Die Sonne strahlt über Afrika


Es liegt mir fern, mit Posts Werbung für einzelne Firmen zu machen. Ich denke, das habe ich schon öfters gesagt. Wenn aber jemand etwas sinnvolles unternimmt, wäre es dumm, nicht darüber zu reden. Und deshalb rede ich über das Berliner Unternehmen Mobisol. Denn das will Solarenergie in die Privathaushalte in Indien und Afrika bringen. Vor allem in Afrika, wo es mit dem Anschluss ans öffentliche Stromnetz oftmals nicht so weit her ist, tut das gut. Und das Projekt bietet sogar Möglichkeiten für die Nutzer, selbst Geld zu verdienen. Besser geht es nicht.

Thomas Gottschalk  hat das Unternehmen einst gegründet. Es ist  auf Solarprojekte spezialisiert. Gesucht werden Lösungen, um Strom durch regenerative Energien zu  gewinnen. Afrika ist dabei nach Aussage des Unternehmens absolut im Blickfeld. Was wie gesagt gut und auch logisch ist. Dort gibt es viele potentielle Kunden. Nicht zuletzt in Nigeria, wo das staatliche Stromnetz immer wieder zusammenbricht. 

Derzeit ist die Firma in Tansania, Ruanda, Kenia, Nigeria und Indien aktiv. Das Berliner Unternehmen montiert kleine Photovoltaikmodule auf das Dach ihrer Kunden, inklusive Lampen, Fernseher, Handy-Ladestationen und Bügeleisen. Alle angeschlossenen Geräte werden mit Solarstrom betrieben.

Bezahlt wird der Kaufpreis der eingesetzten Photovoltaikmodule in 36 Monatsraten per Mikrofinanzierung, wobei die Abrechnung über „Smart Money“ per Handy erfolgt. So einfach wie möglich also. Richtig so.

Trotzdem ist es in einem Land wie Nigeria gar nicht so einfach, zusätzlich mehrere Euro pro Monat zusammenzubekommen, um die Raten zu bezahlen. Auch hierfür hat der Unternehmer eine Lösung gefunden. Er handelt also durchaus beispielgebend: Die Kunden müssen die Anlagen in Raten unter 20 Euro bezahlen. Allerdings könne eine Handyladestation über zwei Euro pro Tag bringen. Für mich sieht das Ganze fast zu schön aus, um wahr zu sein. Besser kann Hilfe zur Selbsthilfe nicht organisiert sein.

Es ist schön, dass mehrere Medien auch darüber berichten. Unter anderem das Online-Magazin 3D-Grenzenlos.

 

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Viel Afrika zum Jahresbeginn


Es gibt nichts besseres, als das neue Jahr gleich einmal mit Afrika zu beginnen. Und da gibt es in Sachen Sprache, Literatur und Kultur auf so einiges hinzuweisen: Es beginnt schon am kommenden Freitag:

Dave Davis. Blacko Mio!: Der Deutsche mit ugandischer Abstammung und ehemaliger Versicherungskaufmann begann nach einem Studium in „Recording Arts“ damit, Songs zu komponieren und Hörbücher zu produzieren. Im Laufe der Zeit entwickelte er auch komödiantische Talente. Hat unter anderen den deutschen Comedypreis für den besten Newcomer bekommen. Am 13. Januar um 20 Uhr zeigt er im Kulturwerk am See in Norderstedt sein mittlerweile viertes Solo-Programm.

http://dave-davis.de/

 

Kiswahili Stammtsich: Wer sich für die ostafrikanische Sprache Kiswahili interessiert, der ist am 21. Januar ab 19 Uhr im Afrika Center in Berlin bestens aufgehoben. Beim Stammtisch gibt es die Möglichkeit, die Sprache zu trainieren, Kontakte zu knüpfen und neue Freunde zu finden.

http://afrika-center-berlin.com

 

Ehtiopa: Building Resilience for Food Security: Im afro asiatischen Institut in Salzburg in der Wiener Philharmonikergasse 2 gibt es am 19. Januar ab 19 Uhr einen Interessanten Vortrag: Dabei geht es um Äthiopien – das Land mit der zweitgrößten Bevölkerungszahl in Afrika. Dargestellt wird, wie die Menschen, die vielfach von der Landwirtschaft leben, in Zeiten der langanhaltenden Dürren versuchen, ihr Leben zu meistern. Dersehilign Teshome will den Gästen dieses Thema näherbringen. Es gibt Möglichkeit zur Diskussion.

http://www.aai-salzburg.at

 

Tram 83: Lesung mit Fiston Mwanza Mujila: Der Österreicher mit Wurzeln im Kongo stellt seinen Debütroman vor. Er tut das im Unabhängigen Literaturhaus in Krems in der SteinerLandstraße 3 am 7. April um 20 Uhr. Das Werk spielt in einer heruntergekommenen Großstadt irgendwo in Afrika. Der Nachtclub „Tram 83“ wird zum Treffpunkt verschiedenster Figuren. Ex-Kindersoldaten treffen dort auf Studenten und Andere. Erzählt wird die Geschichte vom Schriftsteller Lucien, der dort den Gauner Requiem, bei dem er Schutz vor Erpressung und Zensur findet.

www.literaturhausnö.at

Keine Angst: Es werden nicht die letzten Kulturtipps von wolfgangsafrika gewesen sein. Nur keine Sorge.

 

 

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Sylvester ins Museum


Auch um den Jahreswechsel können Freunde Afrikas Kunst und Geschichtliches in Ausstellungen bewundern:

Rwanda Entgrenzungen. Reliefbilder von Pauline Disonn & Fotografien Hildegard Schürings: Pauline Disonn und Hildegard Schürings stellen vom 4. bis zum 29. Januar in der Galerie Bruno P. in Marburg aus. Disonn ist studierte Malerin. In den 80er Jahren weilte sie zu in Rwanda. Sie schuf Reliefbilder in den Jahren nach dem Genozid aus selbst geschöpftem Papier. Hildegard Schürings, Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet seit 1978 in und zu Rwanda. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen über Geschichte und Gesellschaft Ruandas vorzuweisen. Die Fotografien entstanden im Zeitraum 1978 bis 2011 in Rwanda und seinen Nachbarländern

Wein & Maroni. Fotografien von Monika Nguyen: Die Fotografin Landschaftsaufnahmen, die sie im grönländischen Qaqortoq und während einer Rundreise durch Namibia aufnahm. Ganz bewusst suchte sie abgelegenen Gegenden auf, die in ihrer Einsamkeit, Stille und Weite eine atemberaubende Vielfalt vereinen. Sie hat eine fundierte Ausbildung hinter sich, studierte in Wien, New York und Tokio. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Februar in der Galerie Habari in Wien zu bestaunen.

Graue Riesen. Wie der Elefant den Menschen prägte: Diese Dauerausstellung im Residenzschloss Oettingen zeigt kulturhistorisch bedeutsame Ethnographica aus den Sammlungen des Völkerkundemuseums München in Verbindung mit Bildern und Installationen rund um die faszinierende Welt der Elefanten. Die Ausstellung versteht sich als Hommage an die vermeintlichen „Dickhäuter“, deren sensibles und fürsorgliches Sozialverhalten immer wieder für Erstaunen bei Wissenschaflern sorgt. So sagen es die Ausstellungsmacher. Sie berichten weiter: Als Zeichen für Macht und Würde des Herrschers galt der Elefant in Indien, als Königstier in Afrika. Gleichermaßen als Transport- und Kriegstier wurde er bereits im 16. Jahrhundert v. Chr. in China eingesetzt. Seine Stärke und Klugheit sind sprichwörtlich. Gejagt wurde und wird er leider immer noch wegen seiner Stoßzähne, den Lieferanten für das begehrte Elfenbein. Die Ausstellung plädiert für einen achtsamen Umgang des Menschen mit jenem besonderen Tier, das ihm seit Jahrtausenden ein treuer Begleiter sei. Zu sehen sind unter anderem eindrucksvolle Bilder der Schutzorganisation „David Sheldrick Wildlife Trust“ und deren Schwesterinitiative „Rettet die Elefanten Afrikas“. Die Ausstellung ist noch das ganze Jahr 2017 über zu besichtigen.

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Platz für das bunte Afrika


Seit geraumer Zeit spreche ich davon, dass in den Medien das wahre, richtige Afrika nicht zum Zuge kommt. Zu oft geht es um Katastrophe, Krisen, Kriege und so weiter. Oftmals werde ich dafür kritisiert im Netz. Blauäugig sei ich, es helfe nicht weiter, nicht die Wahrheit zu sagen. (Wobei es mir ja um die Wahrheit geht). Die hat in der Tat in Afrika manches Mal düstere Farben. Aber eben oft auch bunte. Und die kommen weiterhin zu kurz.

Das sieht auch Sorious Samura so. Er ist ist ein Journalist und Dokumentarfilmer aus Sierra Leone. Internationale Medien sind in seinen Augen viel zu oft auf das Düstere aus. „Die meisten Redakteure und Fernsehstationen sind nicht besonders interessiert an Afrika. Und selbst wenn sie es sind, folgen sie nur der abgedroschenen Erzählung von Afrika als hoffnungslosem Kontinent, auf dem entsetzliche Dinge passieren.“ So sagt er es in einem Beitrag für die Zeitschrift Weltsichten.

In Filmen sei es nicht anders. Hunger und Gewalt würden dominieren. Das ist wohl wahr. Deshalb will Samura die Geschichte Afrikas jetzt anders erzählen. Mich hat er da auf seiner Seite. Auch wenn mich vielleicht wieder der eine oder andere auffordert, die Wahrheit zu sehen. Richtig: Es gibt Hunger in Afrika. Aber nicht nur das.

Samura berichtet, wie ihn selbst der Fernseher geprägt hat. Filme seien wichtig, um Menschen zu informieren. Deshalb wollte er selbst Filmemacher werden. Er hat es geschafft. Es wurde Bestandteil der Gruppe „Insight TWI“. Diese versuchte, Filme mit mehr Tiefe und mehr Zwischentönen zu machen, die näher dran waren an der afrikanischen Wirklichkeit. So ist es von ihm zu erfahren. Er sei stolz auf die Dokufilme, die dabei entstanden. Wobei da das Negative nicht verschwiegen wird. Wie zum Beispiel bei „Cry Freetown“. Dort geht es um Verbrechen, die sowohl Rebellen als auch Friedenstruppen während des Bürgerkriegs in Sierra Leone begangen

Es fiel ihm jedoch auf: Letztendlich bediente er damit wieder alte Stereotypen. Und deshalb sei er von seinem neuen Projekt begeistert: An Artist’s Journey“ ist eine Dokumentation in Spielfilmlänge über einen gefeierten Künstler, der in Sierra Leone eine ganze Generation mit seinen visionären Theaterprojekten inspiriert. Es sei einfach gut, Positives darzustellen. Das ist richtig. Und auch wichtig. Sicher: Es wird immer Bedarf geben an Filmen, die Verbrechen und Ungerechtigkeit entlarven. Die Welt soll nicht schöngefärbt werden. Aber Hoffnung, Mut und Inspiration ans Licht zu bringen, das sei auch wichtig So ist es. Denn: Auch wenn der Tunnel noch so lang ist. An seinem Ende ist das Licht. Und wer das jetzt zu schnulzig findet, dem kann ich auch nicht helfen.

Die Infos zu diesem Post stammen aus der Zeitschrift Welt-Sichten aus der Ausgabe 12/2016.

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Digitales Afrika


Mag sein, dass Afrika den einen oder anderen Entwicklungsschritt nicht mitgemacht hat, über den Europa stolz ist. Jedoch in Sachen Breitband, schnelles Internet und soziale Medien gibt es deutliche Fortschritte. Das hat jüngst der Afrika-Korrespondent Jörg Brase dargestellt. Afrika digitalisiert sich mit rasender Geschwindigkeit. Und diese Dynamik erregt zunehmend das Interesse internationaler Investoren. Bis 2020 sollen 60 Prozent des Kontinents an das digitale Breitbandnetz angeschlossen sein. In Nigeria beispielsweise gehen pro Minute 16 Smartphones über den Ladentisch. Afrika-Korrespondent Jörg Brase zeigte jetzt, welches Potential in dieser digitalen Revolution in Afrika steckt.

Ob die oben genannte Zielsetzung so eintrifft oder nicht. Kenia zeigt, was sich in den kommenden Jahren in Afrika so alles entwickeln könnte. Oft fehlen in Afrika Ärzte. Selbstverständlich gibt es einen guten Grund, warum Ärzte und Sanitäter aus Europa ihren Urlaub opfern, um einige Wochen auf dem afrikanischen Kontinent Menschen zu untersuchen und zu unterstützen. Immerhin: Einfallsreiche Kenianer arbeiten auf ihre Weise, dieses Problem zu lösen. Mit einem Programm, das mittels Handy aktiviert werden kann. Patienten können mit einem Arzt in einer fernen Stadt in Kontakt bleiben. Und sich von ihm eine Diagnose stellen lassen. Das ist sicherlich nicht optimal – aber besser als tagelange Fußmärsche bis zur nächsten Krankenstation. Zumindest erst einmal.

Das Thema Landwirtschaft ist wichtig für den gesamten Kontinent. Und wird das auch in Zukunft bleiben. In Kenia sind Landwirte nicht mehr nur auf die eigene Erfahrung angewiesen. Auch ihnen helfen die Mobiltelefone. Es gibt einen Service, mit dem sich die Bauern Informationen einholen können. Etwa gibt es Tipps über sinnvolle Anbaupflanzen und vieles mehr. Ich glaube schon, dass dies sehr wichtig ist. Denn so entsteht ein Netzwerk – wieder über viele Kilometer hinweg – das den Farmern hilft, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Und von positiven Erfahrungen von Berufskollegen zu profitieren.

Der Fernsehbeitrag, auf den dieser Artikel beruht, war unter anderem auf Phönix zu sehen. Er lief innerhalb der Reihe „Mein Ausland“, Titel „Smart Africa“, in dem Auslandskorrespondenten ihre spezielle Sicht auf ihr Einsatzgebiet geben.

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Afrika in der Vorweihnachtszeit


Wer etwas Abwechslung vom Vorweihnachtsstress braucht – der ist hier gut aufgehoben:

Das Alte Neue. Nomadische Praxis – Great Rift Valley. Fotografien von Winfried Bullinger: Die Schau zeigt die Architektur nomadisierender Völker des Rift Valley Ostafrikas. Zu sehen sind Fotos von Winfried Bullinger von Bauwerken der Beja, der Afar, der Turkana, der Nyangatom, der Hadza und anderer Völker. Die Bilder entstanden in einem Zeitraum von zehn Jahren im Sudan, in Äthiopien, in Kenia, in Uganda und in Tansania aufgenommen. Dafür reist er mehrfach im Jahr nach Ostafrika. Die Ausstellung ist im Architekturmuseum der TU in Berlin zu sehen – noch bis zum 22. Dezember.

Afrika in Berlin: Vier Jahre nach der Eröffnung der international beachteten Ausstellung „Kunst aus Afrika“ zeigt das Ethnologische Museum in Berlin vier neue Ausstellungsbereiche: „Das Königreich Benin“ und „Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland“ geben Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der Afrika-Sammlung. Außerdem zeigt der Raum „Zeitgenössische Kunst aus Afrika“ einige wichtige Neuerwerbungen des Hauses. Und die haben es in sich. Sie haben viel Kunst in sich. Im Zentrum des Themas „Afrika in Berlin“ steht eine ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in Berlin hergestellt wurde. Diese vier neuen Themen der Afrika-Ausstellung stehen auch im Zusammenhang mit den konzeptionellen Überlegungen zur Präsentation Afrikas im Humboldt-Forum. Wer jetzt Feuer gefangen hat, kann in aller Ruhe die Fahrt nach Berlin planen. Denn die Ausstellung ist noch bis Anfang des übernächsten Jahres zu besichtigen.

Köpfe – Sitz der Seele. Kunst aus Afrika und Ozeanien :  Köpfe als Skulpturen, Reliefs und so weiter. Das ist bei der Ausstellung in der Galerie von Miller in Frankfurt am Main zu bewundern. Der Sitz der Seele von lebenden Menschen war der Kopf, der bei Skulpturen deshalb oft proportional zum übrigen Körper überdimensional dargestellt wurde. So sagt es die Kunstgeschichte.  Der Symbolismus und der geistige Gehalt dieser Kunst ist uns Europäern lange verborgen geblieben. Das Sagen die Organisatoren der Ausstellung, die noch bis zum 18. Dezember zu besichtigen ist.

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Spulpturen und Bilder aus Afrika


Draußen wird es kalt – dem Freund Afrikas wird es dabei aber warm ums Herz. Denn die Zahl der Ausstellungen, die sich mit der Kunst dieses Kontinents auseinandersetzen, steigt so deutlich an, wie die Temperatur sinkt: 

Back to my Roots. Ausstellung von Vivian Timothy:  In ihrer Ausstellung in der Kresslesmühle in Augsburg nimmt Vivian Timothy ihr Publikum mit auf eine inspirierende künstlerische Reise. Sie zeigt Afrika zwischen Tradition und Moderne, zwischen alter und neuer Heimat. Die Autodidaktion ist seit 25 Jahren in Deutschland. Sie lebt und arbeitet heute in Königsbrunn. Sie stammt aus dem Volk Igbo, das im südosten Nigerias lebt . Sie stellte bereits in Deutschland, England und den USA aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Dezember zu besichtigen.

AfrikaKunst in Küchen  Die Ausstellung zeigt Steinskulpturen, Bilder und Holzkunst aus Afrika. Es handelt sich um originale Handarbeit aus Afrika für Afrika. Der Eintritt ist frei. Sie findet in den Küchenwelten Wedel statt. Veranstalter ist die Gruppe Afrika-Kunst Wedel in Zusammenarbeit mit der Künstlergemeinschaft TAMAARTS12. Die Ausstellung findet noch bis Ende des Jahres statt.

Steinskulpturen aus Simbabwe. Meisterwerke der ersten Generation  Die Galerie IMBA in Hamburg-Winterhude zeigt in Zusammenarbeit mit der Galerie Shona/Hamburg Früh- und Spätwerke der „Ersten Generation“ simbabwischer Bildhauer. Die Skulpturen entstammen den Sammlungen Péus, Jenkner-Becke und Rhode. Zu sehen ist die Entwicklung der Bildhauerei der Künstler des Volkes der Shona. Ausgestellt werden Werke von Joram Mariga, Nicholas Mukomberanwa, Henry Munyaradzi, John und Bernard Takawira, Bernard Matemera, Joseph Ndandarika.  Sie werden zu den bedeutendsten Bildhauern Afrikas gerechnet. Sie haben sich seit den 60er Jahren internationale Anerkennung erarbeitet. Berühmte Häuser in Paris und New York haben diese Kunstwerke schon gezeigt. Die Skulpturen aus den Sammlungen Péus, Jenkner-Becke und Rohde zeigen laut Expertenwort das außergewöhnliche Können dieser Meister und lassen erkennen, wie sich der Stil der Shona-Bildhauerei im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Dezember zu bewundern.

Kunstwerke aus Terrakotta: Entlang des Niger- und Volta-Gebiets entstanden vom 11. – 16. Jahrhundert bedeutende Kulturen. In der Galerie Dogon werden noch bis in den Februar Sakralgefäße aus dieser Epoche gezeigt. Sie stammen aus einer alten deutschen Sammlung. Und von den Fundorten Guimbala, Djenné, Bankoni, Bura, Nok und Koma in Ghana, Niger und Mali.

Übrigens: Wer sich regelmäßig über Ausstellungen oder auch Konzerte mit Bezug zu Afrika informieren will, der ist wo gut aufgehoben? Wer bisher fleißig gelesen hat, der weiß das: Richtig! Beim Afroport.

 

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Die Kultur ist noch nicht zu Ende


Auch aus folgenden Staaten sind Weltkulturerbe-Stätten bekannt:

 

Ghana:

Festungen und Schlösser von Volta und Accra: Es handelt sich um mehr rund 60 Festungen und Schlösser aus der Kolonialzeit.

Traditionelle Bauten der Aschanti: Es sind die letzten noch vorhandenen baulichen Überreste des Aschantireiches. Sie wurden einst aus Lehm, Holz und Stroh gefertigt.

 

Guinea:

Naturschutzgebiet Nimbaberge: Die Anhöhen befinden sich an der Grenze zur Elfenbeinküste.

 

Kamerun:

Wildtierreservat Dja: Das Reservat befindet sich am Oberlauf des gleichnamigen Flusses. Es stellt einen der größten und mit am besten erhaltenen Regenwälder ganz Afrikas dar. Der Park darf nur mit ausgebildeten Führern besucht werden.

Sangha Tri Nationalpark: Der Park befindet sich zum Teil auch auf dem Areal der Staaten Kongo und Zentralafrikanische Republik.

 

Kap Verde:

Cidade Velha: Das ist die frühere Hauptstadt des Landes auf der Insel Santiago. Ihr historisches Stadtzentrum gehört zum Weltkulturerbe.

 

Kenia:

Nationalparks. Sowohl am Turkana-See als auch am Mount Everest existieren mehrere hochwertige Nationalparks 

Heilige Kaya Wälder: Das Waldgebiet, in dem noch bis zum 20. Jahrhundert das Volk der Mijikenda lebte, gilt als wichtiger Ort der Ahnenverehrung.

 Fort Jesus: Die Festung in Mombasa entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Die Portugiesen wollten mit ihr den Zugang in die Lagune von Mombasa und die Stadt selbst schützen.

Das Seensystem im großen afrikanischen Grabenbruch gehört ebenso zum Weltkulturerbe. Dort treffen mehrere tektonische Platten aufeinander.

 

Demokratische Republik Kongo:

Nationalparks: Mehrere Nationalparks des Landes stehen auf der Liste. Darunter ist auch der Virunga Natonalpark. Er ist der älteste seiner Art auf dem gesamten Kontinent. Gegründet wurde er 1925. Er ist bekannt für die dort lebenden Berggorillas.

 Okapi-Wildreservat: Dort leben zwischen 4000 und 6000 Okapis. Das ist  etwa ein Drittel des gesamten Bestandes dieser Tierart.

 

Republik Kongo:

Sangha Tri-Nationalpark: Er befindet sich im Grenzgebiet zu Kamerun und Zentralafrika. Zum Teil liegt er auf den Gebieten dieser Staaten.

 

Lesotho:

Maloti-Drakensberg-Park: Die bis zu 3500 Meter hohen Drakensberge stellen das höchste Gebirge im südlichen Afrika dar. Die Berge haben in Lesotho den Namen Maloti. Sie sind ein beliebtes Ziel für Touristen wegen der klaren Luft, zahlreicher Wasserfälle und der Vogelwelt.

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Und noch eine Welt voller Kultur in Afrika


Heute folgt der zweite Teil der Aufstellung der Weltkulturerbestätten in Afrika.

Benin:

Königspaläste von Abomey: Seit 1985 gehören die Ruinen der Paläste der ehemaligen Könige von Dahomey zum Weltkulturebe. Sie zählen zum wichtigsten Kulturgut aus ganz Westafrika. Die Könige regierten v on 1625 bis 1900.

 

Botswana:

Tsodilo: Das Gebiet in der Wüste Kalahari beherbergt über 4500 Malereien. Sie vermitteln ein Bild es menschlichen Lebens dort aus den vergangenen 10 000 Jahren.

Okavangodelta: Das Binnendelta des großen afrikanischen Flusses gehört seit 2014 zur Liste. Es ist eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas.

Burkina Faso:

Ruinen von Loropeni: Es handelt sich dabei um die Überreste einer ehemaligen Festung in der Nähe der gleichnamigen Gemeinde. Sie wurde einst zum Schutz des Transsaharahandels erbaut. Ein Großteil der Anlage ist noch nicht archäologisch untersucht. Das Wissen über sie ist daher eher gering. Die Ruinen sind rund tausend Jahre alt.

 

Elfenbeinküste:

Naturschutzgebiet Nimbaberge: Es handelt sich um einen rund 40 Kilometer langen Gebirgszug im Grenzgebiet zu Liberia und Guinea. Die Gipfel sind bis zu 1800 Meter hoch.

Nationalpark Tai: Er umfasst den letzten großen Regenwald Westafrikas. Und ist Heimat für das seltene Zwergflusspferd.

Historische Stadt Grand-Bassam: Sie stammt aus der Kolonialzeit. Wegen der gut erhaltenen Architektur aus dem 19. Jahrhunderts gab es den Titel Weltkulturerbe im Jahr 2012.

 

Gabun:

Kulturlandschaft Lope-Okanda: Ungewöhnlich ist hier die Nachbarschaft von Savanne und Regenwald. Was der Landschaft 2007 den Titel einbrachte.

 

Gambia:

Kunta-Kinte Island: Dort gibt es zahlreiche Relikte aus der Kolonial- und Sklavenzeit – Ruinen, historische Kanonen und Reste von Kirchen. Die Insel gilt als ein wichtiges Dokument des Sklavenhandels aus Westafrika. Deshalb erhielt sie auch den Namen Kunta Kinte. Dies ist der Name der Hauptfigur des Romans Roots von Alex Haley, der diese Zeit wieder aufleben lässt.

Senegambische Steinkreise: Es handelt sich dabei um mehr als tausend Monumente auf einem hundert Mal 350 Kilometer großen Areal entlang des Flusses Gambia. Sie stammen aus dem 8. Jahrhundert und gehören zur Megalithkultur.

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Eine Welt voller Kultur in Afrika Teil eins


Als die ersten Europäer den afrikanischen Kontinent betraten, gingen sie davon aus, dass sie es mit einer kulturlosen Region zu tun haben. Diese Sichtweise änderte sich Jahrhunderte lang nicht. Und es gibt wohl heute noch Zeitgenossen – nein, ich werde jetzt ausnahmsweise keine Beispiele nennen – die das so sehen. Erst als die ersten Kunstwerke der Afrikaner Europa erreichten, mussten Wohl oder Übel umgedacht werden. Mittlerweile beherbergen die 54 Länder Afrikas zahlreiche Weltkulturerbe-Stätten.

Äthiopien:

Felsenkirchen von Lalibela: Es sind insgesamt elf Kirchen, die um das Jahr 1250 jeweils als Monolithen in rote Basaltlava hineingearbeitet worden sind. Sie gelten als frühe Zeugnisse des Christentums südlich der Sahara.

Unteres Tal des Awash: Es ist eine der wichtigsten paläontologischen Fundstätten Afrikas, Fundort von Lucy.

Tiya: Bei diesem Kulturerbe handelt es sich um Stelen mit Symbolen einer alten äthiopischen Kultur.

Aksum: Es gibt hier Reste der antiken Stadt. Allerdings nur noch in Ruinenform.

Unteres Tal des Omo: Auch hier handelt es sich um eine prähistorische Fundstätte. Sie befindet sich in der Nähe des Turkana-Sees. Die ältesten Funde des Homo sapiens stammen von dort.

Harar Jugol: Hier haben wir eine befestigte, Jahrhunderte alte, Stadt vor uns. Es gibt eine Altstadt mit Stadtmauer. Die drei Moscheen aus dem zehnten Jahrhundert beherbergt.

Kulturlandschaft Konso: Das ist etwas für’s Auge. Es sind steinerne Terassen und eine befestigte Siedlung der Konso zu sehen.

Angola:

Kirche in Muxima: Sie wurde erstmals 1599 errichtet. Und ist heutzutage der wichtigste Wallfahrtsort im ganzen Land – mit rund einer Million Pilgern. Die Könige des Kongoreiches – ein Teil davon ist das heutige Angola – hatten sich früh dem Christentum zugewandt.

Kirche in Massango: Sie entstand zwischen 1583 und 1590 und steht seit 1928 unter Denkmalschutz.

Kirche in Cambambe: Sie wurde 1603 errichtet.

Festungen von Cambambe, Massangano, Muxima, Luanda und weitere: Insgesamt gehören in Angola acht Festungen zum Weltkulturerbe. Sie stammen alle aus der Zeit von 1576 bis 1766. Sie sind das Erbe der portugiesischen Kolonialherren. Die Festung in der Hauptstadt Luanda gilt als Wahrzeichen der Hauptstadt.

Ruinen von M`banza Kongo: Es handelt ich dabei um die Überreste der Königsstadt des königreiches Kongo. Es hatte als erstes afrikanisches Gebiet diplomatische Beziehungen mit Europa. Nämlich mit Portugal. Die Ruinen stehen sein 1957 unter Denkmalschutz.

 

 

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