an. Warum also nicht einen Ausflug ins Münchner Völkerkundemuseum machen. Seit 2014 heißt es Museum der fünf Kontinente. Dort ist nicht zuletzt eine umfangreiche Sammlung von Kunst der wichtigen Königskultur aus Benin im heutigen Nigeria zu bewundern.

Das Haus wurde 1862 gegründet und ist somit das älteste Museum seiner Art in Deutschland. Wie gesagt gehört die höfische Bronzekunst aus dem Reich Benin zu den wichtigsten Exponaten aus dem Bereich Afrika. Außerdem sind Figuren aus der Kongoregion, Masken von Mali bis Tansania zu sehen. Die Sammlung gehört laut Museumsleitung zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art.

Die ältesten Stücke entstammen der Kunstkammer der Wittelsbacher. Es sind Elfenbeinschnitzereien aus den Händen westafrikanischer Künstler. Die neuesten Werke schufen international bedeutende zeitgenössische Bildhauer aus Afrika.

Das Museum befindet sich in der bekannten Maximiliansstraße in München. Es hat Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – außer Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, Heiliger Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt vier Euro, am Sonntag einen Euro. Kinder und Jugendliche sind frei.

In den kommenden Wochen werde ich weitere Museen mit afrikanischer Kunst vorstellen. Die Wochen im Winter sind ja wie geschaffen für einen Besuch im Museum. Ihr solltet nicht die ganze Zeit über vor dem Computer sitzen. Mit einer Ausnahme: Dienstag und Freitag gibt es jeweils neues von mir zu hören. Sorry: Zu lesen sollte das heißen.

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Brücken Bauen nach Afrika


Das Wissen über Politik, Gesellschaft und Kultur Afrikas ist in unseren Breiten erschreckend gering. Stimmt! Der Satz könnte von mir sein, er ist die Kurzzusammenfassung meiner Vorstellung auf der Über Mich Seite. Er ist nur nicht von mir. Sondern von den Machern von Voice of Afrika in Landshut. Es ist der Name eines Vereins, den Deutsche und Afrikaner gemeinsam im Jahr 2004 gegründet haben. 

Was sie wollen? In der Tat fast das Selbe wie ich: Ihren Mitmenschen die afrikanischen Kulturen näherbringen. Und zur Verständigung der verschiedenen Völker beibringen. OK – das Wort Volk gefällt mir jetzt nicht so, aber so schreiben sie es eben auf ihrer Internetseite http://vala-landshut.de. Alle Menschen, die sich für Afrika interessieren, sind zum Mitmachen eingeladen – ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder politischen Einstellung. Gut – diese Formulierung gefällt mir jetzt umso besser.

 Der Verein hat einiges erreicht im vergangenen Jahrzehnt. Sonst hätte er nicht den niederbayerischen Integrationspreis erhalten. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht das Afrikafest, dass jedes Jahr an einem Wochenende im Sommer stattfindet. Ich selbst war dort auch schon mehrmals zu Gast. Es findet immer auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne statt. Und es ist gut zu wissen, dass dieser Ort jetzt ein Zentrum der Völkerverständigung ist. Es ist ein schönes Fest, es herrscht eine tolle Stimmung. Es ist zu merken, dass dabei Menschen mit viel Herzblut mitarbeiten.

 Außerdem organisiert der Verein weitere kulturelle Veranstaltungen. Es gibt Filmvorführungen, Vorträge, Diskussionen und Seminare. Sinn und Zweck ist immer: Den Menschen das kulturelle Leben Afrikas näher zu bringen.  Weiter so! Der Verein sucht die Zusammenarbeit sowohl mit deutschen als auch ausländischen Vereinen. Es ist schön zu wissen, dass es in meiner niederbayerischen Heimat einen Club wie den in Landshut gibt.

 Ist es der einzige in Deutschland? Zum Glück nicht! Nein – es ist auch nicht der Größte seiner Art. Zum Beispiel steht hinter dem bekannten Afrikafest in Würzburg auch ein solcher Verein. Ob der bekannter ist wie der in Landshut. Sicherlich – wobei ich jetzt nicht weiß, wie viele Menschen davon wissen. Aber mehr wie von den Aktionen in Landshut auf alle Fälle. Deshalb will ich hier erst einmal – in lockerer Folge – kleine, aber feine Projekte vorstellen. Große Veranstaltungen und Veranstalter kommen aber auch zu ihrem Recht – versprochen! Schreibt mir doch einfach, worüber ihr hier lesen wollt. Nur keine Scheu!

So: Und jetzt verabschiede ich mich erst einmal in den Weihnachtsurlaub. Keine Sorge, der dauert nicht allzu lange. Am 2. Januar werdet Ihr schon wieder von mir hören. Verprochen!

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Mit Afrika Geld verdienen


Werden Sie aktiv im Chancenkontinent Afrika! Hallo – das ist doch einmal ein Satz. Ganz nach meinem Geschmack! Endlich einmal jemand aus Europa, der nicht gleich an Katastrophen denkt, wenn der das Wort Afrika hört. OK – ganz so schlimm ist es nicht. Da gibt es schon den Einen oder Anderen, der beide Begriffe nicht sofort verbindet. 

Unternehmer aus Deutschland gehören dazu. Denn der Satz prangt ganz oben auf der Internetseite des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft. Dessen Mitglieder glauben daran, dass sie in Afrika gutes Geld verdienen können. Warum denn auch nicht! Wo sonst – wenn nicht dort – könnte deutliches Wachstum entstehen. 

Und so muss ich mich jetzt mit Wirtschaft auseinandersetzen. Ein Gebiet, das mir so gar nicht liegt. Wenn es so wäre, hätte ich ja Betriebswirtschaft studiert, säße jetzt in einem schönen Büro, würde jede Menge Geld verdienen… Halt: Ich schweife schon wieder ab. 

Sicher: Jetzt könnten wir denken. Schon wieder die Europäer. Schon wieder versuchen sie, in Afrika Geld zu machen. Nein – diesmal ist es im Gegensatz zur Kolonialzeit richtig: Deutsche Unternehmen investieren auf dem Kontinent und geben so auch den Menschen dort eine Chance. 

Den Verein gibt es schon seit den 30er Jahren.  Er gründete sich in Hamburg. Was jetzt nicht überraschen sollte. Die Stadt mit engen Banden zum weiten Meer war dafür selbstverständlich wie geschaffen. Dort gab es Händler, die fremde Länder und Kontinente im Auge hatten. In der Zeit, in der viele afrikanische Staaten unabhängig wurden, war es nicht zuletzt der Verein, der Kontakte knüpfte und Anlaufstelle für Afrikaner in Europa war. 

Der Verein informiert über Länder und Märkte in Afrika, stellt Kontakte her und vertritt die Interessen seiner Mitglieder im In- und Ausland. Aktuell zählt er  rund 600 Mitglieder, was eine stolze Zahl ist.  Er rühmt sich dafür, mittlerweile ein dichtes Netzwerk an Kontakten auf dem gesamten Kontinent zu haben. 

Und so finden sich im Internet unter www.afrikaverein.de jede Menge Informationen und Dienstleistungen für Unternehmer. Es gibt grundsätzliche Beratungen für Firmen, die planen, in Afrika tätig zu werden. Der Verein organisiert Unternehmer-Reisen auf den Kontinent und stellt Informationsveranstaltungen weit über das Themengebiet Wirtschaft hinaus auf die Beine. Es gibt Informationen über Messen in und über Afrika. 

Auf der Homepage finden sich darüber hinaus Nachrichten aus Afrika. In erster Linie selbstverständlich aus der Wirtschaft – aber nicht nur von dort. Für die Mitglieder gibt es regelmäßige Newsletter und grundsätzlich zahlreiche Publikationen zu verschiedenen Bereichen afrikanischer Wirtschaft. 

Es ist gut zu wissen, dass große Teile der deutschen Wirtschaft versuchen, ein realistisches Bild Afrikas zu zeichnen. Mich haben die Initiatoren auf alle Fälle als Mitstreiter im Boot.

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Mit Pickel und Schaufel


 

Ich grabe gerne im Untergrund. Ja – ich wühle gerne im Boden herum. Nun gut – zugegebenermaßen habe ich das schon lange nicht mehr gemacht. Als Student war ich aber so unterwegs – auf einigen archäologischen Ausgrabungen rund um Regensburg. Weil ich eben Vorgeschichte studierte habe. Es stimmt: Bis nach Afrika bin ich damals noch nicht gekommen.

Mittlerweile habe ich mich unter die Schreiberlinge und Autoren gemischt. Aber Archäologe ist bis zum heutigen Tag mein Faible. Wer seit Beginn meines Blogprojekts mit von der Partie ist, weiß das ja bereits. Auch, dass es schwer ist, an Nachrichten und Neuigkeiten über afrikanische Archäologie zu kommen.

Es gibt zum Glück eine Organisation, die etwas gegen dieses Manko unternimmt: Die Vereinigung der Archäologen Afrikas. Korrekt heißt sie: PanAfrican Archaeological Association of Prehistory and Related Studies.

Sie geht auf eine Initiative von Louis Leakey in Kenia zurück. Er organisierte den ersten afrikanischen Archäologenkongress im Januar 1947 in Nairobi. 54 Delegierte aus 27 Ländern waren dazu angereist. Sie verabschiedeten auch gleich eine Satzung für die Organisation – der Franzose Henry Breuil wurde zum ersten Vorsitzenden bestimmt.

Die Gruppe wollte ihre Erkenntnisse austauschen und ein Forum bieten, diese zu veröffentlichen. Es geht seither um Forschungen in der Geologie, Klimakunde, Paläontology – und eben Archäologie.

Bis zum heutigen Tag gehen Tagungen – immer in einer anderen afrikanischen Stadt – über die Bühne. Die Geschichte der Gruppe ist zwar über die Jahrzehnte hinweg ein Auf und Ab. Es gibt Zeiten, da liegen viele Jahre zwischen den einzelnen Treffen. Aber solche Durststrecken kennt ein jeder Verein. Mittlerweile gibt es die Kongresse wieder regelmäßig.

Und das Best dabei: Die Vorträge und Referate der wissenschaftlichen Tagungen gibt es nicht nur zusammengefast in gedruckter Form. Nein, wir haben sie online zur Verfügung. Jeder, der will, kann sie auf http://new.panafprehistory.org einsehen und im PDF-Format herunterladen.

Ihr könnt jetzt einwenden, wer interessiert sich schon für Steinzeitgruppen aus der südlichen Sahara. Oder über Kultgegenstände aus dem 14. Jahrhundert aus Ostafrika. In beiden Fällen wäre ich bei mir selbst auch nicht so sicher. Über den Beginn der Landwirtschaft im westlichen Regenwald: Da bin ich schon eher mit dabei.

Sicherlich ist vieles davon nur für absolute Experten interessant. Jedoch ist es ein Zugewinn, diese Erkenntnisse im Internet frei zugänglich zu wissen. Sie zeigen das breite Spektrum der Forschung – und wer sich informieren will, muss nicht tagelang durch Bibliotheken stöbern.

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Afrika in Bayern


Afrika in Bayern!?  Dieser Satz ist jetzt nicht nur grammatikalisch unvollständig. Er ist auch ein Widerspruch. Zumindest auf den ersten Blick. Warum soll denn ausgerechnet meinem Heimatland, das ich trotz so mancher Kritik an den Baiern meinerseits lieb habe, es so eng mit den Afrikanern haben? Ich will jetzt gar nicht  den unsäglichen Vorschlag der CSU nach der Spionage im Ehebett ausbreiten. Ja ja, der Vorschlag überall in der Wohnung Deutsch reden zu müssen, der würde ja auch das Schlafzimmer beinhalten. Nein, darüber sprechen wir jetzt nicht – das würde vom Thema dann doch wegführen. 

Aber meine Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Bayern gelten doch eher als eigenbrötlerisch und wenig weltoffen. Sie hängen sehr an der Tradition – aber eben an der eigenen. All  das stimmt auch – es gibt aber in der Tat noch eine andere Seite. Sonst wäre das nicht möglich: Gerade im Freistaat gibt es jede Menge Organisationen, Einrichtungen und Vereine, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Einheimischen die afrikanische Kultur näherzubringen. Was sicherlich nicht so einfach ist. Halt! Jetzt fange ich schon wieder an. 

Und das hätte selbst ich nicht gedacht: Es gibt viele Reisebüros, die Trips nach Afrika anbieten.  Und das Beste ist: Es gibt das Internetportal www.afrika-in-bayern.de, auf dem all das schön übersichtlich zusammengestellt ist. 

Es beginnt mit öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen. Da findet auch der Kontakte, der beispielsweise Informationen oder Hilfe zum Thema Migration, Ausländerbehörden und so weiter sucht. Dann geht’s gleich ins Eingemachte: Wer einen Trommelworkshop besuchen will, sich auf Partys oder Festen austoben will, bekommt jede Menge Möglichkeiten aufgetischt. Dieses Wort ist jetzt durchaus wörtlich zu nehmen. Denn auch Shops, in denen afrikanische Nahrungsmittel verkauft werden, sind gelistet. Da gibt es vieles – von der Banane bis zur Yamswurzel. Außerdem Firmen, die einen Bezug zu Afrika haben, Unis, in denen man über Afrika etwas lernen kann. 

Die Reisebüros habe ich ja schon genannt. Außerdem gibt es viele Tipps über Bücher, Musik und Filme über Afrika. Nun ja, da sind auch so Schnulzen mit dabei, bei denen Afrika nur als Kulisse dient. Das habe ich nicht so gern, aber ein kleiner Haken muss bei einer solch guten Sache wohl dabei sein. Und zu guter Letzt gibt es auch noch ein Glossar, bei dem interessante Begriffe rund um Afrika erklärt werden. Besser geht es nicht! 

Das Portal wird übrigens von denselben Leuten organisiert, die auch Afrikaport auf die Beine gestellt haben. Ihr wisst schon, die Infosammlung rund um Afrika, die ich vor einiger Zeit vorgestellt habe. Gibt es auch in Hessen, Baden Württemberg oder Hamburg Ähnliches?  Wenn ihr etwas wisst, nur her mit eurem Wissen.

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Ein Zentrum für Afrika


Auf die Engländer ist meine Gattin nicht gut zu sprechen. Und auf deren Königin schon gleich gar nicht. Sie nimmt es ihnen schlichtweg übel, wie sie sich auf dem afrikanischen Kontinent aufgeführt haben, als sie sich dort noch als Kolonialherren aufspielten durften. Und wenn ich an das Massaker denke, das sie beispielsweise 1897 in Benin im heutigen Nigeria verübt haben, kann ich meine Liebste auch gut verstehen. 

Vielleicht drückt die Engländer ja tatsächlich das schlechte Gewissen. Und vielleicht können sie ja etwas gut machen bei meiner Gattin. Und an dem Kontinent. Die Universität von London hat unter seinem Dach ein Zentrum für Afrikanische Forschungen. Es ist das größte seiner Art außerhalb Afrikas. Zumindest beschreibt es sich selber so. 

Was aber durchaus so sein kann. Denn die Lehrthemen sind schon umfassend: Studenten erfahren etwas über die Geschichte, die Künste, die Religionen, die Sprachen oder auch die Wirtschaft des Kontinents. Immerhin können Interessierte acht verschiedene typische afrikanische Sprachen erlernen. 

Es gibt eine eigene Bibliothek mit Büchern rund um Afrika. Das Zentrum gibt einen Newsletter heraus, auf dem die aktuellen Lehrinhalte aufgeführt sind. Darüber hinaus enthält er Informationen über Veranstaltungen zu Afrika außerhalb der Universität. Es gibt ein jährliches Journal, das über die Aktivitäten des Zentrums Auskunft gibt. Beides ist über das Internet auf www.soas.ac.uk/cas/ einzusehen. Außerdem gibt es einen eigenen Blog, der ebenso über den Internetauftritt zu erreichen ist. 

Ein Ziel des Forschungszentrums ist es, Afrikaner fitzumachen, damit sie nach ihrer Ausbildung fähig sind, am Fortschritt ihrer Herkunftsländer mitzuarbeiten. Das ist jetzt wirklich eine gute Sache und würde das – zumindest zum Teil – wiedergutmachen, was die Englänger vor hundert Jahren falsch gemacht haben. Ich werde meine Liebste mal fragen, ob das ihre Einschätzung über die Engländer ändern könnte. Eine kleine Chance besteht ja. 

Gegründet wurde das Center of African Studies 1965 an der Schule für Studien des Orients und Afrikas. Dort ist seine Verwaltung nach wie vor beheimatet. Das Zentrum ist seit 1991 dafür zuständig, interdisziplinäre Studien, Forschungen und Diskussionen über Afrika innerhalb der Universität anzustoßen. Und – das ist besonders wichtig – Das Interesse an afrikanischen Fragen zu erhöhen. 

Ein junger Mensch, der sich für Afrika interessiert und studieren will, der ist wohl in der Tat in London gut aufgehoben. Er muss aber nicht so weit reisen. Die Möglichkeit, sich über Afrika schlau zu machen, gibt es sehr wohl auch in Deutschland – an Universitäten wie München oder Frankfurt. Genau – über letztere habe ich hier schon berichtet. Und Infos über die weiteren werden noch folgen.

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Hand in Hand


Was jetzt kommt, klingt wie ein Märchen – oder zumindest wie eine schnulzige Geschichte: Hanns Peter Kirchmann reist eines Tages mit seiner Gattin nach Westafrika. Er will ihr zeigen, was er in einem früheren Leben als Mitarbeiter internationaler Organisationen so alles getrieben hat. Mittlerweile ist er längst Inhaber einer Planungsfirma im Hopfenland Hallertau. Eines Tages treffen die beiden unter der sengenden Sonne in Burkina Faso eine Ordensschwester. Die Drei kommen ins Gespräch. Die Gottesfrau leitet ein Krankenhaus, das arg heruntergekommen ist. Dort fehlt es an wichtigem medizinischen Gerät.

Das ist die Geburtsstunde der Kirchmann-Stiftung. Felicitas und Hanns Peter Kirchmann gründen die Stiftung „Main dans la Main.“. Wer jetzt Französisch kann, ist klar im Vorteil. Was jetzt ein dummer Spruch ist, denn ich kann es selber nicht. Der Satz heißt auf Deutsch „Hand in Hand“. Denn genau so geht die Geschichte weiter. Afrikaner und Deutsche machen sich gemeinsam auf den Weg. Und einige Jahre später wird in Sabou in Burkina Faso eine praktisch neue Krankenstation eröffnet. Es ist sogar eine Geburtsstation im entstehen. Sie soll im Frühjahr 2015 eingeweiht werden.

Das ganze ist also eine Erfolgsgeschichte. Die weiter geht. Denn die beiden Kirchmanns knüpfen bei einer weiteren Reise im Grenzgebiet zwischen Nigeria und Kamerun weitere Kontakte. Unterstützen seither eine Schule dort.

Vor allem schaffen es die beiden aber, in Bayern immer wieder Mitstreiter zu finden. Viele kulturelle Veranstaltungen dienen seit einigen Jahren dazu, Spenden zu sammeln. Kirchmann schafft es sogar, das Künstler aus Burkina Faso ein Visum für Deutschland bekommen. Sie treten hier auf, berichten über das Leben in Afrika und nehmen Hilfsgelder mit zurück nach Afrika.

Die Aktion ist ein gutes Beispiel, wie Spenden direkt und ohne Umwege helfen können.  Und die Arbeit ist nachhaltig. So werden Afrikaner als Mediziner und Pfleger geschult, so das eines Tages die Arbeit ohne Europäer weitergehen kann. Das Krankenhaus-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sinnvoll Hilfe sein kann. Wenn sie von den  richtigen Händen in richtiger Weise geleistet wird. Afrika. Europäer und Afrikaner können gut miteinander. Man muss Sie nur lassen. Wer sich für die Arbeit des Ehepaars Kirchmann interessiert, findet auf http://www.stiftung-kirchmann.de  die Details. Ich werde ab jetzt diese Plattform nutzen, um weitern Beispielen dieser Art Raum zu geben. 

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Ich bin nicht allein


Es ist tatsächlich wahr – ich bin nicht allein. Nun ja, ein wenig habe ich tatsächlich gedacht, ich wäre der einzige, den es stört, dass bei uns in Europa Afrika immer nur sehr einseitig gesehen wird. Nämlich als Hort von Kriegen und Katastrophen. Und das ich vielleicht in der Tat der einzige Europäer bin, der sich für diesen Kontinent interessiert.

Es ist nicht so – Gott sei Dank. Ok – das bedeutet jetzt, mein Blog ist nicht das einzige Internetangebot ,das versucht, ein positives Bild von Afrika zu zeichnen. Letztendlich ist das aber beruhigend. Denn sonst stünde ich ja total auf verlorenem Posten.

Also, vor kurzem habe ich African Perspectives kennengelernt. Selbstverständlich im Internet: http://www.afriperspectives.com. Dieses Internetportal zeigt kurz gesagt, was Afrikaner alles d’rauf haben. Und das ist jede Menge. Im blick sind dabei verschiedenste Bereiche – Wissenschaft genau so wie Wirtschaft.

Geboten sind Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu verschiedensten Organisationen und Einrichtungen aus und über Afrika. Es gibt Verweise auf andere Spezialportale – wie etwa für afrikanische Frauen. Was mich alten Historiker besonders freut: Es finden sich auch Artikel, die sich mit der Geschichte des Kontinents beschäftigen. Respekt! Die Initiatoren bieten konkrete Hilfe bei der Umsetzung eigener Projekte an.

Gegründet hat das Portal Johanna Havemann. Sie lebt in Europa und ist eine Expertin in Online-Marketing. Sie hat bereits für mehrere Hilfsorganisationen gearbeitet, kennt Tansania, Ghana, Togo, Benin, Namibia und Botswana aus eigenem Augenschein. Darüber hinaus lebte sie in Kenia und Südafrika. Ihre Mitstreiter Kevin Kriedermann und Elizabeth Stephans leben in Südafrika.

Das Portal wendet sich in erster Line an Afrikander in aller Welt und an Menschen mit Afrikanischer Abstammung. Letztendlich dürfe aber ein jeder, der will, am Portal teilnehmen. Etwa, um seine Meinung zu einem bestimmten Thema kundzutun. Oder eine kulturelle Veranstaltung in seiner Region anzukündigen. Wer sich weiterbilden will, erhält Tipps dazu. Die Texte auf dem Portal sind auf englisch oder französisch geschrieben.

Ich finde, African Perspectives hat es auf alle Fälle verdient, dass Ihr dort einmal vorbeischaut. Es lohnt sich bestimmt. Aber aufgepasst, es kommen dort fast täglich neue Informationen dazu. Ja genau – da muss ich mich noch anstrengen. Aber ich gebe mir Mühe.

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