Paten für Afrika


In der vergangenen Woche habe ich Euch die Initiative Afrika Radio vorgestellt. Ich habe Euch berichtet, dass die Macher auch spezielle Projekte anstoßen. Und – in meinen Augen – relativ kurz auf das neuste Projekt hingewiesen. Es heißt Patenschaft Mittelmeer. Das hat es verdient, ganz groß präsentiert zu werden. Und deshalb handelt mein heutiger Post voll und ganz davon.

Die so genannte Flüchtlingskrise ist aktueller und präsenter denn je. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht Nachrichten darüber hören. An dem wir nicht erfahren, dass mehr und mehr Menschen versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Die Gründe für die Flucht sind vielfältig, Krieg, Hunger, Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Eines steht aber auch fest. Viele dieser Menschen haben ein völlig falsches Bild von Europa. Sie glauben, dass sie in ein Paradies kommen, in dem – ich sage es mal so – das Geld auf den Bäumen wächst. Das ist in der Tag so. Das weiß ich aus eigenen Gesprächen mit Afrikanern. Es ist aber auch kein Wunder. Die Hochglanzwerbung aus Europa erreicht eben auch die anderen Kontinente.

Viele kommen mit der Hoffnung auf Geld und auf ein besseres Leben. „Um dem aktuellen Flüchtlingsstrom entgegenzuwirken, müssen jedoch den Menschen Möglichkeiten in ihrer eigenen Heimat gegeben werden, dort selbst etwas aufbauen zu können und ihren Ideen und Projekten Raum geben.“ So heißt es auf der Internetseite der Radioafrika-Macher. Und da haben die absolut Recht. Es brauche mehr Zusammenarbeit, Kooperation und vor allem mehr Dialog zwischen Europa und Afrika. Neue Modelle der Entwicklungshilfe müssten her. Wie richtig das doch ist!

Hier solle die Patenschaft einhaken. Der Lösungsvorschlag von Radio Afrika.: Die Idee ist, dass bei und durch einem Radio- und Fernsehsender mit Sitz in Lagos in Nigeria Ideen für Projekte gesammelt werden. Das Beste soll ausgewählt werden. Was sowohl durch diesen Medienpartner als auch durch Radio Afrika dokumentiert werden soll. Durch die kontinuierliche Dokumentation der Auswahl und des Projektes werde Werbung für das jeweilige Projekt generiert. Das Geld, das so hereinkomme, soll zu einem Anteil an das Pilotprojekt als Starthilfe überwiesen werden. 

Durch einen Projektabschlussbericht mit Gesamtabrechnung, Rechnungskopien, Fotodokumentation, sowie Berichte auf der eigenen Webseite, auf Facebook, Twitter und Sendungen in der eigenen Radiosendung und Fernsehen könne die Nachhaltigkeit bewiesen werden.

Auf diese Weise erhalten junge Afrikaner die Möglichkeit, es doch erst einmal daheim zu probieren, bevor sie sich auf eine lange und gefährliche Reise erst durch die Wüste und dann über das Meer begeben. Investitionen da hinein sind viel besser als Geld für Zäune auszugeben. Die Organisation hat für eine generelle Anfangsfinanzierung zur Jahreswende um Spenden gebeten. Das Gute kommt jetzt: Viele haben sich beteiligt, das Projekt kann beginnen! Das ist ein sehr gute Nachricht zu Beginn dieses Jahres.

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