Die Fulbe – Bewohner der Savanne


Sie sind bekannt als Viehzüchter. Im Norden Nigerias gehen die Fulbe nach wie vor dieser landwirtschaftlichen Tätigkeit nach. Ihr Lebensraum erstreckt sich insgesamt von Senegal bis zum Tschadsee. Sie gehören zu den Afrikanern, die vor allem die Savanne bewohnten. Und dort als Nomaden lebten und leben. Auch wenn viele von ihnen mittlerweile sesshaft geworden sind. Im Norden Nigerias haben sie sich sogar zu einer Art Bildungselite entwickelt. Die Forschung geht davon aus, dass sie einst aus dem Senegal-Tal eingewandert sind.

Wie andere Gruppen aus dieser geographischen Region haben sie vor Jahrhunderten den Islam angenommen. Und politisch so an Bedeutung gewonnen, dass sie in einigen Emiraten rund um den Tschadsee die Herrscher stellten. Wohl auch, weil sie als religiöse Eiferer galten und den so genannten Heiligen Krieg nach Westafrika brachten. Die auf diese Weise entstandenen traditionellen Herrscher-Sitze gibt es teilweise bis zum heutigen Tag. Allerdings ist ihre politische Bedeutung seit der Kolonialzeit weit geringer als damals. Der Sultan von Sokoto gilt aber heute noch als der höchste islamische Titelträger der Region.

Im Laufe der Zeit haben sich die Fulbe mit den Haussa so vermischt, dass viele von ihnen ihre eigentliche Muttersprache nicht mehr beherrschen. Sie wird heute nur noch in wenigen Regionen gesprochen. Die Fulbe haben sich den Haussa so angenähert, dass es in Sachen Religion, Kultur und Lebensart keinerlei Unterschiede mehr gibt. Eine Ausnahme sind diejenigen, die bis zum heutigen Tag als Nomaden leben. Sie legen großen Wert auf ihre Herkunft.

Allerdings haben die Fulbe ein typisches Aussehen, dass sie von den übrigen Ethnien in Westafrika durchaus unterscheidet: eine hellere Hautfarbe, dünne Lippen und ein langes Haar. Kunstvolle Frisuren bei den Frauen sind die Folge. Der traditionelle Fulbe-Mann trägt einen großen Stock – oftmals quer über die Schultern. Statt dem Begriff Fulbe begegnet uns für das selber Volk auch der Begriff Fulani.

Ich verweise auf die Literaturhinweise im Post über die Yoruba.

 

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